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GW Mühlens Coup macht Lust auf mehr

Der Fußball-Landesligist reist am Samstag zum SV Bevern. Für den TV Dinklage geht es am Sonntag nach Westrhauderfehn. Ob Falke Steinfeld seine Reise nach Ostfriesland antreten muss, ist noch unklar.

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In der Beverner Zange: Mühlens Jan Leiber (Mitte) im Hinspiel. Foto: Schikora

In der Beverner Zange: Mühlens Jan Leiber (Mitte) im Hinspiel. Foto: Schikora

SV Bevern - GW Mühlen (Samstag, 16.00 Uhr)
Der Klassenerhalt ist längst in trockenen Tüchern, das Oberliga-Ticket machen Papenburg, Friesoythe und Melle unter sich aus – und was bleibt da noch für die Landesliga-Fußballer von GW Mühlen in den letzten drei Wochen der Saison 2021/22 übrig? Für Andreas Hinrichs, den Trainer des einzigen VEC-Teams in der Aufstiegsrunde, bietet der vierteilige Endspurt noch einiges an Chancen und Herausforderungen. „Wir sind jetzt Fünfter, und das wollen wir auf jeden Fall bleiben. Vielleicht ist ja auch noch Platz vier drin, das wäre ein super Erfolg für uns“, erklärt Hinrichs vor dem Auswärtsspiel am Samstag (16.00 Uhr) beim SV Bevern. Und er ergänzt: „Wir lassen die Saison nicht austrudeln, denn den letzten Eindruck nimmt man mit in eine neue Saison.“

Klarer Fall: Nach dem jüngsten 2:0-Coup gegen Titelkandidat Hansa Friesoythe hat GWM Lust auf mehr. „Mit dem Sieg gegen Friesoythe haben wir die Liga wieder spannend gemacht. Und wir können im Titelrennen das Zünglein an der Waage sein“, sagt Hinrichs mit Blick auf die beiden noch ausstehenden Partien gegen BW Papenburg (15. Mai auswärts, 18. Mai daheim). Mühlen hat nicht nur Lust auf mehr, die Spieler haben nach dem 2:0 gegen Friesoythe auch wieder eine breite Brust. „Es war wichtig, mal wieder gewonnen zu haben“, sagt Hinrichs mit ein paar Tagen Abstand zum neunten Saisonsieg. Nach zuvor drei Niederlagen und einem Remis nach der Winterpause habe der Erfolg „sehr gut getan“. Nochmal Hinrichs: „Zuletzt war die Selbstverständlichkeit in den Abläufen ein wenig verloren gegangen. Das ist jetzt wieder da.“

Die nächste Hürde am Samstag ist hoch, das ist allen klar. Bei der 1:3-Heimniederlage war Mühlen über weite Strecken auf Augenhöhe, bekam in den entscheidenden Momenten aber die individuelle Klasse des Gegners zu spüren. Für den SV Bevern, der ein Meister-, mangels Lizenzantrag aber kein Aufstiegskandidat ist, ist es das dritte Heimspiel binnen sieben Tagen. Der 6:1-Gala gegen Melle am Sonntag folgte am Dienstag ein 2:4-Dämpfer gegen Holthausen. Hinrichs, der am Samstag fast aus dem Vollen schöpfen kann, ist gespannt, welches Gesicht die „kleine Wundertüte“ im letzten OM-Derby der Saison zeigt. Der GWM-Coach sagt grundsätzlich: „Bevern hat eine intakte und hochmotivierte Mannschaft, die Meister werden möchte.“ Und GW Mühlen möchte ihnen dabei in die Suppe spucken.

TuRa Westrhauderfehn - TV Dinklage (Sonntag, 15.00 Uhr)
Als am Mittwoch gegen 22.00 Uhr das Fußball-Spiel in der Landesliga-Abstiegsrunde zwischen Frisia Wilhelmshaven und dem TV Dinklage (0:2) abgepfiffen war, stand für die Spieler von Trainer Stefan Arlinghaus direkt das Thema Regeneration auf dem Programm. Aber zunächst musste der TVD noch die 117 Kilometer wieder nach Hause fahren und die bittere Niederlage trotz bester Saisonleistung, wie es im Nachgang hieß, verdauen.

Ein kleiner Rückschlag, aber nichts Akutes. Denn Arlinghaus macht sich keine Sorgen um den Klassenerhalt – vielmehr glaubt er daran, dass dieser mit einem Sieg bei TuRa Westrhauderfehn (Sonntag, 15.00 Uhr) schon fix wäre. „Das Thema ist durch, wenn wir gewinnen“, sagt Arlinghaus und verdeutlicht: „Ich bin mir sicher, dass uns in den letzten fünf Spielen ein Sieg für den Klassenerhalt reicht.“ Am liebsten würde Arlinghaus den schon beim dritten Auswärtsspiel in Folge in Westrhauderfehn einstreichen. Seine Mannschaft hatte am Freitag noch ein Training. „Ein Mix zwischen Auflockerung und Hochfahren“, berichtet Arlinghaus. Denn die Spiele in der Abstiegsrunde zehren an den Kräften. Jede Partie sei kampfintensiv. „Die Teams, die nicht kämpfen, steigen ab. Es ist ein Kratzen und Beißen. In jedem Spiel geht's um etwas“, sagt Arlinghaus.

Dass Dinklage gegen Westrhauderfehn gewinnen kann, hat der 3:1-Erfolg im Hinspiel bewiesen. Bei dem Spiel am Sonntag kann Arlinghaus bis auf die Langzeitverletzten aus dem Vollen schöpfen. „Die Personallage hat sich entspannt“, sagt er. Sorgen bereiten ihm hingegen die Nachrichten vom Staffelkonkurrenten Germania Leer (siehe Seite 25). Einen Rückzug würde er kritisch sehen. „Es wäre extrem traurig, wenn sowas in der Landesliga passiert“, so Arlinghaus.

Germania Leer - Falke Steinfeld (Samstag, 16.00 Uhr)
Wie geht es bei Germania Leer weiter? Diese Frage interessiert auch den Fußball-Landesligisten Falke Steinfeld brennend, denn am Samstag um 16.00 Uhr steht für die Falken das Rückspiel in Ostfriesland auf dem Plan. Zuletzt hatte sich eigentlich abgezeichnet, dass die Steinfelder an diesem Wochenende ohne eigenes Zutun spielfrei haben werden. Beim Abstiegsrunden-Schlusslicht Germania Leer war nach der Entlassung von Trainer Michael Zuidema das Chaos ausgebrochen. Die Spieler hatten dem Vorstand mitgeteilt, in dieser Woche nicht mehr trainieren zu wollen. Und der Vorstand reagierte mit der Nachricht, die Mannschaft per sofort aus der Landesliga zurückziehen zu wollen.

Laut der Ostfriesen-Zeitung sollte am Freitagabend aber in Leer trainiert werden. Demnach haben manche Spieler trotz des Boykotts ihr Erscheinen angekündigt – außerdem sollten auch einige Testspieler dabei sein. Bis Donnerstag sollen sich allerdings erst fünf, sechs Spieler zur Teilnahme bereit erklärt haben. Es gibt aber noch die Möglichkeit, dass Akteure aus dem Nachwuchs (JFV Leer) sowie von Kickers Leer/Germania Leer II (1. Kreisklasse) mitspielen. Kickers-Klubchef Ferhat Özdemir ist zugleich 2. Vorsitzender bei Germania. Als Interimscoach wurde beim Landesligisten Frank Bajen installiert.

Unterdessen soll George Goguadze – einer der drei Brüder, die bei Kickers Emden wegen ihrer Impf-Ablehnung im Winter gehen mussten – in den Niederlanden auf Spielersuche für Leer sein. In den sozialen Netzwerken startete er einen Aufruf für Spieler, die seit sechs Monaten keinem Verein angehören und in sechs Spielen für einen Verein auflaufen könnten. Steinfeld kann nur abwarten, was passiert. Dem Vernehmen nach soll Germania Leer die Saison jetzt aber doch noch durchziehen wollen – wie auch immer.

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