Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

Goldene Zeiten für TVC-Ass Talea Prepens

Die Cloppenburger Leichtathletin brillierte bei den U23-Europameisterschaften in Estland. Die Krönung war der Sieg mit der Sprint-Staffel. Ein Blick zurück auf aufregende Tage in Tallinn.

Artikel teilen:
Siegerlächeln: Talea Prepens kehrt mit einer Goldmedaille aus Tallinn zurück. Foto: ©Prepens

Siegerlächeln: Talea Prepens kehrt mit einer Goldmedaille aus Tallinn zurück. Foto: ©Prepens

Gold mit der 4x100-Meter-Staffel und eine persönliche Bestzeit über 200 Meter (23,15 Sekunden), die Rang vier bedeutete: Talea Prepens vom TV Cloppenburg hatte am Sonntagabend reichlich Grund zu feiern. Als eine der jüngsten Starterinnen im gesamten Teilnehmerfeld präsentierte sich die 19 Jahre alte Leichtathletin bei den U23-Europameisterschaften in Estland in einer herausragenden Verfassung. Dass es nach Beendigung der Titelkämpfe dennoch keine lange und rauschende Partynacht wurde, hatte seine Gründe. „Es waren sehr anstrengende Tage, sowohl körperlich als auch mental – ich bin ziemlich geschafft.“ Zwar streifte Prepens mit einigen Teamkolleginnen noch etwas durch die Altstadt Tallinns, bald schon fiel sie allerdings müde in ihr Hotelbett. „Wir hatten einen schönen Abend, es waren viele Leichtathleten unterwegs“, sagt sie.

Auf ihrem Zimmer ließ Talea Prepens die aufregende Zeit bei der EM noch einmal Revue passieren und kam zu folgendem Fazit: „Ich bin überglücklich und absolut zufrieden mit meiner Leistung. Es hätte nicht besser laufen können.“

Zunächst folgten am Freitag und Samstag drei überzeugende Auftritte über 200 Meter (Vorlauf, Zwischenlauf, Finale). Dass Prepens knapp Edelmetall verpasste, lag insbesondere an der starken Konkurrenz. „Die drei Erstplatzierten sind unter 23 Sekunden geblieben, das gab es bei einer U23-EM wohl noch nie“, sagt sie.

"Die Zeit ist wirklich sehr, sehr gut"Talea Prepens

Die Krönung folgte schließlich am Sonntag mit der Sprint-Staffel. Bereits im Vorlauf hatte das deutsche Team mit Prepens, Lilly Kaden, Keshia Kwadwo und Sophia Junk einen EM-Rekord in der Altersklasse U23 aufgestellt (43,24 Sekunden), den das Quartett abends im Finale sogar noch einmal verbesserte (43,05). „Die Zeit ist wirklich sehr, sehr gut. Die Wechsel haben super geklappt“, so Prepens. Bevor die Schlussläuferin aus Cloppenburg den Stab von Sophia Junk übernahm, „bin ich schon nervös gewesen“. Davon war auf ihren 100 Metern allerdings rein gar nichts zu sehen. Talea Prepens raste los und verteidigte den Vorsprung, den sie mit auf den Weg bekommen hatte, ohne Probleme.

Bevor die 4x100-Meter-Staffel der Frauen ausgetragen werden konnte, musste jedoch auch das deutsche Team nervenaufreibende Minuten überstehen. „Im kompletten Stadion war der Strom ausgefallen, daher hat sich der Start um eine halbe Stunde verzögert“, sagt Prepens. Umso erleichterter war die TVC-Athletin, dass sie sich am Ende über den EM-Titel freuen durfte. „Diese Goldmedaille hat einen hohen Stellenwert für mich. Mit der Staffel zu gewinnen, ist etwas ganz Besonderes – vor allem, weil die Leichtathletik ja eigentlich eine Individualsportart ist“, sagt sie.

Mit dem glänzenden Schmuckstück im Gepäck ging es für Talea Prepens am Montag über die Flughäfen in Frankfurt und Hamburg zurück nach Cloppenburg. Nach den anstrengenden Tagen in Estland steht nun erst einmal das Thema Regeneration ganz oben auf ihrer Agenda. „Wahrscheinlich werde ich im Sommer aber noch zu dem einen oder anderen kleineren Sportfest fahren.“ Dort dürfte sie – angetrieben von der Goldmedaille – weiter über die Bahnen fliegen.

Sie wollen nichts verpassen, worüber das Oldenburger Münsterland spricht? Dann abonnieren Sie jetzt unseren Newsletter „Moin, OM!“. Er fasst für Sie das Wichtigste für den Tag auf einen Blick zusammen – immer montags bis freitags zum Start in den Tag.  Hier geht es zur Anmeldung

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

Goldene Zeiten für TVC-Ass Talea Prepens - OM online