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Halbmarathon alles andere als eine halbe Sache

Die Freundinnen und Arbeitskolleginnen Marayke Zurborg und Andrea Mählmann liefen für den Kleinen Stern. Sie bekamen viel Unterstützung von Sponsoren – und von Viktoria Hartke als dritte Läuferin.

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Toller Einsatz für eine gute Sache: Marayke Zurborg, Andrea Mählmann und Viktoria Hartke (von links) absolvierten einen Halbmarathon und sammelten dabei für den „Kleinen Stern“ die stolze Summe von 4633,10 Euro. Foto: Ulla Moormann

Toller Einsatz für eine gute Sache: Marayke Zurborg, Andrea Mählmann und Viktoria Hartke (von links) absolvierten einen Halbmarathon und sammelten dabei für den „Kleinen Stern“ die stolze Summe von 4633,10 Euro. Foto: Ulla Moormann

Andrea Mählmann ist platt: „Damit hatten wir im Leben nicht gerechnet, wir sind überwältigt“, meint die ehemalige Spielerin und Betreuerin der Fußballfrauen vom BV Cloppenburg. Sie hat gemeinsam mit Marayke Zurborg und Viktoria Hartke einen Halbmarathon absolviert – und mit dieser sportlichen Leistung eine gute Sache unterstützt. Und zwar sammelte das Trio Geld für die Initiative „Kleiner Stern“, die auch die Münsterländische Tageszeitung mit ihrer Weihnachtaktion unterstützt. „Wir hatten uns vorher gesagt, dass es eine coole Sache wäre, wenn vielleicht 200 bis 300 Euro zusammenkämen“, erzählt Mählmann.

Doch es sollte anders und vor allem viel besser kommen: Nach dem Lauf ergab ein Überschlag die imposante Summe von 4032,50 Euro. Doch das war noch nicht das Ende der Fahnenstange. „Noch während des Laufes haben uns Leute Geld zugesteckt oder Spenden versprochen. Nun haben wir Kassensturz gemacht: Es sind sage und schreibe 4633,10 Euro geworden. Es ist ein Wahnsinn, welche Eigendynamik diese Aktion entwickelt hat.“

Erstklässlerin plündert ihre Spardose

Die Unterstützung war großartig, über 70 Personen haben sich finanziell engagiert und den Lauf der drei Frauen gefördert. „Am rührendsten war eine Spende von Ida Möller, die in Maraykes Nachbarschaft wohnt. Sie geht in die erste Schulklasse und hat aus ihrer Spardose 2,50 Euro beigesteuert“, berichtet Andrea Mählmann, in Cloppenburger Sportlerkreisen besser als „Möhrchen“ bekannt.

Wie kam es zu dieser Idee des Halbmarathons? „Marayke hatte einen Aufruf zu dieser Aktion für den Kleinen Stern gelesen und sofort gesagt, dass wir da mitmachen sollten.“ Marayke Zurborg und Andrea Mählmann laufen schon seit Jahren gemeinsam. „2019 haben wir am Berlin-Marathon teilgenommen“, meint „Möhrchen“. Die beiden arbeiten zudem bei der Polizei in der gleichen Schicht, also ist der Kontakt ohnehin sehr eng. „Wir fahren auch häufiger gemeinsam Streife“, berichtet die Peheimerin.

Über die sozialen Medien verbreiteten die beiden ihre Idee – und wurden vom Echo völlig überrascht. „Schon nach wenigen Stunden hatten sich die ersten Sponsoren gemeldet“, sagt Mählmann.

Halbmarathon als spontane Entscheidung

Ganz kurzfristig stieß zudem auch noch Viktoria Hartke als Mitstreiterin dazu. Die 16-jährige Tochter einer gut befreundeten Nachbarin von Marayke Zurborg entschloss sich spontan, den Halbmarathon mitzumachen. Eine solch‘ lange Strecke war die Zehntklässlerin zuvor noch nie gelaufen. Vor einigen Jahren hatte Hartke mal 15 Kilometer geschafft, mittlerweile beschränken sich ihre Distanzen auf vier bis fünf Kilometer. „Ich habe Viktoria tatsächlich erst am Tag des Laufes kennengelernt“, erzählt Andrea Mählmann schmunzelnd. „Dass sie das gemacht und dann auch noch geschafft hat – alle Achtung.“

So wurde also aus dem Duo ein Trio und dieses startete seinen Lauf am Heidegrund mit einer Runde um die Thülsfelder Talsperre. Hinter dem Golfplatz entlang führte die Route nach Resthausen, bevor es Richtung Cloppenburg weiterging und am Ende 21,19 Kilometer „auf dem Tacho“ standen. „Normalerweise laufen Marayke und ich entweder die Zehnkilometerrunde um die Talsperre oder wir nehmen die Strecke des Silvesterlaufes, die in Dwergte beginnt und dann um die Talsperre führt. Das sind dann 15 Kilometer. Somit haben wir unsere ,Hausstrecken‘ in den Lauf integriert“, meint Mählmann.

Im Durchschnitt 5,53 Minuten pro Kilometer

Nicht nur die Spendensumme, auch die Laufleistung von Viktoria Hartke, Marayke Zurborg und Andrea Mählmann kann sich sehen lassen. Die 21,19 Kilometer legten die drei Läuferinnen in 2:25,51 Stunden zurück, das bedeutet eine durchschnittliche Zeit von 6,53 Minuten pro gelaufenen Kilometer.

Nach dem großen Premierenerfolg steht für Hartke, Zurborg und Mählmann jetzt schon fest, dass es im nächsten Jahr eine Neuauflage geben wird. „Am 19. Dezember 2021 werden wir wieder für den Kleinen Stern laufen. Und es spielt keine Rolle, wie hoch die Spendensumme dann wird“, sagt Mählmann. Eines aber steht fest: Dieser Halbmarathon war alles andere als eine halbe Sache.

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