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Heimspiel - Der Corona-Fragebogen

Heute mit Anna Horstmann

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Sprachentalent: Anna Horstmann. Foto: Horstmann

Sprachentalent: Anna Horstmann. Foto: Horstmann

Anna Horstmann kommt aus Steinfeld und spielt Handball bei den Damen von GW Mühlen, die zur neuen Saison aus der Landesliga wieder in die Oberliga Nordsee aufsteigen. Die 23-Jährige absolviert in Osnabrück eine schulische Ausbildung zur Übersetzerin und Dolmetscherin. Ihre Sprachen: Englisch, Französisch und Spanisch.

Was vermissen Sie in der Corona-Krise am meisten? Unternehmungen, gemeinsame Feste oder Vorhaben, denen man entgegenfiebern kann. Außerdem der persönliche Kontakt zu denjenigen, die mir wichtig sind. Ein Skype-Gespräch ist einfach nicht das selbe.

Und was vermissen Sie gar nicht? Das ständige „Von-einem-Termin/Ort-zum-nächsten-Hetzen“.

Was mussten Sie bislang absagen? Eine Reise nach London zu meiner ehemaligen Gastfamilie, die Geburtstagsparty meiner Eltern und die letzten Spieltage der Handballsaison.

Ihr Lesetipp für die Krise? Michelle Obama: „Becoming“, Matt Haig: „Notes on a nervous planet“ und Harry Potter (der geht einfach immer).

Welche Musik hilft Ihnen durch diese Zeit? Die Handball-Aufwärm-Playlist meiner Mannschaft (enthält größtenteils House und Electro, z. B. „One to make her happy“ oder „The Passenger“ von Lum!x) – da ist gute Laune vorprogrammiert.

Ihr Film-/Serientipp für lange Abende zu Hause? Sherlock, When they see us.

Gibt es ein Sportereignis, das Sie sich gerne noch einmal auf Video anschauen würden? Den Sieg im Rückspiel der Aufstiegsrelegation 2018 gegen den TuS Komet Arsten, der den Aufstieg in die Oberliga ermöglichte. Ich selbst konnte leider nicht dabei sein und habe über den Liveticker mitgefiebert, war aber natürlich mächtig stolz auf die Mädels.

Sonst noch einen Tipp gegen die Langeweile? Spazieren gehen, Joggen, Inliner fahren. Dabei verfliegt die Zeit, man bekommt den Kopf frei und kann die Corona-Krise mal kurz vergessen. Außerdem ist meine Ausbildung sehr zeitintensiv, eine Sprache lernt sich schließlich nicht über Nacht. Also warum nicht die Zeit nutzen, um die eingerosteten Sprachkenntnisse mal wieder aufzupolieren oder eine ganz neue Sprache zu lernen?

Welche Lebensmittel würden Ihnen am meisten fehlen, wenn es sie nicht mehr im Laden zu kaufen gäbe? Kaffee, Erdnussbutter, Käse, Obst und Gemüse – ganz besonders Äpfel und Broccoli.

Ihre Lehre aus Corona? Es fühlt sich ein bisschen so an, als würde die Erde uns mit Hilfe des Virus einsperren. Ganz genau so, wie wir es mit Menschen machen, die ein Verbrechen begehen. Wir sollten uns deswegen fragen, was wir verbrochen haben, uns unsere Fehler eingestehen, daraus lernen und endlich Taten folgen lassen.

Hat die Krise für Sie auch etwas Gutes? Corona gibt uns die Chance, den Blick für das Wesentliche zurückzugewinnen und wieder schätzen zu lernen, wie gut wir es eigentlich haben.

Wohin würden Sie gerne als Erstes reisen, wenn es wieder möglich ist? Ich werde meine Reise nach London nachholen.

Wenn die Krise vorbei ist – worauf freuen Sie sich am meisten? Mich wieder frei und ohne Beschränkungen bewegen zu können, ohne Maske im Unterricht sitzen zu dürfen und wieder mit meinen Handballmädels auf der Platte zu stehen.

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