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GW Mühlen springt durch Derbysieg gegen VfL Oythe auf Platz zwei

Die Freude über den Erfolg war im GWM-Lager groß, aber Coach Andreas Hinrichs gestand: "Es war kein gutes Spiel von uns."

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Große Chance für Oythe: Lie Sillah, der zweimal traf, scheitert in dieser Szene an Mühlens Keeper Phil Wilhelm. Foto: Wenzel

Große Chance für Oythe: Lie Sillah, der zweimal traf, scheitert in dieser Szene an Mühlens Keeper Phil Wilhelm. Foto: Wenzel

Als seine Spieler auf dem Weg in die Umkleidekabine waren und sich auf eine Kiste Derbysieger-Bier freuten, brachte Andreas Hinrichs die 90 Minuten ohne Umschweife auf den Punkt. „Es war kein gutes Spiel von uns. Die glücklichere Mannschaft hat heute gewonnen, so ehrlich muss man sein“, sagte der Trainer des Fußball-Landesligisten GW Mühlen. Sein Team hatte soeben den VfL Oythe mit 3:2 (1:0) besiegt und den zweiten Platz im Weser-Ems-Oberhaus erobert, aber so richtig zufrieden war der GWM-Coach am Sonntagnachmittag nicht. „Wir sind phasenweise ganz schön ins Schwimmen geraten“, sagte er. Am Ende überwog jedoch die Erleichterung: „Die drei Punkte nehmen wir natürlich gerne mit.“

Während Mühlen nach fünf Begegnungen noch ungeschlagen ist, wartet Oythe weiter auf den ersten Dreier und bildet zusammen mit Falke Steinfeld und dem TV Dinklage das sieglose VEC-Kellertrio. Wie schon beim 3:5 gegen Bevern am Mittwoch kam bei einem guten Auftritt nichts Zählbares heraus. „Wir haben uns für den großen Aufwand wieder nicht belohnt, wir ziehen es einfach nicht bis zur Ziellinie durch“, haderte Oythes Trainer Daniel Roth. Sein Kollege Hinrichs lobte derweil die Mentalität des GWM-Teams, das bis zum Schluss an den Sieg geglaubt habe – trotz der bedenklichen Wackler in der zweiten Halbzeit. Und die individuelle Klasse, die die Basis für die drei GWM-Treffer bildete, war auch nicht von der Hand zu weisen.

Aber alles der Reihe nach: Die erste Halbzeit plätscherte relativ ereignisarm vor sich hin. Mühlen war optisch überlegen, aber harmlos. Oythe setzte auf eine gute Ordnung und lauerte auf Konter, die es aber nicht gab. „Ich hatte mir mehr erhofft“, fasste Hinrichs die ersten 45 Minuten zusammen: „Es fehlte das Tempo, um gefährlich zu werden.“ Immerhin: Ein Highlight gab's. Mühlens Angreifer Benjamin Willenbrink jagte den Ball aus der Drehung ins kurze Eck unter die Latte – ein tolles Tor aus dem Nichts (33.), sein vierter Treffer in dieser Saison.

Peter Sieve entscheidet das Derby

Nach der Pause meldete sich Oythe zurück. Der schnelle Ausgleich durch Lie Sillah, der nach Vorarbeit von Janek Jacobs und Vincent Warnking zur Stelle war (48.), beflügelte die mutigeren Gäste. Sillah hatte zwei Großchancen zur Führung (59./64.), Oythe war am Drücker. „Diese Phase, eigentlich die ganze zweite Halbzeit, war richtig gut“, sagte Roth, während Hinrichs zugab: „Wir hatten Probleme. Keine Dominanz, keine Bewegung, kein Spielfluss – da war nichts.“

Aber Mühlen ging erneut in Führung: Jan Leiber traf aus 16 Metern mit links ins lange Eck, flankiert von den Gästen, die in dieser Sequenz naiv verteidigten (75.). Oythe kam aber zurück: Sillah, der ein starkes Spiel machte, glich mit einer beherzten Einzelleistung zum 2:2 aus (82.). Ein Remis, das ein verdienter Lohn, gewesen wäre, war greifbar nahe. Die Freude währte aber nicht lange: Nach einem Patzer von Jan Ostendorf blieb Peter Sieve im Eins-gegen-eins-Duell mit VfL-Keeper Kai Winkler eiskalt und schob zum 3:2 ein (84.). „Sehr ärgerlich“, so Roth. Seinem arg dezimierten Team habe am Ende auch die Frische gefehlt.

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