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Handballer beschließen Lockdown bis zum Jahresende

Der Handball-Landesverband stellt den Spielbetrieb mit sofortiger Wirkung ein. Er korrigiert damit eine umstrittene Entscheidung.

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Es war ein kurzes Vergnügen: Für Lena Fortmann und die TVD-Damen ist nach zwei Spielen schon wieder Schluss. Foto: Wenzel

Es war ein kurzes Vergnügen: Für Lena Fortmann und die TVD-Damen ist nach zwei Spielen schon wieder Schluss. Foto: Wenzel

Am Mittwochmorgen schloss sich das Präsidium kurz, wenig später verkündete der Handball-Verband Niedersachsen (HVN) per E-Mail den kompletten Lockdown. Noch bevor die große Politik am Mittwoch über weitere Einschränkungen für den Amateursport beriet, zogen die Handballer von sich aus die Notbremse. Wie der HVN mitteilte, wird der Spielbetrieb in sämtlichen HVN-Klassen im Jugend- und Seniorenbereich angesichts der steigenden Covid-19-Fallzahlen mit sofortiger Wirkung ausgesetzt – und zwar bis mindestens zum 31. Dezember. Im Bereich des HVN (Oberligen bis Landesklassen) findet damit in diesem Jahr kein Handball-Spielbetrieb mehr statt.

Der HVN forderte seine Gliederungen auf, sich der Entscheidung anzuschließen. Die Handballregion West-Niedersachsen hatte zuvor bereits beschlossen, den Spielbetrieb bis zum 16. November auszusetzen. Es ist zu erwarten, dass dies nun bis Ende des Jahres verlängert wird. „Ich halte die Entscheidung für durchaus sinnvoll“, sagte Heinz Rawe, Stellvertretender Vorsitzender Spieltechnik in der Region.

Erst vor einer Woche hatte der HVN beschlossen, die Entscheidung, ob Spiele ausgetragen werden, den Vereinen zu überlassen. Dieser Beschluss war an der Basis überwiegend auf Unverständnis gestoßen. Zahlreiche Spiele wurden kurzfristig verlegt. „Jetzt haben die Vereine mit den Füßen abgestimmt. Diese Abstimmung akzeptieren wir“, wird HVN-Präsident Stefan Hüdepohl nun zitiert.

Eine Task-Force berät nun, wie es weitergehen könnte

Der Absage-Entscheidung des HVN war die Beratung einer Task-Force vorausgegangen, der neben Hüdepohl auch die Vizepräsidenten Harald Schieb (Recht) und Jens Schoof (Spieltechnik) sowie die Geschäftsführer Markus Ernst und Gerald Glöde angehören. Die Task-Force soll regelmäßig tagen, die Situation beurteilen und Vorschläge für die Fortsetzung des Spielbetriebs erarbeiten. Denkbar seien etwa die Austragung der Meisterschaft in einer Einfachrunde (ohne Rückspiele) oder eine Verkleinerung der Staffeln mit Ermittlung der Meister und Absteiger in Playoffspielen. „Das ist aber alles Zukunftsmusik“, sagt Hüdepohl.

Andreas Espelage, Trainer des Oberligisten GW Mühlen, begrüßt die Absage. „Das ist die einzig richtige Entscheidung“, findet er. Einzig über die Dauer der Pause könne man diskutieren. Solange der Inzidenzwert über 35 liegt, will GWM auch den Trainingsbetrieb ruhen lassen. Testspiele sind laut HVN übrigens weiter erlaubt – so die Hallen denn geöffnet bleiben.

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