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Heimspiel - Der Corona-Fragebogen

Heute mit: Malte Schlömer.

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Vechta statt Südafrika: Triathlet Malte Schlömer. Foto: Eick

Vechta statt Südafrika: Triathlet Malte Schlömer. Foto: Eick

Malte Schlömer ist 25, Triathlet und startet für BW Lohne. Der Langfördener wohnt in Vechta und studiert in Oldenburg Berufliches Lehramt für Wirtschaftswissenschaften und Sport.

Was vermissen Sie derzeit am meisten? Die Großveranstaltungen. Sei es ein Besuch im Rasta-Dome, im Weserstadion, die Vorfreude auf den Stoppelmarkt, das Tote-Hosen-Konzert oder auch schöne Partys.

Und was vermissen Sie gar nicht? Die Krönung einer neuen Erdbeerkönigin. Pauline I. ist auch zu Krisenzeiten eine herausragende Persönlichkeit für dieses hohe Amt. Ansonsten genieße ich es, weniger laufen zu „müssen“, da es keine Wettkämpfe gibt. Derzeit trinke ich gerne mal abends ein Bierchen am Grill, statt einen Trainingslauf zu unternehmen.

Was mussten Sie bislang absagen? Von Oktober bis Mitte März habe ich mich auf den Ironman Südafrika am 29. März intensiv mit einem persönlichen Trainer vorbereitet. Ich habe im Schnitt 14 Stunden pro Woche trainiert. Jeden Sonntag hat mich mein Trainer 30 bis 35 Kilometer laufen lassen. Pro Woche um die 60 bis 70 Kilometer. Zwei Wochen vor dem Start musste die Reise dann abgesagt werden, obwohl ich besser als je zuvor auf die Langdistanz vorbereitet war.

Ihr Lesetipp für die Krise? Meine Dozenten und Dozentinnen würden sich sicherlich freuen, wenn ich erst mal mit ihren Lesehinweisen anfangen würde…

Welche Musik hilft Ihnen durch diese Zeit? Es gibt so viel gute Musik. Ich singe auch liebend gerne laut mit und habe dabei richtig gute Laune. Zum Leid meiner Nachbarn. Zurzeit höre ich neben den Hits der 90er gerne die Musik von Elton John.

Ihr Filmtipp für lange Abende zu Hause? Rocketman. Die Kostüme, das Bühnenbild und der Musicalcharakter haben bei mir eine echte Elton-John-Begeisterung entfacht. Die Welt braucht definitiv mehr bunte, verrückte Personen wie ihn.

Gibt es ein Sportereignis, das Sie sich gerne noch einmal auf Video anschauen würden? Die Derbywochen von 2009 zwischen Werder und dem HSV. Das war aus grün-weißer Sicht eine Sternstunde, den Erzrivalen in 19 Tagen aus dem Europa-League-Halbfinale und dem Pokal-Halbfinale zu werfen und in der Bundesliga zu besiegen. Es ist schon schade, was aus den beiden Traditionsvereinen geworden ist. Beide gehören für mich in die 1. Liga.

Sonst noch einen Tipp gegen die Langeweile? Mit meiner Freundin habe ich zu Beginn der Krise sämtliche Ecken des Landkreises Vechta und Umgebung erkundet. Ich glaube, dass viel mehr Personen sich mal ihr Fahrrad nehmen sollten, um sich mal wieder bewusst zu werden, in was für einer schönen Heimat wir hier leben. Zwischen Dümmer, dem Langfördener Dom und dem Goldenstedter Moor gibt es viel zu erleben. Ansonsten wollte ich mit meinem Rennrad noch einmal von München nach Langförden fahren. Das reizt mich schon seit meiner SgH-Radwette aus dem Jahr 2017.

Welche Lebensmittel würden Ihnen fehlen, wenn es sie nicht mehr im Laden gäbe? Meine Freundin Inga und ich haben unsere Dachterrasse mit vielen Pflanzen begrünt. Wir werden zu echten Selbstversorgern. Erdbeeren, Himbeeren, Heidelbeeren, Tomaten – bald können wir in den Obsthandel einsteigen.

Ihre Lehre aus Corona? Gesundheit ist mit Abstand das höchste Gut, das wir haben.

Hat die Krise für Sie auch etwas Gutes? Corona gibt vielen Menschen die Zeit durchzuatmen – bei mir im doppelten Sinn. Da man aktuell kaum etwas verpasst, hatte ich Zeit, mir die Nasenscheidewand begradigen zu lassen. Ich freue mich, seit vielen Jahren mal wieder tief durchatmen zu können.

Wohin würden Sie gerne als Erstes reisen, wenn es wieder geht? Ich würde gerne 2021 noch mal einen Ironman machen. Wo, ist mir relativ egal. Am liebsten würde ich mal zur ISS oder zum Mond reisen, um selbst zu sehen wie atemberaubend unser kleiner Planet ist.

Wenn die Krise vorbei ist – worauf freuen Sie sich am meisten? Auf den Stoppelmarkt und volle Stadien.

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