Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

Heimspiel - Der Corona-Fragebogen

Heute mit: Timo Dietzler

Artikel teilen:
Langweilig wird ihm nicht: Timo Dietzler. Foto: Paschke

Langweilig wird ihm nicht: Timo Dietzler. Foto: Paschke

Timo Dietzler kommt aus Nordhorn und kam über den Basketball nach Vechta. Von 2003 bis 2020 spielte er für Rasta, mit der ersten Mannschaft schaffte er es bis in die 1. Regionalliga. Jetzt ist der 40-Jährige für den Bürgerfelder TB aus Oldenburg in der 2. Regionalliga aktiv – zusammen mit den Vechtaern Dirk Mädrich, Hanno Breitenbach und Trainer Michael Canisius. Timo Dietzler hat drei Kinder (9, 5 und 3 Jahre alt), lebt mit seiner Familie in Vechta und arbeitet als Mathe- und Sportlehrer an der Oberschule Bakum – übrigens zusammen mit Fußballer Thorsten Tönnies.

Was vermissen Sie in der Corona-Krise am meisten? Den normalen (sportlichen) Alltag: Das Training in der Woche von mir und meinen Kindern, Sportunterricht in der Schule, Spiele an den Wochenenden und dabei Freunde und Familien treffen.

Und was vermissen Sie gar nicht? Paradoxerweise manchmal eben diese Wochenenden voller Spiele, wo dann zu viele Ereignisse auf einmal sind (Pfeifen, eigene Spiele, Spiele der Kinder, etc.).

Was mussten Sie bislang absagen? Glücklicherweise konnten wir unseren Sommerurlaub auf Ameland genießen. Auch konnte ich meinen 40. Geburtstag im Februar groß feiern. Zudem fand auch die Kommunionsfeier meiner Tochter im kleinen Rahmen statt. Einige schöne Dinge musste ich jedoch absagen: viele Spiele, eine Aktiv-Klassenfahrt nach Grou in den Niederlanden mit Kanu, Segeln, etc. Und ein „Matsch-Lauf“ mit Freunden. 2014 und 2019 waren wir beim „Mud Masters“ in Weeze. Dieses Jahr wollten wir zum „Xletix“ in Wuppertal.

Ihr Lesetipp für die Krise? Im Moment: Weihnachtsgeschichten zum Vorlesen für meine Kinder.

Welche Musik hilft Ihnen durch diese Zeit? Alles, was gerade zu meiner Stimmung passt: Von deutschem Hip Hop, Electro bis zu Charts-Musik aus den 80ern/90ern/2000ern.

Ihr Film-/Serientipp für lange Abende zu Hause? Tennet oder „The last Dance“ (Doku über Michael Jordan).

Gibt es ein Sportereignis, das Sie sich gerne noch einmal auf Video anschauen würden? Mit meinen Freunden die NBA-Finalspiele von 2011 mit Dirk Nowitzki – das war damals schon ein toller Moment. Ansonsten auch das Handball-WM-Halbfinale 2007 Deutschland gegen Frankreich. Das war Spannung pur.

Sonst noch Tipps gegen die Langeweile? Bei drei Kindern daheim (und einer Frau, die auch Bereitschaftsdienste macht) gibt es keine Langeweile. Ansonsten lassen sich Garagen super in Fitnessräume verwandeln.

Welche Lebensmittel würden Ihnen am meisten fehlen, wenn es sie nicht mehr im Laden gäbe? Nüsse, Ingwer und Olivenöl.

14 Tage Quarantäne – wo würden Sie diese Zeit am liebsten verbringen? Auf Ameland oder auch zu Hause.

Und welche drei Prominenten würden Sie mitnehmen? Neben meiner Familie wäre es sicherlich interessant, sich mit Dirk Nowitzki, Martin Luther und Galileo Galilei die Zeit zu vertreiben.

Ihre Lehre aus Corona? Vor dem Virus sind wir doch nicht alle gleich. Die sozialen Unterschiede treten auch hier deutlich hervor. Außerdem erfahre ich durch meine Frau derzeit täglich wie unterfinanziert u.a. kommunale Krankenhäuser zu sein scheinen. Pflegekräfte, Ärzte und anderes medizinisches Personal stehen für uns alle im täglichen Kontakt mit Covid-Patienten. Der Applaus dafür ist längst versiegt, die Arbeit ist dennoch umso mehr geworden. Während Angestellte aus der Industrie eine Corona-Prämie erhalten, ohne einen vergleichbaren Beitrag zur Bekämpfung der Pandemie zu leisten, gehen diese fast leer aus.

Hat die Krise für Sie auch etwas Gutes? Man genießt die Zeit und wird erfinderisch und überlegt, was man mit der Familie unternehmen kann: Wandern, Spiele spielen, etc.

Wohin würden Sie gerne als Erstes reisen, wenn es wieder geht? Außer Ameland bin ich seit Januar 2020 durch meine erste Skifreizeit mit der St.-Johannes-Oberschule Bakum in Seefeld/Tirol auf den Geschmack der Berge gekommen. Das war unbeschreiblich schön.

Wenn die Krise vorbei ist – worauf freuen Sie sich am meisten? Auf den „normalen“ sportlichen Alltag mit Sportunterricht, Spielen und Training in den Vereinen.

Der neue Newsletter für Friesoythe. Immer am Donnerstag das Wichtigste aus der Eisenstadt in ihrem Postfach. So verpassen Sie nichts mehr.  Jetzt hier kostenlos anmelden

Das könnte Sie auch interessieren

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

Heimspiel - Der Corona-Fragebogen - OM online