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Handball-Verband hält an seinen Restart-Plänen fest

Ein vorzeitiger Saisonabbruch ist für den HVN kein Thema. Präsident Hüdepohl glaubt an eine Hallenöffnung im Januar.

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Geht's noch weiter? Pia-Marleen Kreutzmann vom Oberligisten TV Dinklage. Foto: Wenzel

Geht's noch weiter? Pia-Marleen Kreutzmann vom Oberligisten TV Dinklage. Foto: Wenzel

Ein vorzeitiger Abbruch der Saison ist für den Handball-Verband Niedersachsen (HVN) trotz der weiterhin hohen Corona-Zahlen kein Thema. Während der Nordwestdeutsche Volleyball-Verband (NWVV) die Spielzeit 2020/21 in der vergangenen Woche frühzeitig für beendet erklärte, halten die Handballer weiterhin an ihrem Ziel fest, die Saison sportlich zu Ende zu bringen. Das ist das Ergebnis einer Online-Konferenz des HVN mit den Vorsitzenden und Spieltechnikern der Regionen am Samstag.

Der HVN habe weiterhin die „Absicht, in den Ober- und Verbandsligen des Verbandes im Februar mit dem Spielbetrieb wiedereinzusetzen und die Saison 2020/2021 in der Form einer Einfachrunde zu Ende zu spielen“, teilte der Verband mit.

Zugleich wolle der HVN dem Wunsch der Vereine entsprechen, ihnen vor einem Restart eine drei- bis vierwöchige Vorbereitungsphase zu ermöglichen. Derzeit sind die Hallen coronabedingt auch für den Trainingsbetrieb geschlossen.

HVN-Präsident Stefan Hüdepohl forderte die HVN-Gliederungen auf, während des Lockdowns den direkten Kontakt mit den Vereinen und den Trägern der Sportstätten zu halten. „Um heute die Voraussetzungen zu schaffen, 2021 frühzeitig den Spielbetrieb wieder aufzunehmen“, sagte Hüdepohl. Dies gelte auch für die Spielklassen der Gliederungen. Damit sind etwa die Regionsligen gemeint.

Hüdepohl geht aktuell noch davon aus, dass die niedersächsischen Kommunen und das Bundesland Bremen die Sportstätten ab Mitte Januar für den Vereinssport zugänglich machen. Der HVN stehe im Austausch mit dem Landessportbund und dem Innenministerium. „Unsere Hoffnung, nach Ende der Ferien die Schulsportstätten wieder nutzen zu können, scheint aktuell nicht ganz unberechtigt“, sagte Hüdepohl.

Andreas Espelage, Trainer des Damen-Oberligisten GW Mühlen, betrachtet die HVN-Restart-Pläne unterdessen mit Skepsis: „Ich glaube nicht, dass wir Mitte Februar mit dem Spielbetrieb starten können“, sagt der Dinklager: „Auch wenn es schön wäre. Aber mir fehlt der Glaube an eine dafür erforderliche schnelle und vor allem deutliche Verbesserung der Lage.“

Laut HVN-Spieltechniker Jens Schoof muss die Saison spätestens Ende Juni abgeschlossen sein. „Nach unseren Berechnungen müssten wir für die Ober- und Verbandsligen spätestens Anfang März den Spielbetrieb wiederaufnehmen“, sagt Schoof: „Sonst bleibt uns keine Luft mehr, auch nur auf irgendetwas zu reagieren.“ In den Jugendklassen ist der letzte Spieltag für den 9. Mai geplant. „Ende Mai gehen wir in die Relegationen für die Saison 2021/2022. Und das in der Hoffnung, dass dann ein geordneter Spielbetrieb wieder möglich ist“, wird Jugendspielwart Olaf Bunge zitiert.

Offen ist noch, wie es in den Gliederungen weitergeht. Denn hier gibt es sehr unterschiedliche Sieben-Tages-Inzidenzen.

Sollte die Frage eines Saisonabbruchs doch akut werden, sollen die Gliederungen laut Hüdepohl in diese Entscheidung eingebunden werden.

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