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Heimspiel - Der Corona-Fragebogen

Heute mit: Leonie Möller

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Zeit für die Familie: Leonie Möller aus Lohne. Foto: Möller

Zeit für die Familie: Leonie Möller aus Lohne. Foto: Möller

Leonie Möller kommt aus Lohne und turnt bei den „Akrolohnikas“, der Showgruppe von BW Lohne. Mit dem Turnen fing sie schon als Sechsjährige an, bei den Akrolohnikas gehört sie zu den Gründungsmitgliedern. Die 24-Jährige wohnt seit Kurzem in Cloppenburg und arbeitet als Ergotherapeutin im Reha-Zentrum Bührener Tannen.

Was vermissen Sie in der Krise am meisten? Das Training mit den Akrolohnikas und mit ihnen auf der Bühne zu stehen. Dieses Gefühl ist einfach durch nichts zu ersetzen. Das Miteinander mit den Teamkolleginnen und Trainerinnen, mit denen ich zum Teil aufgewachsen bin und die ich sonst fast genauso oft wie meine Familie sehe, fehlt. Aber auch meine Clique vermisse ich unheimlich.

Und was vermissen Sie gar nicht? Ich glaube, es gibt nichts, was ich gar nicht vermisse. Sogar den selbst gemachten Freizeitstress, über den ich mich sonst hin und wieder geärgert habe, vermisse ich mittlerweile. Allerdings ist der ein oder andere Abend auf dem Sofa durchaus auch ganz nett.

Was mussten Sie bislang absagen? Einiges. Die Festivals Tante Mia tanzt, Deichbrand, Hill of Dreams (Elektro-Festival in Bruchhausen-Vilsen) und Strandfieber, einen Skiurlaub in Saalbach und sehr viele Events mit den Akrolohnikas: das Turnfest in Oldenburg mit den Landesmeisterschaften und dem Rendezvous der Besten, das Talentevent und kleinere Auftritte in der Umgebung und das Feuerwerk der Turnkunst. Auch die sonst immer so toll organisierte Verleihung der Lohner Stadtmedaille fand nur über den Postweg statt.

Ihr Lesetipp für die Krise? Ich habe die Zeit genutzt, um endlich die Harry-Potter-Reihe anzufangen. Da hat man auf jeden Fall länger etwas von.

Welche Musik hilft Ihnen durch diese Zeit? Das kommt ganz auf meine Stimmung und die Situation an, ich bin da sehr flexibel. Ich höre viel Hip Hop und Pop aber auch Electro und momentan alles, was die Weihnachtslieder so hergeben. Ansonsten sind es eher Podcasts, die mich begleiten, vor allem „Gemischtes Hack“ mit Felix Lobrecht und Tommi Schmitt.

Ihr Film-/Serientipp für lange Abende zu Hause? Ich finde, Game of Thrones ist extrem gut produziert und fesselnd. Haus des Geldes ist auch sehenswert. Als leichtere Unterhaltung geht Modern Family auf jeden Fall immer.

Gibt es ein Sportereignis, das Sie sich gerne noch einmal auf Video anschauen würden? Live würde ich natürlich immer bevorzugen. Was ich mir immer wieder gern anschaue, ist unsere letzte Show „Let's Nacho“. Die Premiere beim Rendezvous der Besten 2018 war etwas ganz Besonderes. Ich würde gern noch einmal die Reaktionen der Zuschauer und anderen Vereine sehen, als wir alle mit schwarzen Haaren auf der Bühne standen.

Sonst noch einen Tipp gegen die Langeweile? Sport hilft immer! Und Homeworkouts erfüllen auch ihren Zweck – zumindest vorübergehend. Mit den Akrolohnikas testen wir momentan, über Videokonferenz zu trainieren. Gemeinsam fällt es doch allen leichter, sich zu motivieren.

Welche Lebensmittel würden Ihnen am meisten fehlen, wenn es sie nicht mehr im Laden gäbe? Definitiv Nudeln und Käse. Allerdings stand ich im Frühjahr vor leeren Mehlregalen, als ich – wie plötzlich fast alle – Bananenbrot und Hefezöpfe backen wollte.

14 Tage Quarantäne – wo würden Sie diese Zeit am liebsten verbringen? 14 Tage in einem Strandhaus mit Pool an irgendeinem warmen Ort wären bestimmt wohl auszuhalten.

Und wen würden Sie mitnehmen? Meine Eltern und meinen Bruder. Gegen einen kleinen Zwangsurlaub hätten die drei bestimmt auch nichts.

Ihre Lehre aus Corona? Jeder Moment mit Freunden und Familie sollte noch mehr wertgeschätzt werden. Und Abstand halten kann als Empfehlung gerne beibehalten werden.

Hat die Krise für Sie auch etwas Gutes? Ich bin wieder mehr mit meiner Familie zusammen. Gerade jetzt, seitdem ich nicht mehr bei meinen Eltern wohne, ist diese gemeinsame Zeit sehr wertvoll. Und durch den Ausfall der Freizeitbeschäftigungen war das Jahr auch definitiv etwas günstiger.

Wohin würden Sie gerne als Erstes reisen, wenn es wieder geht? Im Juli steht für die Akrolohnikas die „World Gym for Life Challenge“ (WM der Showgruppen) in Lissabon an. Das wäre die perfekte Reise, um die Corona-Krise hinter uns zu lassen und als Team noch enger zusammen zu wachsen.

Wenn die Krise vorbei ist – worauf freuen Sie sich am meisten? Das Training und die Auftritte mit den Akrolohnikas, meine Clique zu sehen und auch mal wieder feiern gehen zu können. Und vor allem: dass das alles wieder völlig bedenkenlos möglich ist. 

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