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Gerade mal vier Turniere sind ihm geblieben

Die durchwachsene Saisonbilanz des Lohner Golfprofis Hinrich Arkenau. Immerhin ließ ihn Corona in der höchsten Tour starten.

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Überlegungen zum nächsten Schlag: Hinrich Arkenau (rechts) mit Caddy Chris Webers, hier in Winsen/Luhe. Foto: Club zur Vahr

Überlegungen zum nächsten Schlag: Hinrich Arkenau (rechts) mit Caddy Chris Webers, hier in Winsen/Luhe. Foto: Club zur Vahr

Das gespenstische Corona-Golfjahr 2020 ist für den Lohner Hinrich Arkenau fast abgehakt. Gerade vier Turniere hat der 30-jährige Golfprofi gespielt, ein fünftes könnte eventuell in Griechenland in der kommenden Woche noch hinzukommen. Arkenau, der in Bremen lebt, schaut zurück: „Bei den Preisgeldern habe ich 2020 einen Verlust von rund 95 Prozent gemacht.“ Er ergänzt augenzwinkernd: „Ich lebe auf schmalem Fuß. Und: Durch Rücklagen und einige Sponsoren halte ich mich über Wasser.“

Im Juli nahm Hinrich Arkenau an zwei Turnieren in der Nähe von Wien teil. Es folgten zwei Veranstaltungen im September im nordirischen Ballymena und in Obidos/Portugal, alles andere wurde abgesagt oder war für den Lohner nicht realisierbar.

Beide Turniere in Österreich und das Event in Obidos zählen zur höchsten Golfklasse, der European Tour. Hinrich Arkenau war vor dieser Saison erst in die Challenge Tour (2. Liga) aufgestiegen. Aber durch niedrigere Preisgelder war der Zuzug der Topspieler in die European Tour nicht so groß, also konnte er hier nachrücken. Sein bestes Resultat spielte Arkenau als 30. in Portugal, in Österreich kam er einmal auf Rang 60, bei den beiden anderen Turnieren verpasste er zum Teil sehr knapp den Cut, teilweise auch mit schmerzhaften Schulterproblemen. Bei allen Turnieren herrschte eine große Ungewissheit; erst kurz vor dem Beginn war klar, dass sie stattfinden würden.

Viele Corona-Tests, wenig Schlagrhythmus

Das Hygienekonzept der European Tour ist dabei laut Hinrich Arkenau „sehr streng“. Im Hotel wurde das Essen vor die Zimmertür gestellt, das Auto durfte man nicht selbst betanken. Es ging direkt vom Hotel zum Golfplatz und zurück. Corona-Tests vor der Anreise, nach der Ankunft und vor der Abreise waren obligatorisch; das Ergebnis bei der Ankunft musste im Hotel oder im Auto abgewartet werden. In Portugal sei eine halbe Stunde Jogging erlaubt gewesen, berichtet Arkenau, der nur von einem positiven Fall auf der European Tour weiß.
„Ich hatte in der Saison geschätzt zwischen 25 und 30 Corona-Tests“, sagt Arkenau, teilweise musste er sie selbst bezahlen. Der Lohner ist im Saisonverlauf nie richtig in einen Schlagrhythmus gekommen.

Foto. ArchivFoto. Archiv

Dafür hat er sich fitnessmäßig weiterentwickelt. Die Geräte zu Hause seien hier von Vorteil gewesen. Das wird auch in Kürze, wenn die Golfplätze witterungsbedingt schließen, ein wichtiges Betätigungsfeld sein: „Das war bisher mein größtes Defizit. Da habe ich viel erreicht. Das wäre in einer normalen Saison nicht möglich gewesen.“

Und sonst? „Ich mach' jetzt meine Steuererklärung und gehe dann weinen“, sagt Arkenau etwas spöttisch. Wann es 2021 weitergeht, ist offen. Einen Höhepunkt 2020 gibt es aber noch, wenn auch nur im Fernsehen: das US Masters in Augusta/ Georgia ab Donnerstag. Hinrich Arkenau schwärmt: „Das ist so ein legendäres Turnier. Das gucke ich mir auf jeden Fall an.“

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