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Fußball: SV Bevern beantragt keine Oberliga-Lizenz

Mittlerweile bereut der Verein seine Entscheidung und räumt Fehler ein. Die Mannschaft war über den Schritt nicht informiert worden und reagierte überrascht.

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Überrascht: Nico Thoben und seine Teamkollegen vom SV Bevern wussten nicht, dass der Verein keine Oberliga-Lizenz beantrag hat. Foto: Bettenstaedt

Überrascht: Nico Thoben und seine Teamkollegen vom SV Bevern wussten nicht, dass der Verein keine Oberliga-Lizenz beantrag hat. Foto: Bettenstaedt

Obwohl der SV Bevern in der gerade begonnenen Meisterrunde durchaus Chancen auf den Aufstieg in die Oberliga hat, wird der Klub auch in der kommenden Saison definitiv in der Fußball-Landesliga auflaufen. Der SVB verzichtete darauf, beim Niedersächsischen Fußball-Verband (NFV) eine entsprechende Zulassung zu beantragen. Das bereut der Vorstand mittlerweile und räumt Fehler ein. Der 1. Vorsitzende Hansi Dreckmann: „Wir haben die Entscheidung schon vor einiger Zeit getroffen, als wir dachten, dass wir mit 6 bis 8 Punkten Rückstand auf Platz 1 in die Aufstiegsrunde starten würden. Im Nachhinein muss man klar sagen: Wir haben die Lage falsch eingeschätzt und uns zu früh entschieden.“

Das wirft Fragezeichen auf: Denn auch der SV Bevern hatte bis zum 31. März die Möglichkeit, die Oberliga-Lizenz zu beantragen. Aktuell hat der SVB 4 Zähler Rückstand auf Spitzenreiter SC Melle, aber auch ein Spiel weniger ausgetragen.

Dreckmann begründet die Entscheidung des Vereins zudem mit „vielen anderen Baustellen“ innerhalb des Vereins. „Mit Simon Wehming bekommen wir im Sommer einen neuen Trainer, zudem befinden wir uns auch was den Kader angeht in einem Umbruch“, sagt er. Dennoch sei es ein Fehler gewesen. „Wir möchten uns bei der Mannschaft und dem Trainerteam aufrichtig entschuldigen“, findet Hansi Dreckmann klare Worte.

"Die Landesliga ist dank der vielen Derbys viel attraktiver."Lukas Ortmann, Fußball-Obmann SV Bevern

Im Gegensatz zur Meistersaison 2018/19, als sich der SV Bevern nach Rücksprache mit der Mannschaft unter anderem aus wirtschaftlichen Gründen frühzeitig gegen einen Aufstieg entschieden hatte, wusste das Team diesmal von nichts. „Dass wir unsere Überlegungen nicht mit den Jungs kommuniziert haben, war ein Riesenfehler. Ich kann verstehen, dass vor allem unsere jüngeren Spieler sauer sind“, sagt Lukas Ortmann. Beverns Fußball-Obmann ist allerdings davon überzeugt, dass der Klub in der kommenden Saison besser in der Landesliga aufgehoben ist. „Sie ist dank der vielen Derbys deutlich attraktiver als die Oberliga. Außerdem befinden wir uns sportlich in einem großen Umbruch.“

Innerhalb des Teams kam das Vorgehen des Vereins nicht gut an. Das sagte Kapitän Sascha Thale. „Wir haben das am Samstagmorgen aus der Zeitung erfahren und waren sehr überrascht. Natürlich kann der Verein eine solche Entscheidung auch ohne uns treffen, aber es wäre schon schöner gewesen, wenn wir gefragt worden wären – so wie es ja auch 2018/19 der Fall gewesen war.“ Thale kündigt dennoch an, dass der SV Bevern in den verbleibenden Partie alles geben wird. „Wir haben uns gemeinsam mit Trainer Olaf Blancke darauf verständigt, dass es so etwas wie die ,Goldene Ananas' bei uns nicht gibt.“

Hansi Dreckmann möchte derweil am Montag beim NFV ausloten, ob es noch eine Möglichkeit gibt bzw. ob es Sinn macht, den Zulassungsantrag nachzureichen. „Vielleicht können wir unseren Fehler noch revidieren.“

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