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Gute Ansätze – und noch reichlich Arbeit

Rasta Vechta hat seine ersten Testspiele gegen Phoenix Hagen und in Paderborn gewonnen. Stefan Peno und Robin Christen waren die Topscorer.

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Energisch zum Korb: Rastas Neuzugang Tim Hasbargen (Mitte) gegen Hagen. Foto: Schikora

Energisch zum Korb: Rastas Neuzugang Tim Hasbargen (Mitte) gegen Hagen. Foto: Schikora

Am späten Samstagabend, als sich Thomas Päch auf den Weg zu seiner Familie nach Berlin-Schöneberg machte, hatte er nicht nur einen erfolgreichen Start in die Preseason hinter sich. Der neue Trainer des Basketball-Bundesligisten Rasta Vechta war auch um wertvolle Erkenntnisse reicher. „Wir wollten nach knapp zwei Wochen Teamtraining einen ersten Eindruck vom Ist-Zustand bekommen. Training ist ja eine Sache, aber Spiele sind immer was anderes. Wir haben jetzt einen besseren Eindruck, darauf können wir weiter aufbauen“, sagte Päch nach dem ersten Testspiel-Doppelpack in der laufenden Vorbereitung.

Am Freitagabend gab es beim Aufgalopp im Rasta-Dome einen 81:74-Erfolg gegen Phoenix Hagen, einen Tag später folgte ein 88:66-Sieg bei den Uni Baskets Paderborn. Beide Spiele gegen die Teams aus der 2. Bundesliga ProA fanden ohne Zuschauer statt.

„Es tut gut, die ersten Tests gespielt zu haben“, sagte Päch. Er sah zwar noch „viel Sand im Getriebe“, zeigte sich allerdings tiefenentspannt: „Das ist ganz normal. Es gibt natürlich noch viele Sachen, an denen wir arbeiten müssen.“ Das neuformierte Team habe zweimal mit einer „sehr guten Intensität“ gespielt, so Päch: „In Ansätzen hat man schon gesehen, wo es hingehen soll. Aber wir sind noch weit davon weg, es konstant über einen längeren Zeitraum zu zeigen, aber dafür ist die Preseason ja da.“ Und er hielt erfreut fest: „Man sieht eine Teamchemie entstehen.“

"Ich fühle mich richtig gut, das Knie bereitet keine Probleme."Rastas Robin Christen

Topscorer gegen Phoenix Hagen war Stefan Peno. Der von Alba Berlin für ein Jahr ausgeliehene Guard kam auf 21 Punkte, gefolgt von Jordan Barnett (16) und Tim Hasbargen (15). In Paderborn, wo sich Rasta nach einer „nicht so guten, etwas kopflosen ersten Halbzeit“ (Päch) deutlich steigerte, war Robin Christen mit 19 Punkten der Topscorer. „Ich fühle mich richtig gut, das Knie bereitet keine Probleme“, sagte der Flügelspieler, der die komplette Saison 2019/20 verpasst hatte, bereits vor den beiden Tests. Den Worten folgten Taten. „Robin ist super drauf. Er ist in Paderborn vorangegangen – nicht nur wegen der 19 Punkte. Das freut mich sehr“, sagte Coach Päch über den etwas anderen „Neuzugang“. Barnett und Will Vorhees, zwei echte Neue, kamen in Paderborn auf jeweils 17 Punkte.

Ein besonderes Augenmerk legte Päch am ersten Testspiel-Wochenende auf Peno und Kapitän Josh Young. „Ich will nicht, dass sie zu früh eine zu hohe Belastung haben“, sagte der Trainer. Peno, der im Juni beim BBL-Finalturnier in München sein Comeback nach einer 16-monatigen Zwangspause gefeiert hatte, wurde in Paderborn geschont. Und Young, der sich in München verletzt hatte, spielte gegen Hagen relativ wenig. „Wir wollen Stefan und Josh langsam an die Wettkampf-Belastung heranführen“, sagte Päch.

Der belgische Nationalspieler Jean Salumu, den Rasta unter der Woche als elften Profi verpflichtet hatte, kam noch nicht zum Einsatz. Er soll am Montag nach Abschluss aller Medizinchecks und Coronatests ins Training einsteigen. Björn Rohwer fehlte verletzt, der Center-Neuzugang von Schalke 04 hatte sich im Training einen Finger ausgekugelt. „Er ist aber schon auf dem Weg der Besserung“, so Päch.

Am Sonntag stand für einige Rasta-Spieler nur Physiotherapie auf dem Programm, das Gros genoss den ersten freien Tag in der Vorbereitung. Am kommenden Wochenende gibt es den nächsten Testspiel-Doppelpack gegen die EWE Baskets Oldenburg – am Freitag in Oldenburg, am Sonntag in Vechta.


  • Kamari Murphy, in der Vorsaison Center bei Rasta, hat einen neuen Verein in der BBL gefunden. Er wechselt zu den Skyliners Frankfurt; dort gibt's für ihn ein Wiedersehen mit Michael Kessens.

Rasta Vechta - Phoenix Hagen 81:74

  • Punkte Vechta: Peno (21), Barnett (16), Hasbargen (15), Clifford (8), Vorhees (7), Herkenhoff (5), Young, Hundt (je 4), Christen (1).

Uni Baskets Paderborn - Rasta Vechta 66:88

  • Punkte Vechta: Christen (19), Vorhees, Barnett (je 17), Hundt, Clifford (je 10), Hasbargen (6), Young (5), Herkenhoff (4).

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