Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

Fußball-Bezirksliga: Der SV Holdorf steht kurz vor der Meisterschaft

Der Spitzenreiter dreht bei Lohne II kurz vor der Halbzeit auf und gewinnt. Osterfeine kommt gegen Brockdorf in Schwung und die Grundtugenden lassen Lüsche in Vechta jubeln.

Artikel teilen:
Geschickt eingefädelt oder doch Elfmeter? Der Holdorfer Marco Soares (unten) geht im Zweikampf mit dem Lohner Jannis Krogmann zu Boden. Foto: Schikora

Geschickt eingefädelt oder doch Elfmeter? Der Holdorfer Marco Soares (unten) geht im Zweikampf mit dem Lohner Jannis Krogmann zu Boden. Foto: Schikora

BW Lohne II - SV Holdorf 3:5 - Nachdem die eigene Arbeit mit einem 5:3 (1:2)-Spektakel bei der Zweitvertretung von BW Lohne erledigt war, schauten die Spieler und Verantwortlichen von Fußball-Bezirksligist SV Holdorf gebannt auf den Liveticker des Spiels BV Garrel gegen Frisia Goldenstedt auf fussball.de, das eine halbe Stunde nach der eigenen Partie angepfiffen wurde.

Bis zur ersten Minute der Nachspielzeit wähnte sich der Spitzenreiter am frühen Samstagabend schon als Meister und Aufsteiger in die Landesliga, auch weil bei der Begegnung SW Osterfeine gegen GW Brockdorf (2:0) früh eine Tendenz erkennbar war. Doch Garrel erzielte noch den 2:1-Siegtreffer und die Holdorfer mussten den ganz großen Jubel noch zurückhalten. Die Garreler können bei vier Erfolgen in den vier ihnen verbleibenden Spielen noch mit einem Punkt am kleinen HSV vorbeiziehen, wenn dieser seine restlichen drei Begegnungen alle verlieren sollte. Die anderen Konkurrenten SFN Vechta, SV Molbergen und SV Altenoythe verabschiedeten sich allesamt an diesem Spieltag vollständig aus dem Titelrennen.

Das Spiel auf dem Lohner Kunstrasen hatte aber auch einiges zu bieten. BWL II startete stark und ging bereits in der Anfangsviertelstunde mit 2:0 in Front. Die A-Jugendlichen Yusif Rashwan (2.) und Laurenz Pölking (15., nach Missverständnis in der Holdorfer Abwehr) trafen. Das Holdorfer 2:1-Anschlusstor durch Johannes Höge (30.) deutete sich nicht unbedingt an, auch wenn die Gäste vor der Pause etwas besser reinkamen.

Holdorf zündet den Turbo

„Wir haben in der Kabine unsere Fehler genau angesprochen und die zweite Halbzeit dann absolut dominiert“, berichtete HSV-Trainer Jan Kreymborg. Es dauerte jedoch bis zur 80. Minute, ehe etwas Zählbares dabei heraussprang. David Brüwer erzielte in ebendieser Minute per Elfmeter nach Foul von Lutz Orthaus an Marco Soares den 2:2-Ausgleich.

Daraufhin ging es Schlag auf Schlag: HSV-Sturmspitze Lukas Liedmann drehte das Spiel mit seinem 3:2 komplett (86.) und Johann von Lehmden stellte prompt den Ausgleich wiederher – 3:3 (87., nach Freistoßflanke von Nils Engelmann). „Nach dem 3:3 waren wir zu euphorisch“, merkte BWL-II-Betreuer Stefan Renze selbstkritisch an. Die Folge war die erneute Holdorfer Führung durch den pfeilschnellen Liedmann per Konter (89.). Der eingewechselte Stefan Moormann setzte schließlich mit dem 5:3 den Schlusspunkt des Duells, in das von außen einiges an Hektik hereingetragen wurde. Übrigens: Spektakel können die beiden Teams scheinbar. Im Hinspiel hieß es noch 6:3 für Lohne.

SW Osterfeine - GW Brockdorf 2:0 - Kurz vor dem Saisonende nehmen die Bezirksliga-Fußballer von SW Osterfeine noch einmal Fahrt auf. Nachdem die Schwarz-Weißen vor allem zu Jahresbeginn mit erheblichen personellen Engpässen zu kämpfen hatten, stellen sich mit der Rückkehr einiger Leistungsträger nun auch wieder die Erfolgserbnisse ein. So feierte die Mannschaft von Spielertrainer Mehmet Koc am Samstagabend beim 2:0 (1:0)-Erfolg gegen GW Brockdorf den zweiten Sieg in Serie. Für den sicheren Klassenerhalt benötigt SWO nun nur noch vier Punkte.

Osterfeine trotzt Brockdorfer Alarmstart

„Wir haben die Qualität der Mannschaft nie infrage gestellt. Man merkt jetzt einfach, dass fast alle Spieler wieder regelmäßig trainieren und das macht sich dann bei den Ergebnissen bemerkbar. Ich bin mit dem Spiel absolut zufrieden“, freute sich Mehmet Koc nach der Partie. Der Osterfeiner Spielertrainer hatte dabei auch allen Grund, zufrieden zu sein. Zwar gehörte Brockdorf die Anfangsphase, nach einem 15-minütigen Powerplay der Gäste mit insgesamt sechs Ecken für GWB bekam Osterfeine die Partie in der Folgezeit aber immer besser in den Griff. „Wir wussten, dass Brockdorf am Anfang richtig Alarm machen wird. Das haben sie auch super gemacht. Wir sind aber ruhig geblieben“, lobte Koc. So gingen die Osterfeiner kurz vor der Halbzeitpause auch verdientermaßen in Führung. Nach einer Hereingabe von Christian Hegerfeld hämmerte Koc den Ball von der Strafraumkante volley in den Winkel (40.).

Auch in der zweiten Halbzeit machte Osterfeine den deutlich engagierteren Eindruck. Aus einer sicheren Defensive heraus spielte SWO immer wieder ansehnlich nach vorne und wurde hierfür auch belohnt: In der 60. Minute verwertete Christian Hegerfeld eine Vorarbeit von Felix Piening zum 2:0 für Osterfeine (60.). Vorausgegangen war eine starke Pressingaktion der Osterfeiner Offensivreihe.

Vorwärts: Osterfeines Kapitän Patrick Ihorst im Spiel gegen Brockdorf. Foto: SchikoraVorwärts: Osterfeines Kapitän Patrick Ihorst im Spiel gegen Brockdorf. Foto: Schikora

Brockdorfs Trainer Matthias Lünsmann erkannte den Erfolg der Hausherren neidlos an: „Unsere Anfangsphase war wirklich gut, aber dann haben wir die Spielkontrolle leider verloren. Wenn man sich am Ende des Tages keine richtige Torchance erspielt, dann darf man sich über eine 0:2-Niederlage auch nicht beschweren“, so Lünsmann.

SFN Vechta - BW Lüsche 1:2 - Die personell arg gebeutelten Bezirksliga-Fußballer von SFN Vechta sehnen sich dem Saisonende entgegen. „Wir gehen mittlerweile auf dem Zahnfleisch“, sagte Vechtas Trainer David Riesner nach der 1:2 (0:0)-Heimniederlage seiner Elf gegen BW Lüsche. Im Lager von BWL war der Jubel über den wichtigen Sieg im Abstiegskampf dagegen groß: „Wir haben wieder gezeigt, dass man uns nicht abschreiben sollte, egal gegen welchen Gegner es geht“, freute sich Lüsches Spielertrainer Michael Schaubert.

Die beiden beteiligten Trainer waren sich dabei einig, dass die Grundtugenden „Zweikampfführung“ und „Leidenschaft“ am Ende den Ausschlag für die Gäste aus Lüsche gaben. „Lüsche hat verdient gewonnen. Wir haben den Kampf heute nicht angenommen. Auch wenn unsere personelle Situation sicherlich nicht gut ist, kann ich zumindest Kampf und Laufbereitschaft an den Tag legen“, monierte David Riesner. Michael Schaubert war derweil mächtig stolz auf seine Elf: „Wir sind die Partie sehr konzentriert angegangen und haben wirklich alles reingeworfen.“

Ein Vechtaer im Anflug: Lüsches Spielertrainer Michael Schaubert (rechts) gegen Dominik Soremba. Foto: SchikoraEin Vechtaer im Anflug: Lüsches Spielertrainer Michael Schaubert (rechts) gegen Dominik Soremba. Foto: Schikora

In der ersten Halbzeit hatten beide Teams zunächst mit dem schwer bespielbaren Platz im Vechtaer Reiterwaldstadion zu kämpfen. „Die Platzverhältnisse sind uns sicherlich entgegengekommen. Es kam wenig Spielfluss auf“, gab Michael Schaubert zu. So blieben Chancen in der ersten Halbzeit Mangelware. Für Vechta gab es zudem in der Halbzeitpause eine neuerliche Hiobsbotschaft: Spielmacher Leo Kamke musste verletzungsbedingt ausgewechselt werden. „Das war dann Stammspieler Nummer acht, der uns wegbricht“, sagte Riesner.

Nach der Pause wurde die Partie dann etwas munterer, was auch an der Lüscher 1:0-Führung durch Tobias Ruhe lag (58., Freistoß aus 25 Metern). Elf Minuten später gelang SFN durch Anthony Djebou der 1:1-Ausgleich (69.). Kurz zuvor hatte Vechtas Tobore Macaulay die Latte getroffen (64.). Macaulay war für den schwer am Oberschenkel verletzten Simon Cocco eingewechselt worden – SFN richtet auf diesem Wege die besten Genesungswünsche aus. Als vieles auf eine Punkteteilung hinauslief, schlug Lüsche dann jedoch noch einmal zu: Nach einer Flanke von Matthias Schröder traf der eingewechselte Max Moormann per Kopf zum Lüscher Siegtor (88.). Eine Minute später sah Vechtas Khaaliq Canada noch Gelb-Rot.

OM-hilft -  Helfen Sie mit! Das Oldenburger Münsterland hilft den Geflüchteten aus der Ukraine. Hilfsinitiativen, Wohlfahrtsorganisationen und viele mittelständische Unternehmen sind bereits dabei, die Hilfe vor Ort zu koordinieren. Und auch Sie können sich beteiligen. Wie und Wo? Das sagt Ihnen  die Webseite om- hilft.org

Das könnte Sie auch interessieren

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

Fußball-Bezirksliga: Der SV Holdorf steht kurz vor der Meisterschaft - OM online