Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

Für Rasta Vechta ist das Mittelfeld in Sichtweite

Der Basketball-Zweitligist erwartet am Dienstagabend die Itzehoe Eagles zum ProA-Kellerduell - und der Rivale bringt einen neuen Anführer mit.

Artikel teilen:
Gegen die Eagles geht's weiter: Rastas Center Devin Searcy (links) und Tajuan Agee. Foto: Schikora

Gegen die Eagles geht's weiter: Rastas Center Devin Searcy (links) und Tajuan Agee. Foto: Schikora

Fortschritt auch ohne Einsatz: Die Basketballer von Rasta Vechta haben sich am 2. Weihnachtstag in der 2. Bundesliga ProA von Platz 15 auf Rang 13 verbessert – allerdings ohne eigenes Zutun. Am späten Sonntagnachmittag, als Rastas Coach Vladimir Lucic sein Team zum sportlichen Ausklang der Weihnachtstage bat, profitierte der BBL-Absteiger von den Niederlagen des VfL Bochum (in Trier) und der Artland Dragons (in Hagen). Bochum fiel auf Platz 15 zurück, die Dragons auf Rang 14.

Und Rasta Vechta? Das ProA-Schwergewicht, das nach wie vor auf der Suche nach Sicherheit und Konstanz ist, absolviert sein vorletztes Spiel der Hinrunde erst am Dienstagabend. Die Itzehoe Eagles mit Ex-Rasta-Trainer Pat Elzie sind ab 19.30 Uhr zu Gast im Rasta-Dome. Für Vechta ist es nach den Partien in Ehingen und gegen die Dragons das dritte Kellerduell in Serie – verbunden mit der Chance auf den dritten Sieg in Folge.

Sollte sich Rasta auch gegen den auf dem vorletzten Tabellenplatz liegenden Aufsteiger aus dem Südwesten Schleswig-Holsteins durchsetzen, würde man nach Punkten mit den Eisbären Bremerhaven gleichziehen und hätte erstmals seit Wochen den Kontakt zum Tabellenmittelfeld – eine verlockende Perspektive nach eher trostlosen Wochen.

Ex-Rasta-Coach Elzie hofft auf Neuzugang Charvis

Apropos trostlos: Im Rasta-Dome gibt's abermals eine Geisterspiel-Atmosphäre, den Fans bleibt nur der Livestream auf sportdeutschland.tv. Wie sieht's eigentlich bei der Konkurrenz aus? In Bremerhaven und Trier waren am Sonntag auch keine Besucher zugelassen. Paderborn (1031 Zuschauer), Hagen (972) und Karlsruhe (713) hatten indes Kulissen, die Rasta in diesen Tagen auch gerne hätte. Selbst eine Mini-Kulisse wie zuletzt in Schwenningen (228) wäre an der Pariser Straße gerne gesehen.

Sei's drum, Josh Young und Co. müssen die Energie wieder selbst erzeugen. Rastas Team, das nach dem Derbysieg gegen die Dragons und einer kurzen Aufarbeitung vier freie Tage hatte, ist seit Samstagabend wieder im Training. Bis zum Sprungball gegen die Eagles standen drei Video-Sitzungen, drei Trainingseinheiten, eine Krafteinheit im Fitnessstudio am Vormittag des 2. Weihnachtstages sowie drei Corona-Tests an – den dritten gibt's am Dienstagmorgen vor dem sogenannten „Shootaround“.

Lucic warnt vor den Eagles: „Ich kann nicht so richtig nachvollziehen, warum Itzehoe so weit unten steht. Für mich sind die Eagles ein wesentlich besseres Team, als es die Tabellensituation vermuten lässt.“ Von seinem Team erwartet der Serbe nach der kurzen Pause die volle Fokussierung auf eine wichtige Aufgabe im Abstiegskampf: „Jeder konnte Wehwehchen auskurieren und geht jetzt hoffentlich wieder voll zur Sache.“

Itzehoe ist indes noch mal auf dem Transfermarkt tätig geworden. Die Eagles, die kurz vor Weihnachten nach zuvor elf Niederlagen in Serie gegen Bremerhaven gewonnen hatten, gaben am Montag die Verpflichtung von Myles Charvis (27) bekannt. „Ich hoffe, dass er der Anführer ist, den wir gesucht haben“, sagt Elzie über den Spielmacher aus Kanada.

Itzehoe hatte zuletzt die Verträge mit den US-Guards Tyreek Jewell und Juvaris Hayes aufgelöst. „Beide Personalien nehme ich auf meine Kappe“, räumte Elzie am Wochenende im OM-Medien-Interview ein. Nun soll es Charvis richten. Selbstvertrauen bringt der neue Anführer mit. Sein Ziel sei es, Itzehoe noch in die Playoffs zu führen. „Ich denke, das ist immer noch absolut möglich“, so Charvis in der Eagles-Mitteilung. „Wir wissen noch nicht viel über Itzehoes Neuen. Für uns ist auch wesentlich wichtiger, dass wir mit der richtigen Einstellung in die Partie gehen“, sagt Lucic.

Sie wollen nichts verpassen, worüber das Oldenburger Münsterland spricht? Dann abonnieren Sie jetzt unseren Newsletter „Moin, OM!“. Er fasst für Sie das Wichtigste für den Tag auf einen Blick zusammen – immer montags bis freitags zum Start in den Tag.  Hier geht es zur Anmeldung

Das könnte Sie auch interessieren

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

Für Rasta Vechta ist das Mittelfeld in Sichtweite - OM online