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Handball: Acht Staffeln und Start im Februar

Wie der niedersächsische Verband die Saison der Frauenlandesliga plant. Bei den Landesklassen gibt es noch mehr offene Fragen.

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Wann und wie geht es weiter? In der Landesliga der Frauen, hier Höltinghausens Anneke Brockhaus gegen TVC-Torhüterin Lena Backhaus, plant der HVN mit acht Staffeln und einem Start am ersten Februarwochenende 2021.   Foto: Langosch

Wann und wie geht es weiter? In der Landesliga der Frauen, hier Höltinghausens Anneke Brockhaus gegen TVC-Torhüterin Lena Backhaus, plant der HVN mit acht Staffeln und einem Start am ersten Februarwochenende 2021.   Foto: Langosch

Wann und wie wird die Handballsaison, gerade in den unteren Spielklassen weitergehen, beziehungsweise beginnen. In den Landesligen beispielsweise ist der Start in die Serie 2020/2021, geplant für Ende Oktober, noch gar nicht erfolgt. Aufgrund der Coronalage hat der niedersächsische Verband (HVN) den Spielbetrieb bis vorerst Jahresende ausgesetzt. Der HVN hat eine „Task Force Spielbetrieb“ ins Leben gerufen, die inzwischen mehrere Modelle entwickelt hat, wie die Saison fortzusetzen ist.

Für die Oberligen sowie die Verandsliga Männer hat der HVN für den kommenden Samstag (28. November) eine Videokonferenz angesetzt, in der mögliche Varianten vorgestellt und diskutiert werden. Nach den Aufstiegen der Männer vom TV Cloppenburg und Frauen vom BV Garrel in die 3. Liga ist aktuell kein Cloppenburger Vertreter in diesen Ligen dabei.

Bei den Landesliga-Frauen 64 Teams in fünf Staffeln

Für die Landesliga-Frauen, in der der TV Cloppenburg und der SV Höltinghausen mitspielen, gibt es hingegen bereits einen klaren Plan. Die 64 Mannschaften sind bislang in fünf Staffeln aufgeteilt. Dies wird geändert, und zwar bildet der Verband acht Achtergruppen. Beginnend am ersten Februarwochenende soll bis Anfang Juni eine Saison mit Hin- und Rückrunde gespielt werden. Die acht Staffelsieger qualifizeren sich für eine Aufstiegsrunde, in der vier Plätze in der Oberliga vergeben werden. Die acht Schlusslichter steigen ab. Ähnlich ist das Verfahren im Bereich der Landesliga Männer. Dort geht es aber um die Frage, ob aus den bisherigen sieben künftig zehn oder elf Staffeln gebildet werden. Dazu hat die Task Force eine Online-Umfrage bei den Vereinen gestartet.

Darauf hat der HVN im Frauenbereich verzichtet. „Da ist eine eine Abfrage auch nicht nötig“, sagt Jens Schoof, Vizepräsident Spieltechnik im HVN. „Zur Einteilung in acht Staffeln gibt es keine Alternative.“ Wie die neuen Gruppen aussehen und wann die Mannschaften einsortiert werden, steht noch nicht fest. „Die Abfrage bei den Männervereinen läuft noch bis Anfang Dezember. Vorher werden wir sicherlich nicht einteilen. Aber es gibt kein genaues Zeitfenster.“

Jens Schoof  Foto: LangoschJens Schoof  Foto: Langosch

Ungewiss ist derweil noch, wie es in den Landesklassen weitergeht. Jeweils in der Nordstaffel sind dort sowohl die Männer als auch die Frauen der HSG Friesoythe unterwegs. In diesen beiden Staffeln hat die Saison zwar schon begonnen, aber sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern sind erst je zwei Begegnungen auch tatsächlich ausgetragen worden.

HVN-Vizepräsident Schoof weist auf die Besonderheit in dieser Spielklasse hin: „Die Landesklassen werden nach dieser Saison ja abgeschafft. Wir haben ein paar Aufsteiger, sonst nur Absteiger. Wie wir in den Landesklassen verfahren, kann ich noch nicht sagen. Wir haben verschiedene Modelle im Kopf, aber wir warten ab, wie sich die Lage entwickelt. Da können wir flexibel reagieren und werden das auch tun. Ich bin kein Freund davon, irgendetwas zu versprechen, was ich dann wieder revidieren muss. Wir werden auf jeden Fall rechtzeitig auf die Vereine zugehen.“

Sorge um die Zukunft der Vereine

Allgemein ist Schoof der Meinung, dass der neuerliche Lockdown dem Sport schadet: „Die Gefahr ist groß, dass wir im Handball Spieler verlieren. Im Jugendbereich wird es vielleicht noch gehen, weil es dort keine Alternativen gibt. Auch die übrigen Sportarten sind schließlich vom Lockdown betroffen. Ich befürchte aber, dass gerade im Seniorenbereich eine Reihe von Spielern aufhören. Und wenn sie dann nicht mehr spielen, könnten sie auch als Ehrenamtliche für die Vereine verloren gehen.“

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