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Handballfrauen des TVC bauen ihren Kader um

Torhüterin Stefanie Aumann kommt. Verstärkung aus der Hauptstadt mit Allrounderin Sophie Kieschke.

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Feste Größe: Britt-Sophie Kohlsdorf (weißes Trikot) stammt aus der TVC-Jugend und hat sich längst in der ersten Frauenmannschaft der Cloppenburgerinnen etabliert. Foto: Langoch

Feste Größe: Britt-Sophie Kohlsdorf (weißes Trikot) stammt aus der TVC-Jugend und hat sich längst in der ersten Frauenmannschaft der Cloppenburgerinnen etabliert. Foto: Langoch

Ein komplettes Jahr Leerlauf. Für die Handballerinnen des TV Cloppenburg ist die Saison 2020/21 vorbei, noch bevor sie begonnen hatte. Das Auftaktspiel mit dem Landesligaderby gegen den SV Höltinghausen, geplant am 24. Oktober, wurde kurz vorher abgesagt – es folgte das Aus für die komplette Punktspielserie.

Da der Niedersächsische Handballverband längst beschlossen hat, die Runde 2020/21 nicht mehr auszutragen, bereiten sich die Cloppenburgerinnen auf den Wiedereinstieg in den Punktspielbetrieb im Herbst vor. Training, geschweige denn Spiele, ist aktuell nicht möglich. Aber der TVC hat die Zeit genutzt, um den Kader für die Saison 2021/2022 aufzustellen. Anna Anuszewska, die Theo Niehaus auf dem Trainerposten nachgefolgt war, möchte dann mit der Mannschaft loslegen, nachdem Corona sie so unliebsam ausgebremst hatte.

Die 43-Jährige, zu Zweitligazeiten als Spielerin beim TV Cloppenburg unter Vertrag, wird mit einem veränderten Aufgebot arbeiten. Drei Spielerinnen verlassen den Verein. Rückraumspielerin Anna Boch möchte in erster Linie studienbedingt kürzertreten und schließt sich daher der HSG Hude/Falkenburg II (Landesklasse Nord) an. Jule Klostermann beendet die Schule und möchte den Aufwand nicht mehr treiben. Ob und bei welchem Verein sie weiter Handball spielt, steht noch nicht fest. Dritter Abgang ist Stefanie Stubbe, die erst im vergangenen Sommer aus der TVC-A-Jugend ins Aufgebot der ersten Mannschaft aufgerückt war und daher noch kein Landesligaspiel bestritten hat. Stubbe legt nun aber ein Auslandssemester ein.

Die Verluste aber fängt der TVC auf. Vor allem von Sophie Kieschke versprechen sich die Cloppenburgerinnen einiges. Die routinierte Allrounderin (Jahrgang 1989) ist zwar auf den Außenpositionen zu Hause, aber sehr flexibel einsetzbar. Die Berlinerin hat zuletzt beim Oberligisten BFC Preußen in der Hauptstadt gespielt, hat aber kürzlich eine Arbeitsstelle beim Lebensmittelwerk Ruf in Quakenbrück angetreten – und fiel so dem TVC quasi in den Schoß. „Sophie wird eine echte Verstärkung für uns sein“, meint Cloppenburgs Spielerin und Teamsprecherin Wiebke Neelen. „Wir haben einen echt guten Eindruckvon ihr. Vor allem ist sie topfit. Sie läuft viel und absolviert reichlich Krafttraining.“

Kommt vom Obenligisten TV Dinklage: Die frühere Garrelerin Stefanie Aumann schließt sich dem TV Cloppenburg an. Foto: WenzelKommt vom Obenligisten TV Dinklage: Die frühere Garrelerin Stefanie Aumann schließt sich dem TV Cloppenburg an. Foto: Wenzel

Darüber hinaus darf Lisa Fehlinger als weiterer Zugang gelten. Zwar wechselte sie schon im Sommer vom BV Garrel zum TVC, hätte aber wegen einer Babypause in dieser Saison ohnehin nur sporadisch gespielt – wenn überhaupt. Auf der Position der Torfrau freuen sich die Cloppenburgerin auf eine Topverpflichtung: Vom Oberligisten TV Dinklage kommt Stefanie Aumann. Die gebürtige Garrelerin, die lange Jahre beim BVG aktiv war und auch bei den SFN Vechta spielte, bringt jede Menge Erfahrung aus der Oberliga und 3. Liga mit. Da „Hexer“ mittlerweile in Cloppenburg wohnt und seit der Saison 2020/21 auch als Torwarttrainerin beim TVC mitmischt, lag dieser Wechsel nahe.

Einen neuen Anlauf nimmt unterdessen Wiebke Neelen, und das im wahrsten Sinne des Worte. Die Linkshänderin hatte in der Coronazwangspause Gelegenheit, ihre hartnäckigen Verletzungen auszukurieren. „Außerdem habe ich das Laufen für mich entdeckt“, meint Neelen lachend. Im Juni hat sie den Halbamarathon in Hamburg ins Visier genommen. Aber: „Ich freue mich auch darauf, wenn zum Laufen auch wieder der Handball ins Spiel kommt.“ Eine Rückkehr von Swetlana Lengutin ist vorerst vom Tisch. In der Saison 2020/21 hatte sie eine beruflich bedingte Pause eingelegt, nun erwartet sie ihr drittes Kind.

Mit Doppelspielrecht werden Lea-Marie Potempa und Kathleen Grave den Kader ergänzen. Die beiden Nachwuchsspielerinnen sollen sowohl in der ersten Frauen- als auch in der A-Jugendmannschaft des TVC zum Zuge kommen.

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