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Fußball-Bezirksliga: Duell der beiden 1:5-Verlierer

Emstek und Lastrup kassierten am vergangenen Wochenende jeweils hohe Niederlagen und treffen nun aufeinander. Mit SV Thüle gegen SV Altenoythe steht am Sonntag ein zweites CLP-Derby an.

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Kampfstark: Der FC Lastrup (blaues Trikot) will gegen Emstek den dritten Saisonsieg einfahren. Foto: Bettenstaedt

Kampfstark: Der FC Lastrup (blaues Trikot) will gegen Emstek den dritten Saisonsieg einfahren. Foto: Bettenstaedt

SV Emstek - FC Lastrup. Für Jörg Roth ist es keine Partie wie jede andere. Wenn der Coach des Fußball-Bezirksligisten SV Emstek mit seiner Mannschaft an diesem Sonntag auf den FC Lastrup trifft (Anstoß: 15 Uhr), trifft der Hemmelter auf seinen Ex-Klub. Fünf Jahre lang trainierte er den FCL, bevor er 2015 nach nur drei Kreisliga-Spieltagen gehen musste. „Keine Frage, der Abschied war damals sicherlich nicht so schön – vor allem die Art und Weise, die der Verein gewählt hat“, sagt er, möchte aber nicht weiter ins Detail gehen. Zwar ist mittlerweile viel Zeit vergangen, über einen Sieg gegen die Lastruper dürfte sich Jörg Roth aber etwas mehr als sonst freuen.

Viele der aktuellen Lastruper Kicker kennt der Übungsleiter noch aus seiner Zeit in Lastrup, wo er nicht nur die Männern trainierte, sondern auch im Jugendbereich tätig war. „Ich erwarte ein umkämpftes und ausgeglichenes Spiel. Fakt ist: Wenn wir in der Liga bleiben wollen, müssen wir Lastrup schlagen.“ Dazu sollten seine Spieler jedoch deutlich weniger Fehler produzieren, als zuletzt beim 1:6 bei Amasyaspor Lohne. „Die Jungs müssen sich 120 Minuten lang voll auf Fußball konzentrieren – 30 beim Aufwärmen, 90 während des Spiels.“

Beim FC Lastrup war die Stimmung nach den beiden jüngsten Niederlagen gegen den TuS Emstekerfeld (0:1) und SV Holdorf (1:5) derweil zwar nicht gerade prickelnd, Trainer Martin Sommer ist aber weit davon entfernt, Trübsal zu blasen. „Gerade in der Partie gegen die starken Holdorfer lief es mit der fraglichen Roten Karte für Marius Koopmann und den drei Freistoß-Gegentoren doch sehr unglücklich.“ Mit dem SV Emstek erwartet Sommer nun einen Gegner, „der unsere Kragenweite hat“. Ein möglicher Vorteil: Der FCL weiß genau, wie Abstiegskampf in der Bezirksliga funktioniert, der SVE noch nicht. Doch der Lastruper Coach weiß: „Wir treffen auf einen unbequemen Gegner, der uns alles abverlangen wird.“

Zweikampfsieger: Steven Sieling (rotes Trikot) trifft mit dem SV Thüle am Sonntag im Stadtduell auf SV Altenoythe. Foto: WulfersZweikampfsieger: Steven Sieling (rotes Trikot) trifft mit dem SV Thüle am Sonntag im Stadtduell auf SV Altenoythe. Foto: Wulfers

SV Thüle - SV Altenoythe. Wenn am Sonntag um 15 Uhr die Fußballer des SV Thüle und des SV Altenoythe gegeneinander spielen, treffen nicht nur zwei direkte Tabellennachbarn, sondern auch zwei in den vergangenen beiden Runde durchaus erfolgreich daherkommende Teams aufeinander.

Während die Gäste mit dem 2:1-Erfolg in Brockdorf sowie dem 4:1-Sieg gegen Lüsche optimale sechs Zähler einheimsten, reichte es für Thüle immerhin zu vier Punkten. Dem 2:2 gegen BW Lohne II folgte ein überzeugendes 5:0 bei der Reserve des VfL Oythe.

„Wir haben etwas verändert und spielen jetzt im 4-3-3-System. Es läuft jetzt in die richtige Richtung, wahrscheinlich brauchte der Kopf auch einmal eine neue Aufgabe“, sieht Michael Macke, der den SV Thüle gemeinsam mit Sebastian Thunert trainiert, durchaus einen positiven Trend. Das Stadtderby ist aus Thüler Sicht losgelöst von Tabellensituationen zu betrachten. „So ein Derby hat seinen eigenen Charme. Für uns ist es die Möglichkeit, den nicht so guten Saisonstart vergessen zu machen.“ Das Mittel, wie ein Erfolg gegen den Nachbarn in die Tat umgesetzt werden kann, ist für Macke ebenfalls nur allzu klar. „Wer in den Zweikämpfen präsenter ist wird gewinnen und das sind hoffentlich wir.“ Ausfallen werden Hani Hassan, Stefan Vogel und vermutlich auch Quendrim Krasniqi und Vladimir Bobrov.

„Die Grundstimmung ist nach zwei Siegen natürlich eine ganz andere. Unsere Leistung war auch vorher in einigen Spielen schon in Ordnung, jetzt sind endlich auch die Punkte dazugekommen“, freut sich SVA-Trainer Christian Thölking. Folglich hofft der Coach, die positive Serie auch beim Nachbarn ausbauen zu können, ist sich der Schwere der Aufgabe aber durchaus bewusst. „Die Art und Weise, wie wir derzeit Fußball spielen stimmt mich positiv. Allerdings ist in Thüle natürlich ein dickes Brett zu bohren.“ Personell plagen Thölking wie bislang in jedem Spiel einige Sorgen. Arek Wojcik musste zuletzt frühzeitig ausgewechselt werden und droht wegen eines Muskelbündelrisses länger auszufallen, Patryk Cuper ist zudem privat verhindert. Immerhin gehört der zuletzt fehlende Sezer Yenipinar wieder zum Kader.

Am Sonntag um 15 Uhr stehen aus CLP-Sicht zudem folgende Partien an: TuS Emstekerfeld - VfL Oythe II, Frisia Goldenstedt - BV Garrel und SV Molbergen - Amasyaspor Lohne. 

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