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Garrels Handballfrauen bereiten sich auf neun Endspiele vor

Der Drittligist startet mit der Teamvorbereitung auf die restliche Saison. Noch gibt es keine definitiven Zusagen für 2023/24.

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Die Mission Klassenerhalt: Trainer Grzegorz Goscinski sieht die Handballfrauen des BV Garrel vor neun Endspielen in der verbleibenden Serie der 3. Liga Nord. Foto: Langosch

Die Mission Klassenerhalt: Trainer Grzegorz Goscinski sieht die Handballfrauen des BV Garrel vor neun Endspielen in der verbleibenden Serie der 3. Liga Nord. Foto: Langosch

Seit dem 10. Dezember vergangenen Jahres sind die Handballfrauen des BV Garrel in der Weihnachtspause der 3. Liga Nord. Mit einem 27:24-Sieg über den SV Altencelle verabschiedeten sie sich vom alten Jahr, das Erfolgserlebnis tat dem Team von Trainer Grzegorz Goscinski gut. Der Weg zum Klassenerhalt wird dennoch steinig, denn der BVG steht aktuell nur auf Rang 9 unter 11 Mannschaften in der Nordstaffel der 3. Liga.

Der Rückstand auf den 7. Platz, der den direkten Klassenerhalt bedeutet, beträgt immerhin 4 Punkte, und Garrel hat nur noch 9 Begegnungen, um 2 der vor ihnen platzierten noch zu überholen. „Wir werden alles dafür geben“, sagt Goscinski. Er hat noch 11 Tage Zeit, um sein Team auf die verbleibende Serie einzuschwören – und diese eineinhalb Wochen kann er auch gut gebrauchen. Denn die gemeinsame Vorbereitung beginnt erst am heutigen Dienstag, da die Sporthalle in Garrel rund um die Feiertage geschlossen gewesen ist. 

„Der Verein gefällt mir, da hätte ich auch kein Problem damit, einen Oberligisten zu trainieren.“Trainer Grzegorz Goscinski

„Ich habe den Spielerinnen aber Hausaufgaben mitgegeben und ich hoffe sehr, dass sie diese individuellen Trainingspläne auch abgearbeitet haben“, meint der Coach, der sich sehr im Klaren darüber ist, dass die „Mission Klassenerhalt“ keine leichte ist. Am Sonntag, 22. Januar (15 Uhr) geht es mit dem Auswärtsauftritt bei der HSG Blomberg-Lippe II erstmals im neuen Jahr um Punkte. „Das ist für uns das erste von neun Endspielen“, meint Grzegorz Goscinski.

Unabhängig davon, ob Garrel in der dritthöchsten deutschen Spielklasse bleibt oder doch den Gang zurück in die Oberliga Nordsee antreten muss, würde Goscinski sehr gern beim BVG bleiben: „Der Verein gefällt mir, da hätte ich auch kein Problem damit, einen Oberligisten zu trainieren.“

Mit dem Teammanagement, in persona Franz-Josef Kettmann und Thomas Grotjan, hat sich Goscinski bereits ausgetauscht. „Wir würden auch gern mit ,Gunio’ weitermachen, aber es gibt das Problem, dass seine Lizenz ausgelaufen ist. Nun müssen wir klären, ob er sie mit einem Auffrischungslehrgang verlängern kann oder die C- und B-Lizenz neu erwerben ,muss“, sagt der sportliche Leiter der BVG-Handballfrauen, Jonas Kettmann. Er selbst ist kurz vor Weihnachten erstmals Vater geworden und legt nach der Geburt von Sohn Leo seinen Fokus erst einmal auf die Familie.

Auch, was Neuzugänge angeht, ist noch nichts spruchreif

Gleichwohl hat er natürlich auch den Überblick über den Stand der weiteren Kaderplanung für die kommende Saison 2023/2024. „Wir haben schon eine Menge Gespräche geführt und es sieht auch ganz gut aus.“, sagt Jonas Kettmann. „Aber es sind noch einige Punkte zu klären, so dass wir noch keinen offiziellen Vollzug vermelden können. Aber ich hoffe und denke, dass es noch im Januar etwas zu verkünden gibt.“

Auch, was Neuzugänge angeht, ist noch nichts spruchreif. „Wir haben einige Spielerinnen an der Angel, aber ob sie tatsächlich kommen, hängt auch davon ab, wer aus dem aktuellen Kader bleibt oder geht. Kurzfristig werden wir wohl nichts mehr machen“, sagt Kettmann. „Zugänge während der Saison sind schwierig, das haben wir ja selbst in der Drittligasaison 2018/ 2019 gesehen, als wir Marina Tomic und Katarina Stanic aus Serbien geholt hatten. Weitergebracht haben sie uns nicht. Aber wenn eine Spielerin käme, müsste sie sofort eine Verstärkung sein.“

Mit Platz 7 wäre der BVG sicher drin

Mittel- und langfristig sieht Jonas Kettmann den Verein vornehmlich in der Pflicht, die Jugendarbeit wieder zu intensivieren: „Wir wollen nicht, dass irgendwann von 16 Spielerinnen 15 von auswärts kommen. Daher müssen wir unsere eigenen Talente ausbilden. Dafür brauchen wir unter anderem Trainerinnen und Trainer, die die Kompetenz haben, die Kinder an leistungsorientierten Handball heranzuführen. Da muss der BV Garrel seine Hausaufgaben machen.“

Zunächst einmal gilt es indes, den Klassenerhalt in der 3. Liga zu schaffen. Mit Platz 7 wäre der BVG sicher drin, als Achter müsste Garrel in die Relegation, an der auch die vier weiteren Achtplatzierten der übrigen Staffeln (Nord-Ost, West, Süd-West, Süd) teilnehmen. Im Modus „Jeder gegen jeden“ wird die Relegation in Hin- und Rückspielen ausgetragen, nur der Erste bleibt in der 3. Liga.

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