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GW Mühlen erlebt einen bitteren Sonntag

Der Fußball-Landesligist hat nach einer 2:1-Führung noch mit 2:3 gegen Bad Rothenfelde verloren. Alle Gegentore fielen nach Eckbällen.

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Hochbetrieb in Mühlen: Eine Szene vom Landesliga-Duell zwischen GWM und dem SV Bad Rothenfelde. Foto: Wenzel

Hochbetrieb in Mühlen: Eine Szene vom Landesliga-Duell zwischen GWM und dem SV Bad Rothenfelde. Foto: Wenzel

Andreas Hinrichs war angefressen. Richtig angefressen. „Maximal bitter. Wir belohnen uns wieder nicht für ein sehr gutes Spiel“, fasste der Trainer des Fußball-Landesligisten GW Mühlen die 2:3 (1:1)-Niederlage gegen den SV Bad Rothenfelde kurz und knapp zusammen. Einerseits fand er lobende Worte für das Engagement seiner Mannschaft – andererseits störte er sich aber enorm daran, dass alle drei Gegentore inklusive des Rothenfelder Siegtreffers in der Nachspielzeit nach Eckbällen fielen.

Der Auftakt war noch ganz nach Mühlener Geschmack verlaufen. Jonas Pöhlking brachte die Grün-Weißen bereits in der 3. Minute in Führung. Er war astrein mit einer scharfen Hereingabe von Benjamin Willenbrink bedient worden und musste den Ball nur noch über die Linie drücken. Einige Augenblicke später hätte Pöhlking gar nachlegen können, verpasste die Gelegenheit allerdings.

Nach dem guten Beginn ließ GWM merklich nach, Hinrichs bezeichnete die Spielweise seines Teams in dieser Phase als „zu passiv“. So übernahm Bad Rothenfelde zwischenzeitlich das Kommando im Münsterlandstadion. Der Ausgleichstreffer durch Daniel Klein (39.) war dementsprechend auch nicht unverdient; er stocherte den Ball nach einem Eckball aus dem Getümmel rein.

Mühlen kommt bärenstark aus der Pause

Anschließend steigerten sich die Platzherren wieder und wurden auch gefährlicher. Andreas Hinrichs berichtete allerdings von „drei ganz unglücklichen Abseitsentscheidungen“. In zwei Fällen sei man frei durch gewesen. Nach der Halbzeitpause kam Mühlen dann bärenstark aus der Kabine und hatte gute Chancen zum zweiten Treffer. Als Jonas Pöhlking zu Fall gebracht wurde, wartete Mühlen vergeblich auf den Elfmeterpfiff (49.). Benjamin Willenbrink (53.) und Markus Stukenborg (60., Kopfball) ließen weitere gute Möglichkeiten verstreichen.

In der 65. Minute gab es dann aber doch einen Elfmeter für die Gastgeber, weil Nico Files im Strafraum gefoult wurde. Hubertus Blömer verwandelte den Strafstoß zur verdienten 2:1-Führung. Damit war das letzte Wort an diesem Sonntagnachmittag jedoch noch nicht gesprochen. Denn: Bad Rothenfelde antwortete.

Zwei Eckbälle wurden in der Schlussphase auf den kurzen Pfosten geschlagen – zweimal köpfte Kapitän Julian Strieder ein. Zuerst traf er zum Ausgleich (83.), bevor er in der Nachspielzeit den Siegtreffer erzielte (90.+4). „Wir haben das vorher ganz klar angesprochen“, ärgerte sich Andreas Hinrichs im Nachgang über die Mühlener Nachlässigkeiten.

Gerade in der zweiten Halbzeit habe sein Team aufopferungsvoll gekämpft und den Zuschauern eine gute Leistung geboten. Daran hatte offensiv auch Files einen großen Anteil. Der eingewechselte Rückkehrer machte ein starkes Spiel und sorgte in der Offensive für einige Impulse. Einzig die letzten zehn Minuten des Spiels missfielen Hinrichs – verständlicherweise. „Da war es ein bisschen wilder“, sagte er.

Am Sonntagabend war der Frust in Mühlen groß. Wie schon beim Auftakt in Schüttorf (1:2) habe man völlig unnötig ein Spiel verloren, bemerkte der Coach. Das soll sich beim Derby gegen den VfL Oythe am Sonntag (15.00 Uhr) nicht wiederholen.

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