Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

Garrel und das Ende der Zwangspause

Die Handballerinnen des BV Garrel bestreiten nach rund fünf Monaten wieder ein Spiel - ein 23:28 im Test gegen E&O Emmen.

Artikel teilen:
Aktivposten: Robyn Rußler, hier von zwei E&O-Spielerinnen in die Zange genommen, sorgte im Garreler Rückraum für einigen Betrieb. Foto: Langosch

Aktivposten: Robyn Rußler, hier von zwei E&O-Spielerinnen in die Zange genommen, sorgte im Garreler Rückraum für einigen Betrieb. Foto: Langosch

Nach mehr als fünf Monaten Zwangspause haben die Handballerinnen des BV Garrel endlich wieder ein Spiel bestritten. Am 7. März hatten sie im Gipfeltreffen der Oberliga Nordsee als Tabellenführer beim ersten Verfolger, dem VfL Stade, ein 25:25-Unentschieden erreicht, bevor das Coronavirus wenige Tage später dafür sorgte, dass die Saison erst unter- und später komplett abgebrochen wurde. Seitdem ruhte der Spielbetrieb. Nun haben die BVG-Frauen, die in die 3. Liga aufgestiegen sind, die Vorbereitung auf die kommende Saison aufgenommen. Der erste Testspielgegner kam aus der zweiten Liga der Niederlande, am Donnerstagabend unterlagen die Garrelerinnen E&O Emmen mit 23:28 (8:16).

Der Sieg für die Gäste ging zweifelsfrei in Ordnung, nicht zuletzt, weil die Saison für E&O bereits Mitte September beginnt und Emmen daher in der Vorbereitung schon ein gehöriges Stück weiter ist. „Wir haben im Juli angefangen und bereits einige Testspiele hinter uns“, meinte Trainer Mart Aalderink.Er ist im Kreis Cloppenburg kein Unbekannter, hatte er doch in der Saison 2014/2015 für den damaligen Oberligisten TVC gespielt. Nach zwei Jahren als „Co“ ist Aalderink seit dieser Saison Cheftrainer in Emmen und möchte mit seinem deutlich verjüngten Team den neunten Platz aus der vorigen Saison verbessern.

Vier Treffer zum Einstand: Katarzyna Kolodziejska (links) entwickelte auf Rechtsaußen Torgefahr. Foto: LangoschVier Treffer zum Einstand: Katarzyna Kolodziejska (links) entwickelte auf Rechtsaußen Torgefahr. Foto: Langosch

In Garrel präsentierte sich E&O als geschlossene, spielstarke Einheit. Da hatten die BVG-Frauen nicht viel zu bestellen. „Wie sind froh, dass wir endlich wieder spielen konnten“, meinte Trainerin Renee Verschuren. „Das war nach der langen Zeit ziemlich ungewohnt. An den Körperkontakt mussten sich meine Spielerinnen erst wieder gewöhnen. Natürlich haben wir den im Training auch, aber ein Spiel ist doch etwas ganz anderes.“

So wunderte es nicht, dass sich die Gäste, die ihre Tests beim Bundesligisten VfL Oldenburg und Garrels zukünftigem Ligarivalen SFN Vechta verloren hatten, beizeiten absetzten. Aus einem 5:7 (17.) wurde bis zur Pause ein 8:16. In den zweiten 30 Minuten wuchs der Rückstand zwischenzeitlich auf zehn Tore Differenz an (9:19, 35.) und bis zur Schlussphase drohte dem BVG eine deutliche Niederlage. Als Emmen aber zum Ende hin die Zügel schleifen ließ, kam Garrel noch von 16:25 (52.) auf 23:28 heran.

Die drei Neuzugänge im Team von Renee Verschuren – Kim Schilling, Robyn Rußler und Katarzyna Kolodziejska – deuteten ihr Potenzial an, am „Feintuning“ haperte es naturgemäß aber noch. „Handball spielen können alle drei natürlich“, meinte Verschuren. „Dass die Abläufe noch nicht passen, ist normal, schließlich war es unser erster Test. Aber die drei passen menschlich sehr gut zu uns, das ist eine ganz wichtige Grundlage. Der Zusammenhalt hat uns in der vergangenen Saison ausgezeichnet, das soll auch künftig so sein.“

Rückraumshooterin: Kim Schilling kam vom VfL Oldenburg II.  Foto: LangoschRückraumshooterin: Kim Schilling kam vom VfL Oldenburg II.  Foto: Langosch

Routinier Kolodziejska kam auf Rechtsaußen gleich zu vier Treffern, die „Halblinke“, Schilling, langte zweimal hin. Rußler tauchte variabel im gesamten Rückraum auf und steuerte ein Tor bei. Außerdem hinterließ die A-Jugendliche Dina Reinhold, die in der zweiten Halbzeit zum Einsatz kam, einen guten Eindruck – nicht nur ihrer beiden Treffer wegen.

„Es bleibt noch viel Arbeit“, resümierte Verschuren nach dem ersten Test. „Aber wir haben ja noch Zeit. Unser Start ist ja erst Mitte Oktober.“ In den verbleibenden neun Wochen bis zur Auftaktpartie gegen Borussia Dortmund II stehen noch eine Reihe von weiteren Vorbereitungsspielen und jede Menge Übungseinheiten auf dem Programm. Aus dem für dieses Wochenende vorgesehenen Trainingslager in Celle hingegen wird nichts. „Die Halle ist gesperrt“, sagt Verschuren. Das beschert den BVG-Frauen jedoch keine Freizeit – die Einheiten finden nun in Garrel statt.

Sie wollen nichts verpassen, worüber das Oldenburger Münsterland spricht? Dann abonnieren Sie jetzt unseren Newsletter „Moin, OM!“. Er fasst für Sie das Wichtigste für den Tag auf einen Blick zusammen – immer montags bis freitags zum Start in den Tag.  Hier geht es zur Anmeldung

Das könnte Sie auch interessieren

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

Garrel und das Ende der Zwangspause - OM online