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GW Mühlen staunt über sich selbst

Der Aufsteiger gewann auch sein zweites Spiel in der Handball-Oberliga. In Friedrichsfehn gab es ein 34:32.

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Den Ball in der Hand, das Tor im Blick: Mühlens Alina Schillmöller. Foto: Schikora

Den Ball in der Hand, das Tor im Blick: Mühlens Alina Schillmöller. Foto: Schikora

Für Trainer Andreas Espelage ist es nicht mehr als eine „schöne Momentaufnahme“ – dennoch war die Stimmung bei den Handballerinnen von GW Mühlen überragend. Eine Woche nach dem 31:30-Auftaktsieg in Steinfeld gegen die SG Neuenhaus legte der Aufsteiger aus Mühlen am zweiten Spieltag der Oberliga bei der SG Friedrichsfehn/Petersfehn überraschend einen 34:32 (17:16)-Auswärtserfolg nach.

Nach zwei Spieltagen ist die junge Mühlener Mannschaft damit zusammen mit der HSG Osnabrück (je 4:0 Punkte) das einzige ungeschlagene Team der Liga. „Wir können auch einen Tag später die Leistung unserer jungen Truppe noch gar nicht richtig fassen“, sagte Andreas Espelage: „Irgendwie haben es die Mädels geschafft, die Euphorie vom Auftaktsieg letzte Woche zu konservieren, und haben dadurch zwei weitere ganz wichtige Zähler eingefahren.“

Anders als gegen Neuenhaus waren die Mühlenerinnen diesmal von Beginn an hellwach und setzten mit 9:6 gleich mal ein erstes Zeichen. Beim 10:12 (22.) geriet GWM kurzfristig in Rückstand. Mehr ließ die starke Abwehr aber nicht zu. „Insbesondere das Zusammenspiel der Gäste mit dem Kreis konnten wir fast vollständig unterbinden“, berichtete Andreas Espelage.

Mühlen profitierte zudem von der Nervenstärke von Luzia Kühling. In einer Partie mit extrem vielen Siebenmetern bekam Dinklage 13 Strafwürfe zugesprochen (FriPe: 12). Elf davon brachte sie im Tor unter. Bei 21:18 und 26:23 schien Mühlen auf einem guten Weg. Nach der einzigen Schwächephase im Spiel zwischen der 45. und der 50. Minute fielen die Gäste dann aber auf 28:29 zurück (51.).

Doch dank einer starken Pia Bohmann im Tor, die in der zweiten Halbzeit unter anderem fünf Siebenmeter hielt, sowie einer effektiv arbeitenden Abwehr drehte Mühlen die Partie aber noch einmal. Mit drei Toren in Folge vom 31:31 (56.) zum 34:31 (58.) erzwangen Luzia Kühling (mit ihren Treffern 14 und 15) sowie Paula Zerhusen schließlich die Vorentscheidung. Friedrichsfehns letzter Treffer durch die Lohnerin Ruth Kampers (früher TVD) kam zu spät, um noch einmal für Spannung zu sorgen.

„Eine schöne Momentaufnahme, aber mehr auch nicht“, mahnte Andreas Espelage anschließend und versprach: „Bei uns dreht ganz gewiss jetzt keiner durch, und wir werden die beiden spielfreien Wochenenden nutzen, um weiter hart zu arbeiten. Weiter geht es für GW Mühlen am 1. November (Sonntag, 16.00 Uhr) mit einem Heimspiel in Steinfeld gegen den TV Neerstedt.


  • Tore: Luzia Kühling (15/11), Paula Zerhusen (5), Alina Schillmöller, Louisa-Marie Schuh, Anna Kruse (je 3), Madeline Matos Ferreira (2), Nadine Jacob, Kristina Albers und Charlotte Westermann (je 1).

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