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Große Freude beim Kick auf die Minitore

Der NFV-Kreisverband Vechta hat in Oythe mit 17 F-Jugend-Mannschaften die neue Kinderfußball-Spielform getestet. Sie soll nun als ergänzendes Angebot ausgestaltet werden.

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Tor oder Rettung in letzter Sekunde? Eine Szene vom Kinderfußballturnier an der Oyther Hasenweide. Foto: Schikora

Tor oder Rettung in letzter Sekunde? Eine Szene vom Kinderfußballturnier an der Oyther Hasenweide. Foto: Schikora

Reichlich Trubel an der Hasenweide – und jede Menge strahlender Kinderaugen: Das Stadion des VfL Oythe war Schauplatz für das erste „Kinderfußballturnier“ des Fußball-Kreisverbandes Vechta. 17 F-Jugend-Teams waren beim VEC-Probelauf dabei. Die neue Spielform „Funino“ ist vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) und vom Niedersächsischen Fußballverband (NFV) für die jüngsten Spielklassen, insbesondere für die F- und G-Jugend, vorgesehen. Statt auf halben Spielfeldern mit „6 gegen 6“ oder „7 gegen 7“ auf Jugendtore zu spielen, wird auf Minifeldern mit vier Minitoren, ohne Torwart und im „3 gegen 3“ gespielt. Vor allem der Spaß und die Entwicklung der Kids stehen im Vordergrund, der Wettbewerb spielt eher eine untergeordnete Rolle. Vechtas Kreisjugendchef David Lücker war mit der Premiere in Oythe zufrieden: „Das Turnier lief insgesamt sehr gut.“

Die 17 F-Jugend-Mannschaften, die in Oythe bei idealen Herbstwetter-Bedingungen am Start waren, kamen aus zehn Vereinen. In sieben Spielrunden à sieben Minuten wurde auf neun Spielfeldern gespielt – und das im sogenannten Champions-League-Modus. Die Felder wurden von der Champions League bis zur Kreisliga geordnet. Und dann galt: Gewinnt eine Mannschaft, steigt sie auf; verliert eine Mannschaft, steigt sie ein Spielfeld ab. Bei einem Unentschieden steigt das Team auf, das das letzte Tor erzielt hat. Bei einem 0:0 wird per „Schnick-Schnack-Schnuck“ über Sieg und Niederlage entschieden – das war aber eher selten der Fall.

Dieser Modus sorgte dafür, dass sich die Teams im Turnierverlauf nach der Spielstärke selbst sortierten und es ausgeglichene Spiele gab. Beim Funino-Konzept kommt es besonders darauf an, dass alle Spieler möglichst viel Spielzeit bekommen. Deshalb fand nach jedem Tor oder nach einer bestimmten Zeit ohne Tor ein Spielerwechsel in fester Reihenfolge statt.

Nach dem Turnier wurde mit allen Vereinen noch eine Arbeitstagung durchgeführt, um die zukünftige Einbindung dieses Kinderfußballs in den regulären Spielbetrieb zu besprechen. „Dabei herrschte fast vollständige Einigkeit, dass es als ergänzendes Angebot zum aktuellen Spielbetrieb ausgestaltet werden soll und der jetzige Spielbetrieb mit eingeteilten Staffeln auf jeden Fall beibehalten wird“, erklärte VEC-Jugendobmann Lücker. Der organisatorische Aufwand der Turniere sei zu hoch, um etwa eine wöchentliche Durchführung gewährleisten zu können.

Außerdem wurde in Oythe noch mal über den Spielbetrieb im Winter, also in der Halle, gesprochen. Dazu Lücker: „Man war weiterhin einhellig der Meinung, dass die Absage der Kreismeisterschaften die richtige Entscheidung gewesen ist. Die Vereine planen nun in dem Rahmen, den jeder für sich selber festlegt, Training und kleinere Turniere durchzuführen.“

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