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Fußballverband will von Saisonabbruch nichts wissen

Der NFV stellte bei einer Videokonferenz seine Pläne zur aktuellen Spielzeit vor. Daran nahmen die Vorsitzenden der Spielausschüsse auf Verbands-, Bezirks- und Kreisebene teil.

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Ungeachtet der weiterhin äußerst angespannten Coronalage möchte der Niedersächsische Fußball-Verband (NFV) die aktuelle Saison 2020/21 weiterhin unbedingt sportlich beenden. Das war das Ergebnis einer Videokonferenz, an der die Vorsitzenden der Spielausschüsse auf Verbands-, Bezirks- und Kreisebene sowie einige NFV-Vertreter teilnahmen. Vom Fußballkreis Cloppenburg waren der Spielleiter der Männer, Manfred Südbeck, sowie Ralf Busse, Spielausschuss-Vorsitzender der Frauen-Kreisliga Cloppenburg/Vechta/Oldenburg-Land /Delmenhorst dabei. Am kommenden Freitagabend (5. März) möchten Südbeck und der Chef des Fußballkreises Cloppenburg, Hans-Jürgen Hoffmann, die CLP-Vereine über die genauen NFV-Pläne informieren.

Südbeck sagte OM Online, dass die NFV-Ideen natürlich abhängig von den Entscheidungen der Politik seien. „Der Abbruch der Saison ist bei den Verantwortlichen im Moment jedenfalls kein Thema. Diese Option gibt es nicht. Auch die meisten der 33 Kreise möchten die Saison fortsetzen.“ Wenn Mannschaftssport wieder möglich sei, hielte der NFV eine zweiwöchige Vorbereitung – mit Ball und Kontakt – für ausreichend.

Manfred Südbeck selbst steht den NFV-Ideen für den Kreis Cloppenburg sehr skeptisch gegenüber. „Von der 3. Kreisklasse bis zur Kreisliga haben die Mannschaften erst ein oder zwei Spiele ausgetragen. In Niedersachsen sind wir der Kreis, der wegen Corona bislang am wenigsten spielen konnte“, sagt er. Den spätesten Termin für den Re-Start sieht er Mitte Mai. Allerdings nur dann, wenn die Saison bis zum Beginn der Sommerferien Ende Juli verlängert würde. Südbeck betont, dass die Cloppenburger die Spielzeit 2020/21 nicht einfach abbrechen oder annullieren können. „Wir haben hierzu keine Befugnis.“

Manfred Südbeck. Foto: WulfersManfred Südbeck. Foto: Wulfers

Momentan plant er die laufende Saison wie folgt:

1. Es wird in allen Spielklassen des Herrenbereichs von der Kreisliga bis zur 3. Kreisklasse nur eine einfache Hinrunde ausgetragen und gewertet. Es gibt dabei, wie in der Ausschreibung festgelegt, Auf- und Absteiger.

2. Eine Saisonverlängerung bis zum 21. Juli ist möglich. Dies ist davon abhängig, wann überhaupt wieder Pflichtspiele stattfinden dürfen.

3. Laut des Niedersächsischen Fußball-Verbandes können Spieler, die ihren Verein in der Wechselperiode 1 (1. Juli bis 31. August) verlassen möchten, bei einer Saisonverlängerung an den Spielen ihres alten Klubs im Juli ohne Nachteile beim Wechsel teilnehmen.

4. Es wird im Gegensatz zur vergangenen Serie 2019/20 diesmal keine Anwendung der Quotientenregelung geben, weil dafür aktuell die rechtliche Grundlage fehlt. In der abgelaufenen Saison hatte es hierzu einen gesonderten Beschluss auf Verbandsebene gegeben.

5. Können zum Beispiel in der Kreisliga und der 1. Kreisklasse von allen Vereinen bis zum 21. Juli lediglich zwölf statt 15 Pflichtspiele ausgetragen werden, erfolgt auf Basis dieser Partien und der Tabelle die Wertung der Saison. „Es wäre wünschenswert, wenn 15 Partien in die Wertung einfließen könnten“, so Manfred Südbeck.

6. Der Pflichtspielbetrieb hat Priorität vor dem Kreispokal. Ob der Cup-Wettbewerb noch ausgetragen wird, möchte Südbeck mit den CLP-Klubs bei der Videokonferenz besprechen. Die noch im Kreispokal verbliebenen Vereine dürfen Vorschläge unterbreiten. Die Entscheidung über diesen Wettbewerb liegt in der Verantwortung des Fußballkreises und seiner Klubs.

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