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Gelassene Stimmung in Nachbarkreisen

Auch in den Nachbarkreisen hat Corona die Spielpläne der Fußballer nachhaltig beeinflusst. Verschiedene Szenarien sind für den Restart angedacht.

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Alles im Griff: Langfördens Keeper Pascal Borchers schnappt sich die Kugel. Teamkollege Maik Schmedes (Nr.8) und Ercan Ablak vom TV Dinklage II brauchen nicht mehr einzugreifen. Foto: Wenzel

Alles im Griff: Langfördens Keeper Pascal Borchers schnappt sich die Kugel. Teamkollege Maik Schmedes (Nr.8) und Ercan Ablak vom TV Dinklage II brauchen nicht mehr einzugreifen. Foto: Wenzel

Die Situation im Fußballkreis Cloppenburg ist angespannt. Der Spielbetrieb in der Saison 2020/2021 ist so recht noch nicht auf Touren gekommen, in der Kreisliga und der 1. Kreisklasse beispielsweise hat noch keine Mannschaft mehr als zwei Punktspiele bestritten. So steht Manfred Südbeck, Vorsitzender des Spielausschusses, vor der großen Aufgabe, den weiteren Fortgang der Saison mit allen Unwägbarkeiten zu planen und verschiedene Szenarien je nach Entwicklung der Pandemie zu entwerfen. Wie aber sieht es rund um Cloppenburg aus. OM online hat einen Blick über die Kreisgrenzen geworfen und sich bei den Nachbarkreisen umgehört:

Emsland:

Die Kreisspielausschüsse berieten in der vergangenen Woche in mehreren Konferenzen über die Fortsetzung der Saison. Die einhellige Meinung: Ein klarer Ausblick auf das kommende Jahr ist in der momentanen Situation nicht möglich. Doch der Spielausschuss-Vorsitzende, Reinhard Schröer, gibt sich entspannt. „Wir haben bis auf eine Liga alle zweigeteilt und so einige Hintertürchen offen. Von den geplanten Auf- und Abstiegsrunden haben wir zwar bereits Abschied genommen, aber andere Varianten liegen in der Schublade.“

Vechta:

Der Spielausschussvorsitzende, Siegfried Lammers, hat mehrere Varianten in petto. „Einige Staffeln sind ja nicht so groß, da ist es durchaus drin, dass sowohl eine Hin- als auch eine Rückrunde ausgetragen werden kann. Zumal wir ja auch die Möglichkeit hätten, auch unter der Woche zu spielen. Und notfalls könnten wir die Saison auch bis Mitte Juni verlängern.“ Sollten die VEC-Kicker indes erst im April wieder loslegen könne, würde es knapp, dann plant Lammers mit einer einfachen Runde, eventuell mit einer kleinen Aufstiegsrunde. „Auf jeden Fall werde ich einvernehmlich mit den Vereinen entscheiden.“ Die Varianten sollen auf einem Staffeltag besprochen werden. Diesen beruft Lammers ein, wenn sich absehen lässt, dass wieder trainiert und gespielt werden kann. Probleme beim Pokalwettbewerb gibt es nicht. Das Halbfinale mit zwei Partien steht bereits fest, anschließend steht nur noch das Endspiel an.

Ostfriesland:

Die Ostfriesen sehen dem weiteren Verlauf der Saison 2020/2021 äußerst gelassen entgegen – und haben dazu auch allen Grund. Schließlich sind auf Kreisebene kaum Spiele ausgefallen und ab Anfang November wäre ohnehin Winterpause gewesen. Für fast alle Klubs stehen somit nur ein, maximal zwei Nachholpartien an. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Staffeln vor Beginn der Spielzeit geteilt worden waren und zudem keine Auf- sowie Abstiegsrunde geplant ist.

Oldenburg-Land / Delmenhorst:

Die Kreisliga wurde bereits vor Saisonbeginn in zwei Gruppen aufgeteilt (eine Neuner- und eine Achtergruppe). Die geplante Auf- und Abstiegsrunde ist vom Tisch. Einige Teams haben bereits fünf Partien absolviert. Thomas Luthardt, Vorsitzender des Spielausschusses und Kreisliga-Staffelleiter: „Noch können wir uns ganz entspannt zurücklehnen. Wir sind noch im Soll und keineswegs in Bedrängnis.“ Die beiden Erstplatzierten der Staffeln A und B spielen den Meister und Aufsteiger zur Bezirksliga aus, die letzte Mannschaft beider Staffeln steigt ab.

Osnabrück-Land:

Die eigentlich aus zwei Staffel bestehende Kreisliga wurde bereits vor der Saison in drei Gruppen aufgeteilt (Nord mit elf Mannschaften sowie jeweils zehn Team in Mitte und Süd). Vorgesehen ist eine Hin- und Rückrunde. Problem: Der Kreis verfügt nur über zwei Aufstiegsplätze zur Bezirksliga. Folglich ist am Saisonende eine Dreierrunde der jeweiligen Tabellenführer geplant, die den Meister und die beiden Aufsteiger ermittelt. Die jeweiligen Tabellenletzten steigen ab. Spielausschussvorsitzender Lars Haucap ist zuversichtlich, den vorgesehenen Plan einhalten zu können. „Wir hatten zwar wegen Corona schon 90 Spielausfälle, aber über alternative Spielformen mache ich mir in Zusammenarbeit mit den Vereinen dann Gedanken, wenn konkrete Vorgaben da sind.“

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