Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

„Haben nicht existiert“: SFN geht in Buxtehude unter

Die Drittliga-Handballerinnen haben beim Juniorteam eine 21:36-Niederlage kassiert. Kai Freese hat sich für die Leistung bei den mitgereisten Fans entschuldigt.

Artikel teilen:
Niederlage in Buxtehude: SFN-Trainer Kai Freese. Foto: Müller

Niederlage in Buxtehude: SFN-Trainer Kai Freese. Foto: Müller

Es ist ja nichts Besonderes, dass man als sportlich Verantwortlicher im Vorfeld eines Spiels die Stärken des Gegners betont. So war es auch wenig verwunderlich, dass die Drittliga-Handballerinnen von SFN Vechta vor ihrem Auswärtsspiel beim Buxtehuder SV II ihren Respekt vor den Gastgeberinnen kundtaten. Dieser Respekt dürfte am Sonntag noch mal größer geworden sein, denn SFN wurde nach der 150 Kilometer langen Anreise regelrecht überfahren: Die Kreisstädterinnen kassierten eine herbe 21:36 (9:19)-Niederlage.

Entsprechend deutliche Worte fand Kai Freese. „Ich habe nicht damit gerechnet, dass uns das so in der Form noch mal passiert. Ich dachte, wir wären schon weiter“, stellte der SFN-Trainer fest und entschuldigte sich bei den mitgereisten Fans aus Vechta für die Leistung. Sein Fazit: „Wir waren nicht da, wir haben nicht existiert.“

Nach der Pleite steht SFN Vechta in der Tabelle zwar weiterhin auf Rang fünf, von einem komfortablen Vorsprung auf die Abstiegszone kann man aber nicht sprechen: Vechta (9:9) liegt nur einen Zähler vor dem Siebten SC Alstertal-Langenhorn (8:8), der außerdem ein Spiel weniger absolviert hat. Der Sechste HSG Mönkeberg/Schönkirchen (8:6) hat sogar zwei Partien weniger ausgetragen.

Luca Vodde als einziger Lichtblick

Kapitänin Luca Vodde war mit zehn Toren die beste Werferin des Spiels, bei SFN erzielten neben ihr nur noch Paula Clasen (4) und Nele Müller (4/2) mehr als ein Tor. „Von mir ein Lob an Luca. Sie hat sich dagegen gestemmt. Sie war die Einzige, die Normalform gehabt hat“, berichtete Freese. Nele Müller schied in der Schlussphase überdies noch mit einer Roten Karte aus (56.). Und zu allem Überfluss verletzte sich Svenja Ruhöfer in der ersten Halbzeit noch an der Wurfhand (rechts), als sie unglücklich aufkam; es besteht der Verdacht auf einen Handbruch. Das alles passte irgendwie zum gebrauchten Vechtaer Tag.

Vom Start weg konnte man dem favorisierten Juniorteam des Bundesligisten den Rückenwind aus zuvor fünf teils sehr deutlichen Siegen in Folge anmerken. So machten die Nachwuchsspielerinnen mit einem 3:0-Start (5.) gleich mal Eindruck – und ließen auch danach nicht locker. Der spätere Lauf vom 6:2 (9.) zum 11:2 (14.) glich in der Sporthalle Schulzentrum Nord einer Vorentscheidung.

Kai Freese sah allein in der ersten Hälfte 14 Fehlwürfe und acht technische Fehler. Danach sei es ähnlich weitergegangen. Er vermisste die Gegenwehr seines Teams. Die Gastgeberinnen drückten ihr Spiel kompromisslos durch. Über 27:16 (44.) und 33:19 (53.) wuchs der Vorsprung sogar noch an. So stand für SFN am Ende die höchste Saisonniederlage – völlig verdient.

Jetzt neu! Moin Friesoythe! Der wöchentliche Newsletter für die Eisenstadt mit aktuellen News und Informationen. So verpassen Sie nichts mehr. Jeden Donnerstag in Ihrem Postfach. Jetzt hier anmelden.  

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

„Haben nicht existiert“: SFN geht in Buxtehude unter - OM online