Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

Garrels Handballfrauen verlieren zweites Spiel in Folge

27:29-Heimniederlage des Drittligisten gegen die HG Owschlag-Kropp-Tetenhusen. Das beruflich bedingte Fehlen  von Lisa-Marie Fragge fing der BVG nicht auf

Artikel teilen:
Acht Tore reichten nicht: Sophie Solomachin kassierte mit dem BV Garrel eine Heimniederlage. Foto: Langosch

Acht Tore reichten nicht: Sophie Solomachin kassierte mit dem BV Garrel eine Heimniederlage. Foto: Langosch

Die Handballerinnen des BV Garrel haben ihr Heimspiel gegen die HG Owschlag-Kropp-Tetenhusen (O-K-T) mit 27:29 (14:15) verloren und damit die zweite Niederlage in der noch jungen Saison der 3. Liga kassiert.

Auf Garreler Seite musste kurzfristig Lisa-Marie Fragge passen. Sie hat ihre Ausbildung bei der Polizei beendet und wird künftig ab und an am Wochenende Dienst schieben müssen. Gut möglich, dass der Neuzugang vom Bundesligisten VfL Oldenburg daher noch häufiger fehlen wird. Außerdem war beim BVG  Katarzyna Kolodziejska (Beschwerden am Knie) nicht dabei.

„Dass Fragge nicht dabei war, hat uns natürlich in die Karten gespielt“, meinte Gästetrainer Sebastian Schräbler. Die Schleswig-Holsteinerinnen stellten angesichts der Garreler Personalie ihre Deckung auf eine defensivere Ausrichtung um und bekamen so Oberwasser. Der BVG tat sicb schwer, Lücken in der Gästeabwehr zu reißen. Auf der anderen Seite kam Owschlag zu oft zu einfach durch. „Unsere Abwehr stand nicht richtig“, meinte Trainer Peter Kalafut. Durchgängig lag O-K-T in Front – aber abschütteln ließen sich die Garrelerinnen nicht.

Fotos: Langosch

Nach einem 14:15 zur Halbzeit hatte kam der BVG besser in die Partie. Dass Trainer Peter Kalafut Sophie Solomachin von Linksaußen in den zentralen Rückraum beorderte, sollte sich zumindest vorübergehend auszahlen. Auf der Spielmacherinnenposition fühlte sich Solomachin deutlich wohler und so wurde sie zur prägenden Figur im Garreler Spiel nach dem Seitenwechsel.

Aber zu mehr als zwei Führungen (17:16, 36. und 19:18, 40.) sollte es für das Kalafut-Team nicht reichen. „Wir haben zwar aufs Tempo gedrückt, uns aber dabei zu viele Fehler geleistet“, meinte Kalafut. „Sophie hat ihre Sache richtig gut gemacht, aber sie ist noch sehr jung. Da kann ich nicht erwarten, dass sie bei 15 Aktionen 15 Mal alles super macht.“

Als sich Garrel dann seinen inzwischen fast schon obligatorischen Durchhänger leistete, fiel die Entscheidung. Mitte der zweiten Halbzeit erzielten die Gastgeberinnen binnen neun Minuten nur einen einzigen Treffer. Die HG Owschlag fasste ihre Chance beim Schopf und drehte den 18:19-Rückstand in eine 25:20-Führung (49.).

  • BV Garrel - HG Owschlag-K-T27:29
  • Garrel: Larissa Gärdes, Julia Thoben-Göken, Clara Fette – Melanie Fragge (8), Sophie Solomachin (8/4), Lisa Noack (4), Lotta Stolle (4), Robyn Rußler (2), Isabel Gerken (1), Johanne Fette, Ann-Kathrin Frangen, Lara-Sophie Meyer, Dina Reinhold (ohne Einsatz), Julia Schwarte (o. E.).
  • Zuschauer: 200.
  • Nächstes BVG-Spiel: Am Samstag (16. Oktober, 16.30 Uhr) auswärts beim VfL Oldenburg II.

Dieser Vorsprung sollte reichen, auch wenn die Garrelerinnen in der Schlussphase noch alles versuchten, um das Blatt zu wenden. Tatsächlich waren sie auch drauf und dran, den Rückstand wettzumachen, als ihnen sieben Minuten vor dem Ende der Treffer zum 24:26 gelang. Die Wende indes gelang nicht. Mit Glück und Geschick rettete Owschlag letztlich den Sieg über die Zeit. „In den entscheidenden Momenten haben wir nicht die Ruhe bewahrt“, bilanzierte BVG-Coach Kalafut. „Ich bin sehr enttäuscht, denn dieses Spiel hätten wir trotz der Ausfälle von Lisa-Marie Fragge und Katarzyna Kolodziejska gewinnen müssen.“

Die Stimmungslage auf Seiten der Gäste war natürlich eine ganz andere. „Ich bin sehr stolz auf das, was meine junge Mannschaft geleistet hat. Sie hat alles für den Sieg gegeben“, sagte HG-Trainer Sebastian Schräbler. „Ich muss allerdings dazu sagen, dass wir auch das nötige Quäntchen Glück hatten. Garrel hatte einige Pfosten- und Lattentreffer, das hätte auch anders ausgehen können. Aber nun, Glück gehört auch dazu, wir nehmen die Punkte gerne mit. Nun machen wir uns auf die Rückfahrt – und mit dem Erfolg im Gepäck freuen wir uns, dass sie schön lang lang ist...“

Sie wollen nichts verpassen, worüber das Oldenburger Münsterland spricht? Dann abonnieren Sie jetzt unseren Newsletter „Moin, OM!“. Er fasst für Sie das Wichtigste für den Tag auf einen Blick zusammen – immer montags bis freitags zum Start in den Tag.  Hier geht es zur Anmeldung

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

Garrels Handballfrauen verlieren zweites Spiel in Folge - OM online