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Hansa erreicht mehr Punkte als der Meister

Friesoythes Trainer Hammad El-Arab bringt wenig Sympathie für den gespielten Modus in der Landesliga auf.

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Hansa-Jubel: Vor allem in der bärenstarken Hinrunde der Fußball-Landesliga ein gewohntes Ritual bei Friesoythes Kickern. Foto: Wulfers

Hansa-Jubel: Vor allem in der bärenstarken Hinrunde der Fußball-Landesliga ein gewohntes Ritual bei Friesoythes Kickern. Foto: Wulfers

„Wir können mit der Saison zufrieden sein“, zog Hammad El-Arab, Trainer des Fußball-Landesligisten Hansa Friesoythe, sein Fazit über die gerade abgelaufene Serie, die seine Mannschaft als Tabellendritter der Aufstiegsrunde beendet hat.

Zufriedenheit ja, aber restlose Begeisterung mag beim Hansa-Coach so gar nicht aufkommen. Insgeheim hatten er und sein Team wohl doch mehr erwartet. Dass es nicht zum erhofften Coup und somit zum Sprung in die Oberliga reichte, für El-Arab in allererster Linie dem Spielmodus geschuldet. Die Hinrunde hatte Hansa als klarer Tabellenführer der Staffel I absolviert. Da aber nur die Punkte gegen die ebenfalls für die Meisterrunde qualifizierten Mannschaften mitgenommen wurden, schmolz der zuvor so satte Friesoyther Vorsprung zusammen. „Wir haben gegen die vor uns platzierten Mannschaften aus Bevern und Papenburg zwölf Punkte geholt. Über die gesamte Saison gesehen, haben wir vier Punkte mehr geholt als der Meister und Aufsteiger Papenburg. Insofern kann man schon sagen, sind wir Leidtragender des Modus. Zumindest alle Punkte aus der Vorrunde hätte man mitnehmen können. Dieser jetzt gespielte Modus bringt zwar jede Menge Spannung, ist aber nicht gerecht.“

Die Hinrunde hatte Hansa als klarer Tabellenführer der Landesliga I absolviert

Dass es nicht zur Meisterschaft reichte, lag vor allem an den beiden aus Friesoyther Sicht teilweise unglücklichen Niederlagen gegen Holthausen-Biene (1:2 und 2:4). „Wir haben einige Elfmeter gegen uns bekommen, da hätte uns das ein oder andere Mal der Videobeweis gutgetan“, schmunzelt El-Arab. Allerdings konstatierte der Coach, dass seine Mannschaft die überragende Form der Hinrunde nicht ganz in die Aufstiegsrunde transportieren konnte. „Die Leichtigkeit war sicher nicht mehr so da, wie noch in der Hinrunde. Da spielt der Kopf natürlich eine entscheidende Rolle. Allerdings muss man auch feststellen, dass die Qualität der Mannschaften in der Aufstiegsrunde natürlich höher war.“

So war's unterm Strich dann doch eine erfolgreiche Saison, mit der der ehrgeizige Coach inzwischen seinen Frieden geschlossen hat: „Unser Saisonziel war das Erreichen der Aufstiegsrunde. Jetzt haben wir die Serie auf einem ,Champions-League-Platz' beendet und das ist nach unserem Aufstieg 2020 und der ersten kompletten Landesligasaison schon richtig gut.“ Sprach's und richtete den Blick sogleich auf die kommende Spielzeit. „Jetzt haben die Jungs erst einmal vier Wochen Pause. Ende Juni ist dann Trainingsauftakt. Wir freuen uns auf die nächste Saison.“ Die sollte dann allerdings mit einer „normalen“ Hin- und Rückrunde über die Bühne gehen. Zumindest der Hansa-Trainer hätte nichts dagegen...

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