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Heimspiel - Der Corona-Fragebogen

Heute mit: Andreas Espelage

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Sport- und Reisefan: Handballtrainer Andreas Espelage. Foto: Espelage

Sport- und Reisefan: Handballtrainer Andreas Espelage. Foto: Espelage

Andreas Espelage trainiert zusammen mit seiner Frau Hiltrud die Oberliga-Handballerinnen von GW Mühlen. Der 56-Jährige coachte neben seinem Heimatverein TV Dinklage auch schon den SV Höltinghausen und SW Osterfeine. Er ist damit in den Fußstapfen seines Vaters Otto unterwegs, der ebenfalls ein erfolgreicher Handballtrainer war. Andreas Espelage arbeitet als Verwaltungsangestellter beim Landkreis Vechta und lebt mit seiner Frau in Dinklage.

Was vermissen Sie in der Corona-Krise am meisten? Die geplanten oder spontanen Treffen mit Familien und Freunden, das Reisen und natürlich unser Training und die Spiele mit den Mädels von GW Mühlen.

Und was vermissen Sie gar nicht? Definitiv Rosenkohl – aber den habe ich auch vorher nie vermisst. Und den Morgen bzw. Nachmittag an Spieltagen, da ich auch nach über 20 Jahren Trainertätigkeit im Seniorenbereich bis zum Anpfiff immer noch recht angespannt bin. Besonders nervig, wenn die Spiele erst abends um 19.30 Uhr beginnen.

Was mussten Sie bislang absagen? Eine dreiwöchige Rundreise durch Ost-Kanada . . . ganz ärgerlich. Dann die jährliche Sportreise mit unseren Freunden Gitte und Wolfgang, bei der wir seit Jahren immer andere Sportarten im In- und Ausland besuchen. Wir waren schon beim Red-Bull-Air-Race auf dem Lausitzring, beim American Football in den USA, bei der Hockey-EM und der Ruder-WM in Holland, bei der Fecht-WM in Budapest, bei der Handball-Champions-League in Barcelona, beim Biathlon in Oberhof, bei der Leichtathletik-WM in Berlin, der Schwimm-EM in Glasgow, der Turn-WM in Stuttgart und bei der Formel 1 auf dem Nürburgring. Dieses Jahr wäre das Dragster-Rennen auf dem Hockenheimring dran gewesen.

Ihr Lesetipp für die Krise? Eigentlich lese ich lieber Biografien, aber ich habe zuletzt den Roman „Blackout“ von Marc Elsberg gelesen, in dem die Auswirkungen eines länger anhaltenden Stromausfalls thematisiert werden. Auch wenn es nur eine Fiktion ist, war es erschreckend zu lesen, wie sich unser Miteinander binnen kurzer Zeit ändern könnte. Gewisse Parallelen zur Corona-Pandemie sind da leider schnell hergestellt.

Welche Musik hilft Ihnen durch diese Zeit? Bon Jovi geht bei mir immer! Ansonsten bin ich da nicht festgelegt.

Ihr Film-/Serientipp für lange Abende zu Hause? „The Hunters“ mit Al Pacino.

Gibt es ein Sportereignis, das Sie sich gerne noch einmal auf Video anschauen würden? Ja, ganz klar unser Spiel mit der weiblichen A-Jugend des TV Dinklage 2017, und zwar den 29:25-Sieg gegen die „unschlagbaren“ Mädels vom VfL Oldenburg. Unterstützt durch die vollbesetzte Tribüne, legte unsere Mannschaft einen absoluten Willen hin und erkämpfte das Unmögliche. Es war zugleich der Grundstein für die spätere Oberligameisterschaft.

Sonst noch einen Tipp gegen die Langeweile? Die ist bei mir noch gar nicht aufgekommen, zumal ich weiterhin täglich meinen Arbeitsplatz aufsuchen kann, was leider nicht allen vergönnt ist. Außerdem: Irgendwas kann man immer machen.

Welche Lebensmittel würden Ihnen am meisten fehlen, wenn es sie nicht mehr im Laden gäbe? Schnitzel stehen bei mir ganz weit oben auf der Liste. Und Erbsen . . . ohne Erbsen gäbe es keine Erbsensuppe von meiner Mutter.

14 Tage Quarantäne – wo würden Sie diese Zeit am liebsten verbringen, wenn Sie es sich aussuchen könnten? Entweder in unserm Haus in Dinklage oder aber auf einem Leuchtturm an der Nordseeküste.

Und welche drei Prominenten (oder andere Menschen) würden Sie mitnehmen? Na, das ist doch 'ne Fangfrage, oder? Drei Prominente oder andere Menschen . . . aus wie vielen Haushalten kommen die denn? Wenn aber alles erlaubt wäre, würde ich neben meiner Frau Hillu noch Barack Obama und Otto Waalkes mitnehmen. Obama, um mit ihm über sein interessantes Leben zu sprechen. Und Otto, damit der Spaß nicht zu kurz kommt.

Ihre Lehre aus Corona? Zu begreifen, dass sich alles ganz schnell und unerwartet ändern kann, was für uns bisher selbstverständlich war. Und dass ich weiß, dass es kaum andere Länder auf der Welt gibt, in denen wir während dieser Krise besser aufgehoben wären, auch wenn unsere Kreuz- und Querdenker das sicher anders sehen.

Hat die Krise für Sie auch etwas Gutes? Ich bin total beruhigt, zu wissen, dass wir in Deutschland genug Toilettenpapier haben, da wir ganz vergessen hatten, es bis 2025 zu bunkern. Spaß beiseite! Ich finde, dass sich sehr viel Solidarität entwickelt hat. Man denke an die wahnsinnig tolle Aktion und den unfassbaren Erfolg von Captain Tom Moore in Großbritannien und viele, viele andere Aktionen.

Wohin würden Sie gerne als Erstes reisen, wenn es wieder problemlos möglich ist? Kanada – auf jeden Fall.

Wenn die Krise vorbei ist – worauf freuen Sie sich am meisten? Dass wir uns alle wieder ohne Zwänge und Regularien treffen können, ganz ohne Ängste und Sorgen. Hoffentlich kehrt unsere frühere Normalität ganz schnell weitestgehend zurück

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