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Garrels Handballfrauen bleiben oben dran - 40:29-Sieg über den TV Oyten

Drittligist BVG gewinnt Nachholspiel ungefährdet. Lisa-Marie Fragge erzielt zwölf Tore. Platz 4 ist sicher.

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Volles Dutzend: Lisa-Marie Fragge (schwarzes Trikot), erzielte beim Garreler 40:29-Sieg über Oyten 12 Treffer. Foto: Langosch

Volles Dutzend: Lisa-Marie Fragge (schwarzes Trikot), erzielte beim Garreler 40:29-Sieg über Oyten 12 Treffer. Foto: Langosch

Die Handballerinnen des BV Garrel haben im Nachholspiel gegen den TV Oyten überhaupt nichts anbrennen. Mit dem zu keiner Sekunde gefährdeten 40:29-Erfolg (21:11) bleiben sie am Tabellenführer der Gruppe A in der 3. Liga, SV Henstedt-Ulzburg, dran. Platz 4 ist in der Endabrechnung schon jetzt sicher, sogar die Meisterschaft ist noch drin.

Ein stark ersatzgeschwächter TVO stand in Garrel auf verlorenem Posten. Das 1:0, das Jasmin Johannesmann per Siebenmeter erzielte, sollte die einzige Gästeführung in den gesamten 60 Spielminuten bleiben. Der BVG übernahm umgehend das Kommando. Über 11:5 (14.), 15:7 (19.) und 18:9 (24.) kamen die Gastgeberinnen zu einer überdeutlichen 21:11-Halbzeitführung.

Nach der Pause blieb Garrel das tonangebende Team, zumal Oytens Sabine Peek nach rustikalem Einsteigen gegen die überragende Akteiurin auf dem Platz, Lisa-Marie Fragge, die Rote Karte sah. Eine harte, aber vertretbare Entscheidung. Daran dürfen die TVO-Frauen indes die Pleite nicht festmachen, dazu waren sie zu deutlich unterlegen.

Bei allen personellen Probleme und der relativen sportlichen Bedeutungslosigkeit war der Oytener Auftritt erschreckend schwach. Eklatant viele Fehlpässe, schwache Würfe und zahlreiche technische Mängel – so hatten die Gäste nicht den Hauch einer Chance.

Zumal der BV Garrel auch lange konsequent durchzog. Vor den beiden starken Torfrauen (Larissa Gärdes in der ersten, Julia Thoben-Göken in der zweiten Halbzeit) stand die Abwehr stabil, so dass es die Oytenerinnen schwer hatten, sich in Szene zu setzen. Da durften sich die Gastgeberinnen auch so manche Nachlässigkeit im Abschluss erlauben, ohne den Sieg in Gefahr zu bringen. Als Lisa-Marie Fragge knapp 10 Minuten vor dem Ende mit ihrem 12. Treffer das 35:21 erzielte, drohte Oyten ein Debakel. Nur weil die Gastgeberinnen anschließend deutlich den Fuß vom Gas nahmen, blieb dies dem TVO erspart.

  • BV Garrel - TV Oyten 40:29 (21:11)
  • Garrel: Larissa Gärdes, Julia Thoben-Göken – Lisa-Marie Fragge (12), Lisa Noack (8), Johanne Fette (4), Melanie Fragge (3), Robyn Rußler (3), Kim Schilling (3), Isabel Gerken (2), Sophie Solomachin (2), Kaya Schilling (1), Julia Schwarte (1), Lotta Stolle (1), Sarah Schwarte, Ann-Kathrin Frangen (ohne Einsatz), Lara-Sophie Meyer (o. E.).
  • Rote Karte: Sabine Peek (Oyten, 35., grobes Foul).
  • Zuschauer: 100.
  • Nächstes BVG-Spiel: Am Samstag, 2. April, von 17.30 Uhr an auswärts bei den SFN Vechta.

Drei Begegnungen stehen für den BV Garrel noch aus. Am Samstag steigt das Derby bei den SFN Vechta, gefolgt vom letzten Heimspiel am Sonntag (10. April) gegen die HSG Mönkeberg/Schönkirchen. Noch nicht angesetzt ist die Nachholpartie beim SC Alstertal/Langenhorn.

Die Suche nach einem Termin gestaltet sich schwierig, denn ein Großteil der „SCALA“-Mannschaft spielt auch für den VfL Bad Schwartau in der A-Jugendbundesliga im Viertelfinale gegen Leverkusen. Damit stehen für das Gros des Alstertaler Kaders von Sonntag an vier Spiele binnen einer Woche auf dem Programm. „Da kann ich gut verstehen, dass SCALA nicht noch eine fünfte Partie bestreiten will – und kann“, sagt Garrels Coach, Jonas Kettmann.

Nachholspiel bei Alstertal-Langenhorn könnte zugunsten des SC gewertet werden

Den regulären Termin am 20. März hatte Garrel absagen müssen, weil nur eine Torfrau und sechs Feldspielerinnen zur Verfügung gestanden hätten. „Davon kamen zwei genau einen Tag vorher aus der Quarantäne. Es wäre verantwortungslos gewesen zu spielen, es ging beim besten Willen nicht“, sagt Kettmann. In der übernächsten Woche fehlt dem SC wegen der Osterferien eine Reihe von Spielerinnen.

Nun könnte es darauf hinauslaufen, dass es zu einer Wertung für Alstertal kommt – und damit möglicherweise sowohl die Besetzung der Abstiegsrunde als auch die Meisterfrage am Grünen Tisch entschieden wird. „Die Planung des Deutschen Handballbundes ist Mist“, ärgert sich Kettmann. „SCALA trifft überhaupt keine Schuld.“

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