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Hansa lässt in Überzahl rein gar nichts zu

Fußball-Landesligist Friesoythe gewinnt 3:0 (1:0) gegen den SV Bevern. Die Rote Karte für Sebastian Sander war der Knackpunkt.

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Aktivposten: Noah Maletzko (grünes Trikot gegen Paul Tepe) feierte mit Hansa Friesoythe einen verdienten 3:0-Erfolg im Derby der Landesliga gegen den SV Bevern. Foto: Wulfers

Aktivposten: Noah Maletzko (grünes Trikot gegen Paul Tepe) feierte mit Hansa Friesoythe einen verdienten 3:0-Erfolg im Derby der Landesliga gegen den SV Bevern. Foto: Wulfers

Das zu Saisonbeginn ausgegebene Ziel „Klassenerhalt“ dürften Friesoythes Fußballer – wenn auch nicht öffentlich – so doch zumindest intern spätestens jetzt korrigieren. Grund: Der völlig verdiente 3:0 (1:0)-Erfolg gegen den SV Bevern war nicht nur der dritte Sieg im dritten Saisonspiel, sondern auch saisonübergreifend der 18. Sieg (!) in Folge. In der im Kreisderby gezeigten Form gilt Hansa als handfester Kandidat für das Erreichen der Aufstiegsrunde.

Nach einer verhaltenen Anfangsphase, in der beiden Seiten der gegenseitige Respekt anzumerken war, nahm die Partie Fahrt auf. Robert Plichta scheiterte mit einem Kopfball an Beverns Schlussmann Tim Kröger (11.), auf der Gegenseite setzte Albi Dosti – allein vor dem Tor – den Ball am Hansa-Gehäuse vorbei (13.). Die nächste Offensivbemühung der Hausherren war dann von Erfolg gekrönt. Eine überragende Vorarbeit von Robert Plichta nutzte Keven Oltmer zur Friesoyther Führung (17.). Knackpunkt der Partie dann die 25. Minute: Sebastian Sander kassierte nach einem leichten Schubser und einem Foul an Andre Thoben die Rote Karte. Ein harter, allerdings auch keineswegs als krasse Fehlentscheidung einzustufender Platzverweis von Schiedsrichter Jan-Hendrik von Aschwege. Selbst die Beteiligten stuften die Entscheidung als grenzwertig ein. Sander: „Ich wollte mich einfach von meinem Gegenspieker lösen, da hätte es die Gelbe Karte auch getan.“ Eine Sichtweise, der auch Gegenspieler Thoben, der vor der Partie für seinen 150. Einsatz im Friesoyther Trikot geehrt wurde, zustimmte. „Ich habe einen Kontakt gespürt, aber Rot war schon sehr hart, da hätte Gelb auch ausgereicht.“

Sei's drum: Die Gastgeber genossen das Privileg, über eine Stunde in Überzahl spielen zu können, und spulten ihr Programm mit der Abgezocktheit eines Spitzenteams runter. Noah Maletzko, bis dato Teil der Vierer-Abwehrkette, tummelte sich in Ermangelung defensiver Aufgaben nahezu ausnahmslos in vorderster Front. Hansa kontrollierte die Partie, ließ nicht eine Beverner Torchance zu, vermochte allerdings bis zur Pause die ganz große Torgefahr ebenfalls nicht zu entfachen.

Das änderte sich nach dem Wechsel schlagartig: Der agile Magnus Schlangen scheiterte noch an Beverns Schlussmann Tim Kröger (47.), doch vier Minuten später stellte Janek Siderkiewicz mit seinem Treffer zum 2:0 die Weichen auf Sieg. Der Rest war Formsache für die Hausherren, für die Keven Oltmer, nach erneut überragender Vorarbeit von Robert Plichta, für das entscheidende 3:0 verantwortlich zeichnete (65.). Sogar weitere Treffer waren jetzt möglich, doch Hansa beließ es beim Dreierpack.

Dass der Sieg allemal verdient war, darin waren sich beide Trainer einig. „Am Anfang hatten beide Mannschaften Respekt voreinander. Gegen zehn Beverner haben wir es dann richtig gut gemacht, viele Chancen herausgespielt und verdient gewonnen“, freute sich Hansa-Coach Hammad El-Arab. Beverns Trainer Olaf Blancke: „Ich hatte gehofft, dass wir länger den 0:1-Rückstand halten und Friesoythe dann vielleicht nervös geworden wäre. Dem war aber nicht so und deshalb haben wir auch verdient verloren.“

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