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Gerüst für die kommende Saison steht

Volleyball: Drittligafrauen des TV Cloppenburg hoffen nach dem Abbruch auf baldige Möglichkeit zum Training

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Planungen für die nächste Saison: Trainer Tomislav Ristoski schraubt am Cloppenburger Drittligakader, mit dem er in die Punktspielserie 2021/2022 gehen will. Foto: Langosch

Planungen für die nächste Saison: Trainer Tomislav Ristoski schraubt am Cloppenburger Drittligakader, mit dem er in die Punktspielserie 2021/2022 gehen will. Foto: Langosch

Seit dem vergangenen Freitag haben die Volleyballfrauen des TV Cloppenburg Gewissheit: Ihre Saison in der Dritten Liga West ist abgebrochen, der drohende Gang in die Regionalliga ist damit abgewendet, weil der Verband entschieden hat, die Auf- und Abstiegsregelung auszusetzen. Nun geht es für den TCVC darum, sich für die Punktspielrunde 2021/2022 aufzustellen.

Der Weg zum sportlichen Erhalt der Drittligazugehörigkeit wäre sehr lang geworden. Der TVC hatte erst vier von 26 gweplanten Begegnungen bestritten – am wenigsten von allen 14 Teams in der Weststaffel. Dabei ergatterte die Mannschaft von Trainer Tomislav Ristoski keinen Punkt. Das ist nicht weiter verwunderlich, denn sie trafen bis dahin nur auf die Topteams: Zweimal unterlagen sie Spitzenreiter FCJ Köln II, dazu gesellten sich Niederlagen gegen den Tabellenzweiten, SV Bad Laer, und -dritten, USC Münster II.

Noch gravierender indes war der Umstand, dass die Konkurrenten schon deutlich mehr Begegnungen austragen konnten. Die Kölner Reserve etwa war schon achtmal im Einsatz. „Der Abbruch ist eine logische Schlussfolgerung aus der Entwicklung der Pandemie“, sagt TVC-Trainer Tomislav Ristoski. „Der Verband hat zwar ein wenig spät reagiert, aber nun haben wir wenigstens Klarheit.“ Ein Fortführung der Serie ist für Ristoski nicht möglich: „Gerade wir vom TVC sind schon mit so vielen Spielen in Rückstand, den hätten wir nie aufholen können. Schließlich sind wir keine Profis.“

  • Dritte Liga West, Frauen
  • 1. FCJ Köln II 8 24:8 22
  • 2. SV Bad Laer 7 19:9 16
  • 3. USC Münster II 7 16:9 15
  • 4. VC Olympia Münster 4 14:8 12
  • 5. TV Eiche Horn Bremen 7 14:10 12
  • 6. TV Hörde 7 16:12 12
  • 7. SF Aligse 8 15:17 11
  • 8. VoR Paderborn 8 14:16 11
  • 9. MTV Hildesheim 7 11:16 9
  • 10. Union Emlichheim II 7 12:14 8
  • 11. VC Osnabrück 7 8:17 6
  • 12. TSV Bayer Leverkusen II 6 9:17 4
  • 13. BW Aasee 6 7:16 3
  • 14. TV Cloppenburg 4 2:12 0

Gleichwohl trauert der Coach dem verpassten Trainings- und Wettkampfbetrieb hinterher: „Es tut mir gerade für die jungen Spielerinnen richtig leid. Sie verlieren ein wichtiges Jahr in ihrer Entwicklung und es ist fraglich, ob sie die entstehenden Defizite aufholen können.“ Darüber hinaus aber hofft Tomislav Ristoski, dass bald zumindest wieder die Sporthallen geöffnet werden: „Wir wollen alle endlich wieder Volleyball spielen und brennen darauf, loszulegen. Sobald es erlaubt sein wird, in die Halle zu gehen, werden wir das Training auch umgehend aufnehmen.“

Die Planungssicherheit versetzt den TVC auch in die Lage, sich verstärkt um die Kadergestaltung für die kommende Saison 2021/2022 zu kümmern. Da ist Ristoski ziemlich zuversichtlich: „Es werden wohl nicht alle Spielerinnen weitermachen, aber das Gros der Leistungsträgerinnen bleibt. Damit haben wir auf alle Fälle eine gute Mannschaft beisammen, das Gerüst steht. So viele Zusagen zu einem solch‘ frühen Zeitpunkt haben wir noch nie gehabt. Darüber bin ich sehr froh. Wir wollen uns aber noch punktuell verstärken, auf einer oder zwei Positionen.“ Ludger Wessel aus dem Abteilungsvorstand ergänzt: „Wir sind mit drei, vier Spielerinnen in Gesprächen. Vor allem auf der Mittelblockposition sind wir etwas zu dünn besetzt. Mit den Verhandlungen sind wir zwar früh dran, aber wir müssen auch am Ballsein, sonst haben die anderen die Rosinen aus dem Kuchen schon herausgepickt.“

Qualitativ muss der TVC gewiss zulegen. Mit dem nun verkündeten Saisonabbruch haben die Cloppenburgerinnen zum dritten Mal den Klassenerhalt „am grünen Tisch“ geschafft. In der Saison 2018/2019 waren sie sportlich abgestiegen, blieben dann aber als Nachrücker in der Dritten Liga West. Vor knapp einem Jahr, als die Serie 2019/20 abgebrochen wurde, stand das Ristoski-Team auf einem Abstiegsplatz und profitierte – wie jetzt auch – vom Aussetzen der Abstiegsregelung.

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