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Heimspiel - Der Corona-Fragebogen

Heute mit: Dr. Karl Quade.

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Sportfan und Familienmensch: Karl Quade. Foto: dpa/Nietfeld

Sportfan und Familienmensch: Karl Quade. Foto: dpa/Nietfeld

Dr. Karl Quade ist Vizepräsident des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS), nahm als Volleyballer zweimal an Paralympics teil und war zwölfmal Chef de Mission bei Sommer- und Winter-Paralympics. Bis Ende Februar war Quade, der aus Essen/ Ruhr stammt, Referatsleiter für internationale Sportangelegenheiten im Bundesinnenministerium in Berlin. Seit dem 1. März ist der 66-Jährige pensioniert – und nach sechs Jahren als Wochenendpendler in seine Wahlheimat Dinklage zurückgekehrt. Hier lebt er mit seiner Frau Petra (geb. Buddelmeyer), die er 1984 bei den Paralympics in New York kennenlernte. Zu seinen Hobbys gehören Segeln und Golf.

Was vermissen Sie in der Corona-Krise am meisten? Das Treffen mit Familie und Freunden und den Besuch von Sportveranstaltungen. Als Funktionär, aber auch als Zuschauer. In Berlin bin ich gerne zu Alba und zu den Füchsen gegangen. In Dinklage schaue ich mir auch gerne Handballspiele an. Mein Neffe und meine Nichte spielen ja beim TVD.

Und was vermissen Sie gar nicht? Stressige internationale Dienstreisen. Das war zum Teil sehr kurzfristig. Vor einigen Jahren bin ich mal nach Brasilien geflogen. Tagsüber hin, nach zwei Stunden begannen die Sitzungen und abends wieder zurück. Oder auch Tagesreisen nach Brüssel. Das sind Dinge, die man nicht braucht.

Was mussten Sie bislang absagen? Unter anderem Reisen nach Tokio (Paralympics verschoben), Peking (Chef-de-Mission-Seminar), Brüssel (Sportsitzungen zur EU-Ratspräsidentschaft).

Ihr Lesetipp für die Krise? Nautische Berichte von Wilfried Erdmann, zum Beispiel „Allein gegen den Wind“ und „Die magische Route“.

Welche Musik hilft Ihnen durch diese Zeit? Ich bin ein Fan klassischer Musik, mir helfen Bach, Beethoven und Händel in dieser Zeit. Etwa die Feuerwerksmusik von Händel. Oder Toccata und Fuge in d-Moll von Bach. Das sind schon ganz besondere Stücke.

Ihr Film-/Serientipp für lange Abende zu Hause? Dokumentationen und Reiseberichte. Früher habe ich gerne Peter Ruge oder Klaus Bednarz gesehen, die berichtet haben, wie etwa die Menschen in Russland leben. Oder TerraX im ZDF. Ich bin als Biomechaniker ja naturwissenschaftlich ausgerichtet.

Gibt es ein Sportereignis, das Sie sich gerne noch einmal auf Video anschauen würden? Das Finale der Männer bei der Handball-WM 2007.

Sonst noch einen Tipp gegen die Langeweile? Wenn es irgendwie geht, raus ins Freie und bewegen, zu Fuß oder mit dem Rad. Da hat das Oldenburger Münsterland ja einiges zu bieten.

Welche Lebensmittel würden Ihnen am meisten fehlen, wenn es sie nicht mehr im Laden gäbe? Ordentliches Brot und Kaffee.

14 Tage Quarantäne – an welchem Ort würden Sie diese Zeit am liebsten verbringen, wenn Sie es sich aussuchen könnten? Auf einem Segelschiff in warmen Gefilden. Ich war mal in Portugal an der Algarve. Das war sehr schön.

Und welche drei Prominenten (oder andere Menschen) würden Sie mitnehmen? Meine Frau, meine Tochter, meinen Sohn.

Ihre Lehre aus Corona? Es geht uns in Deutschland sehr gut. Viele Menschen sollten wieder lernen, mehr Demut gegenüber der Natur zu haben.

Hat die Krise für Sie auch etwas Gutes? Die Krise fördert die Konzentration auf die wesentlichen Dinge.

Wohin würden Sie gerne als Erstes reisen, wenn es wieder problemlos möglich ist? In die Berge, Wandern oder Skifahren (je nach Jahreszeit). Am liebsten nach Davos. Da war ich bestimmt schon 40 Mal.

Wenn die Krise vorbei ist – worauf freuen Sie sich am meisten? Zum einen auf ein großes Familienfest, zum anderen auf einen gepflegten Restaurantbesuch.

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