Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

Geteiltes Echo bei Volleyballern zur Verlängerung der Coronapause

Von klarer Zustimmung bis entschiedener Ablehnung: Wie die hiesigen Vereine auf den Beschluss des Verbandes reagieren.

Artikel teilen:
Müssen weiter warten: Die Volleyballfrauen des SV Cappeln mit (hinten von links) Verena Trommler, Veronika Möller, Lisa Kröger, Lena Ellmann, Katharina Ostermann, Judith Theilmann, Anna Lübbe, Laura Ostendorf, Hannah Thunert, (vorne v. li.) Trainer Ludger Ostermann, Julia Willenborg, Stefanie Heyer, Sarah Nieder, Ida-Marie Preut, Tanja Jansen, Christina Schumacher, Sonja Heyer, Romy Kokenge. Foto: Langosch

Müssen weiter warten: Die Volleyballfrauen des SV Cappeln mit (hinten von links) Verena Trommler, Veronika Möller, Lisa Kröger, Lena Ellmann, Katharina Ostermann, Judith Theilmann, Anna Lübbe, Laura Ostendorf, Hannah Thunert, (vorne v. li.) Trainer Ludger Ostermann, Julia Willenborg, Stefanie Heyer, Sarah Nieder, Ida-Marie Preut, Tanja Jansen, Christina Schumacher, Sonja Heyer, Romy Kokenge. Foto: Langosch

Der Nordwestdeutsche Volleyballverband (NWVV) hat die Verlängerung der Coronazwangspause beschlossen (die OM-Medien berichteten). Seit Ende November ruht der Spielbetrieb, eigentlich hätte es am kommenden Wochenende weitergehen sollen. Doch nun hat der NWVV das erste Wochenende im März (5./6.) für die Rückkehr in die Saison ins Auge gefasst. Bis zum 4. März finden keine Punktspiele in den Erwachsenenstaffeln von der Oberliga abwärts statt.

Da somit eine ganze Reihe von Spielterminen wegbrechen, hat der Verband entschieden, die Serie 2021/2022 als einfache Runde zu spielen. Das heißt: Jede Mannschaft spielt gegen die Gegner ihrer Staffel nur einmal, Rückspiele gibt es es nicht. Die Begründung des NWVV: „Wir möchten damit einerseits die Kontakte momentan auf das notwendige Minimum beschränken und dennoch eine Wertung der Saison 2021/2022 vornehmen können.“ Bereits gespielte Partien gelten.

Die Staffelleiter sind nun dabei, neue Spielpläne zu erstellen. Das Ganze geschieht unter dem Vorbehalt, dass sich bis Anfang März die Coronalage so weit entspannt hat, dass die Vereine den Spielbetrieb wieder aufnehmen können. „Sollten auch danach keine Spiele stattfinden können, kann die Saison leider erneut nicht gewertet werden“, heißt es in einer Mitteilung des Verbandes.

Spiele auf freiwilliger Basis können in eigener Verantwortung mit schriftlicher Zustimmung aller beteiligten Mannschaften sind vom Wochenende 29./30. Januar möglich. Diese Option räumt der NWVV ein. Und: Diese Spiele gehen dann in die Wertung ein, wenn diese Mannschaften noch nicht gegeneinander angetreten waren.

Der Trainingsbetrieb ist von diesen Vorgaben des NWVV nicht betroffen. Für den Jugendbereich hat der Verband den Entschluss gefasst, die Meisterschaften in den Februar, beziehungsweise März zu verschieben.

„Ich halte von dieser Regelung gar nichts“, meint Torsten Eck, Trainer der Löninger Verbandsligafrauen. „Wir hätten am Samstag ein Spiel gehabt und nun kommt so kurzfristig die Absage. Das ist echt nervig. Ob wir Spiele auf freiwilliger Basis abmachen, muss ich mit meiner Mannschaft besprechen. Ich fürchte aber, dass mit dieser Option das Chaos noch größer wird. Wir haben bislang drei Spiele gemacht und müssen wieder fast ein halbes Jahr Pause machen. Mit fairem Wettbewerb hat das gar nichts zu tun.“

Sein Trainerkollege vom Staffelrivalen SV Cappeln, Ludger Ostermann, hat eine ganz andere Meinung: „So etwas Ähnliches habe ich selber vorgeschlagen, wenn auch modifiziert. Ich wäre dafür gewesen, am Wochenende 19./20. Februar wieder anzufangen. Dann hätte man mehr Zeit gehabt, um die Saison, die jetzt ja bis zum 22. Mai verlängert ist, auch durchzuziehen. Grundsätzlich aber kann ich mit der Entscheidung sehr gut leben. Nicht gut wäre es, wenn wir die Saison komplett ausfallen würde.“ Um die Anzahl der Termine zu verringern, könnte sich Ostermann zudem vorstellen, dass es Dreierspieltage gibt. Damit würde jede Mannschaft zwei Begegnungen bestreiten. Für die dritte Partie der beiden Gästeteams würde der Gastgeber das Schiedsgericht stellen.

Beim TV Cloppenburg ist Abteilungsleiterin Natalie Hinxlage froh, „dass es überhaupt diese Perspektive gibt. Bei den aktuellen Infektionszahlen war es abzusehen, dass es erst einmal nicht weitergehen kann. Die Möglichkeit, nur noch eine einfache Runde zu spielen, ist die einfachste Lösung. Aber es ist natürlich schade, dass die nun Pause verlängert werden muss.“ Unterhalb der ersten Frauenmannschaft, die in der Dritten Liga spielt und daher von den NWVV-Beschlüssen nicht betroffen ist, hat der TVC noch sechs Mannschaften (zwei männliche, vier weibliche), von denen drei am Punktspielbetrieb teilnehmen.

Martin Richter, Fachwart Volleyball im Kreissportbund und Spielertrainer bei den Bezirksligamännern des VfL Löningen, spricht sich klar für die Beschlüsse aus: „Der Verband stellt die Gesundheit der Sportler über die sportlichen Belange. Das finde ich richtig, der NWVV handelt mit viel Weitsicht. Die Entscheidungen kann ich sehr gut nachvollziehen. Wir haben Omikron ja noch vor uns, der Höhepunkt steht noch aus. Da ist es sinnvoll, wenn man erst nach dem Abflauen der Welle wieder einsteigt. Ich wäre allerdings dafür, die Saison zu nutzen, um wieder in den Wettkampfsport hineinzukommen und keine Wertung vornimmt. Dann hätten die Mannschaften quasi Freundschaftsspiele und im Herbst mit Beginn der Saison 2022/2023 würde es wieder ernst werden.“

OM-hilft -  Helfen Sie mit! Das Oldenburger Münsterland hilft den Geflüchteten aus der Ukraine. Hilfsinitiativen, Wohlfahrtsorganisationen und viele mittelständische Unternehmen sind bereits dabei, die Hilfe vor Ort zu koordinieren. Und auch Sie können sich beteiligen. Wie und Wo? Das sagt Ihnen  die Webseite om- hilft.org

Das könnte Sie auch interessieren

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

Geteiltes Echo bei Volleyballern zur Verlängerung der Coronapause - OM online