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Heimspiel - Der Corona-Fragebogen

Heute mit: Raphael Dornieden.

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Der EM-Besuch fiel aus: Raphael Dornieden. Foto: Hammer

Der EM-Besuch fiel aus: Raphael Dornieden. Foto: Hammer

Raphael Dornieden hat gleich zwei prominente Jobs im Heimatsport: Er ist Leiter Marketing und Vertrieb beim Basketball-Bundesligisten Rasta Vechta und Trainer des Fußball-Landesligisten VfL Oythe. Der 34-Jährige kommt aus Vechta und hat bei BW Lohne und dem VfL Oythe selbst rund zehn Jahre höherklassig Fußball gespielt (Oberliga, Landesliga bzw. Niedersachsenliga). Er wohnt mit seiner Lebensgefährtin in Vechta.

Was haben Sie in der Corona-Krise am meisten vermisst?
Vor allem den persönlichen Kontakt zu Familie und Freunden, zu meiner Mannschaft. Videocalls können das einfach nicht ersetzen.

Und was haben Sie gar nicht vermisst? Den zeitlichen Stress, von einem Termin zum nächsten zu hetzen, wobei wir uns diesen Stress ja meistens selbst zuzuschreiben haben.

Was mussten Sie bislang absagen? Ich wäre mit meinen beiden Brüdern beim EM-Viertelfinale in München und dem EM-Finale im Londoner Wembley-Stadion gewesen. Das ist aber hoffentlich ja nur aufgeschoben. Ansonsten unsere Mannschaftsfahrt nach Mallorca. Leider sind auch einige Feiern im privaten Bereich abgesagt worden.

Ihr Lesetipp für die Krise? Ich habe tatsächlich die Zeit genutzt und mal wieder ein Buch gelesen. Für Sportfans empfehlenswert: The Great Nowitzki von Thomas Pletzinger.

Welche Musik hilft Ihnen durch diese Zeit? Für gute Stimmung helfen Schlager oder Ballermann-Hits eigentlich immer.

Ihr Film-/Serientipp für lange Abende zu Hause? Da sind wir zuletzt einigen Serien-Tipps von Freunden nachgekommen, die ich gerne weitergebe. Narcos, Suits, Modern Family oder zurück zum Sport: Die Dokumentation „The Last Dance“ über Michael Jordan und die Chicago Bulls der 90er.

Gibt es ein Sportereignis, das Sie sich gerne noch einmal auf Video anschauen würden? Ich schaue immer mal wieder Videosequenzen vergangener Spiele oder Sportevents, zuletzt das WM-Finale 2014. Hab' mir aber ehrlich gesagt nur die Verlängerung mit dem Kampf von Schweinsteiger und dem goldenen Tor von Götze angesehen. Der erste WM-Titel, den ich bewusst wahrgenommen habe. Verrückt, dass das schon sechs Jahre her ist.

Sonst noch einen Tipp gegen die Langeweile? Sport treiben. Geht ja auch zu Hause mit ein paar einfachen Übungen ganz gut und man fühlt sich auf jeden Fall besser im Anschluss.

Welche Lebensmittel würden Ihnen am meisten fehlen, wenn es sie nicht mehr im Laden gäbe? Schwer zu sagen, aber ich denke Pasta!

14 Tage Quarantäne – wo würden Sie diese Zeit am liebsten verbringen, wenn Sie es sich aussuchen könnten? Kommt drauf an, wie die Situation weltweit wäre, aber sofern weiterhin alle Teile der Erde betroffen wären, tatsächlich in den eigenen vier Wänden.

Und welche drei Prominenten würden Sie mitnehmen? Quarantäne muss man ja eigentlich alleine verbringen. Ansonsten wäre es sicherlich interessant mit Jürgen Klopp, Jose Mourinho und Pep Guardiola.

Ihre Lehre aus Corona? Hört sich kitschig an, aber in der Tat sich die Zeit zu nehmen für wirklich wichtige Dinge wie die Familie. Außerdem finde ich sollte „Solidarität“ keine Erwähnung wert sein, sondern zum Standard der menschlichen Verhaltensweisen gehören. Genauso wie der Kampf gegen jegliche Art der Diskriminierung wie Rassismus oder Homophobie.

Hat die Krise für Sie auch etwas Gutes? Ja. Die Krise hat definitiv entschleunigt. Die Frage ist, ob und wie lange wir uns diese gewisse Gelassenheit erhalten können und ob das Thema „immer höher, schneller, weiter“ sich dadurch tatsächlich etwas selbst reguliert.

Wohin würden Sie gerne als Erstes reisen, wenn es wieder problemlos möglich ist? Ganz oben auf der Liste steht bei uns dann wieder Italien mit seinen vielfältigen Möglichkeiten.

Wenn die Krise vorbei ist – worauf freuen Sie sich am meisten? Auf den Stoppelmarkt 2021.

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