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Handball: Der TVD ist in Derby-Form, GW Mühlen noch nicht ganz

Eine Woche vor dem Oberliga-Duell gegen den Nachbarn feierten die  Dinklagerinnen nach 8:10-Rückstand einen  27:17-Sieg beim TV Neerstedt. Mühlen verlor knapp gegen Hude.

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Durchbruch auf Linksaußen: Die Mühlenerin Louisa-Marie Schuh im Heimspiel gegen die HSG Hude/Falkenburg. Foto: Schikora

Durchbruch auf Linksaußen: Die Mühlenerin Louisa-Marie Schuh im Heimspiel gegen die HSG Hude/Falkenburg. Foto: Schikora

Frust in Mühlen, Erleichterung beim TVD: Eine Woche vor dem Handball-Derby am Samstag (19.30 Uhr) in Dinklage absolvierten die beiden Oberliga-Damenteams ihre Generalproben – mit höchst unterschiedlichem Erfolg.

TV Neerstedt - TV Dinklage    17:27

Eine Woche nach der 24:27-Blamage gegen Bützfleth verhinderte der TVD dank einer Energieleistung in der zweiten Halbzeit einen weiteren Rückschlag. Zur Pause lag Dinklage noch mit 8:10 hinten. In der Abwehr stand der Gast solide, aber vorne fehlten der Druck und die Präzision im Abschluss. „Acht Tore sind unterirdisch“, befand Trainerin Maike Bocklage: „Das war wie die dritte Halbzeit Bützfleth.“

In der Pause habe eine Spielerin dann treffend festgestellt: „Das geht so nicht.“ Und die Reaktion war beeindruckend. Mit einer 9:1-Serie schaffte der TVD die Wende zum 17:11 (44.) und landete am Ende seinen bislang höchsten Saisonsieg. Auch eine Rote Karte (ohne Sperre) gegen Theresa Thomann (54.) konnte den TVD nicht stoppen.

Ein Riesenspiel machte Lisanne Dießel, die in der Abwehr mit Lena Kampers den Innenblock bildete. So gestattete man Neerstedt erst in der 51. Minute das erste Feldtor. In der Offensive sprang vor allem Jaqueline Gottkehaskamp für die erneut fehlende Toptorschützin Anne Fangmann ein. „Jacko“ lief zahlreiche Gegenstöße und kam am Ende auf 13 Feldtore. Kurios: Ein Schiedsrichter schied nach zehn Minuten verletzt aus. Sein Partner musste die Partie dann alleine leiten.

Tore: Jaqueline Gottkehaskamp (13), Lisa Brüning (4), Lena Kampers (3/3), Lena Fortmann (2), Lisanne Dießel, Pia Kreutzmann, Theresa Thomann, Leonie Kohorst, Hanna Tellmann (je 1).

GW Mühlen - HSG Hude/Falkenburg    28:30

Die Moral stimmte, doch am Ende war Mühlen nicht clever genug, um den Favoriten in die Knie zu zwingen. „Um so ein Spiel zu gewinnen, fehlt uns die Konstanz. Wir haben unheimliche Wellenbewegungen in unserem Spiel“, sagte Trainer Thomas Kowalski und nannte die Niederlage „unnötig“.

Nach einem 3:0-Start geriet Mühlen mit 7:10 in Rückstand und fiel nach der Pause (14:15) von 18:18 auf 18:24 (42.) zurück. Besonders Kim Sanders, die die fehlende Spielmacherin Saskia Saß vertrat, bereitete Mühlen Probleme, unterstützt von der Ex-Dinklagerin Amelie Bredehorst. Kowalski beklagte zudem rund 30 Fehler und Fehlwürfe.

„Hude war nicht weit weg. Aber was wir uns mit den Händen aufgebaut hatten, haben wir mit dem Hintern wieder umgestoßen“, sagte Kowalski. So war es auch am Ende. Mit tollem Einsatz kämpfte sich GWM auf 27:27 heran (56.), kassierte dann aber gleich wieder zwei Treffer.

Tore: Paula Zerhusen (9), Charlotte Westermann (4), Anna Kruse, Maria Zerhusen (je 3), Alina Schillmöller, Louisa Schuh (je 2), Isabelle Bolles, Luzia Kühling (je 2/1), Emmi Bloemen (1).

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