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Handball: SFN Vechta holt Christoph Nisius als neuen Trainer

Der 38-Jährige tritt die Nachfolge von Kai Freese an, der nach sechseinhalb Jahren bei SFN beurlaubt worden war.

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Der Neue bei SFN Vechta: Christoph Nisius, hier noch als Trainer der HSG Delmenhorst. Foto: Rolf Tobis

Der Neue bei SFN Vechta: Christoph Nisius, hier noch als Trainer der HSG Delmenhorst. Foto: Rolf Tobis

Am Samstag teilte SFN Vechta in einer Pressemitteilung die Beurlaubung seines Trainers Kai Freese mit, drei Tage später leitete sein Nachfolger bereits das erste Training: So überraschend, wie sich der Handball-Drittligist nach sechseinhalb Jahren von seinem bisherigen Coach getrennt hatte, so zügig wurde jetzt die Nachfolge geregelt. Ab sofort wird das ranghöchste Handballteam aus dem Kreis Vechta von Christoph Nisius trainiert, einem 38-jährigen gebürtigen Lübecker, der reichlich Erfahrung als Spieler und Trainer mitbringt.

Am Sonntag trafen sich der SFN-Vorsitzende und Abteilungsleiter Jörn Borchardt sowie Abteilungs-Vize Klaus Sieve mit Nisius zu Gesprächen in Vechta. „Wir haben uns relativ zügig geeinigt, es waren gute Gespräche“, berichtete Jörn Borchardt. Schon am Dienstag stellte sich der Neue dann im Training der Mannschaft vor. „Und dann haben wir auch gleich zwei Stunden trainiert“, berichtete Christoph Nisius.

Zwischen den Feiertagen wird er mit einem reduzierten Kader leicht weitertrainieren. „Ab dem 3. Januar geht es dann richtig los“, so Nisius. Ihr nächstes Pflichtspiel bestreiten die SFN-Damen am 22. Januar gegen den VfL Oldenburg II.

„Die Mannschaft ist sehr aufgeschlossen und offen, auch mir gegenüber. Das ist erst mal das Wichtigste.“Christoph Nisius

Die Zielsetzung für den Rest der Saison formuliert der Neue so: „Klares Ziel kann nur sein, den Abstieg zu verhindern und nach Möglichkeit nicht in die Abstiegsrunde zu geraten.“ Dafür müsste SFN mindestens Platz sechs erreichen. Die Teams auf den Plätzen sieben bis zwölf spielen nach der Hauptrunde noch um den Klassenerhalt. Derzeit ist Vechta Fünfter, mit nur einem Punkt Vorsprung auf die Gefahrenzone. „Das wird kein Spaziergang, aber ich glaube an das Talent und die Stärke der Mannschaft“, sagt Nisius.

Christoph Nisius, der als Bezirksleiter eines Chemieunternehmens arbeitet, schaffte es als Torwart bis in die 2. Bundesliga und als Feldspieler bis in die Oberliga. Als Trainer coachte der B-Lizenzinhaber nach Stationen beim SC Buntekuh und TSV Ratekau unter anderem die Frauen-Drittligisten TSV Travemünde und TSG Wismar.

Zudem war er als Auswahltrainer und Dozent für den Handball-Verband Schleswig-Holstein tätig. Nach zwei Jahren als Jugendkoordinator beim MTV Lübeck zog der Vater einer dreijährigen Tochter in diesem Jahr mit seiner Familie nach Delmenhorst, wo er kurzzeitig die Damen der HSG in der Landesliga übernahm. Im November erfolgte die Trennung, da es offenbar unterschiedliche Auffassungen zum Thema Leistungssport gab.

„Mit Christoph Nisius haben wir einen engagierten und erfahrenen B-Lizenz-Trainer gefunden“, glaubt Jörn Borchardt. Auch Christoph Nisius hatte einen guten ersten Eindruck von seinem neuen Team: „Die Mannschaft ist sehr aufgeschlossen und offen, auch mir gegenüber. Das ist erst mal das Wichtigste“, sagt er.

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