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Für Prepens stimmen über 50 Prozent

Von derartigen Prozentzahlen können Politiker nur träumen: Mit 51,44 Prozent wurde Talea Prepens zu Niedersachsens Leichtathletin des Jahres in der Kategorie Nachwuchs weiblich gewählt.

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Zum Start bereit: Talea Prepens hofft wie viele Sportler so schnell wie möglich auf den ersten Wettkampf im neuen Jahr. Foto: Prepens

Zum Start bereit: Talea Prepens hofft wie viele Sportler so schnell wie möglich auf den ersten Wettkampf im neuen Jahr. Foto: Prepens

Auf der Homepage des Niedersächsischen Leichtathletikverbandes (NLV) haben insgesamt 1341 Besucher ihre Stimme abgegeben. "Es ist beeindruckend, welch herausragende Leistungen die Nominierten in diesem Sommer erzielten. Somit kann sich jeder als Gewinner fühlen!", bilanziert NLV-Geschäftsführerin Viktoria Leu die Leistungen niedersächsischer Leichtathleten in 2020.

Wie breit der niedersächsische Leichtathletik-Nachwuchs aufgestellt ist, lässt sich an der Nominierung von gleich 6 jungen Nachwuchsathletinnen erahnen. Wie auch auf der Sprintbahn in 2020, machte in der Kategorie "Nachwuchs Weiblich" Talea Prepens (TV Cloppenburg) das Rennen. Die U18-Weltmeisterin von 2017 zeigte 2020 auf beeindruckende Weise, dass auch in Zeiten einer Pandemie Bestleistungen um Bestleistungen erzielt werden können. So sprintete die 19-Jährige auf Platz eins bei der U20-DM über 200 Meter, auf Platz 2 bei der U20-DM über 100 Meter mit Landesrekord, auf Platz 5 bei der Aktiven-DM über 200 Meter und auf den achten Platz bei der Aktiven-DM über 100 Meter. Auf Talea Prepens, die beim Voting 51,44 Prozent aller Stimmen erhielt, folgen die Deutsche Siebenkampf-Meisterin in der U20 Lara Siemer (Rukeli Trollmann, 16,80%) auf dem zweiten Platz und die DM-Goldmedaillengewinnerin über die 800 Meter in der U18 Rieke Emmrich (LC Nordhorn, 13,95%) auf dem dritten Platz.

Bei den Frauen konnte Hochspringerin Imke Onnen (Hannover 96) ihren Titel vom Vorjahr verteidigen und gewann mit 53,32 Prozent aller Stimmen die Auszeichnung zur "Niedersächsischen Leichtathletin des Jahres 2020". Auf dem zweiten Platz landete Lea Meyer (VfL Löningen) mit 26,70 Prozent, die bei der Heim-DM in Braunschweig zu Silber über die 3000 Meter Hindernisdistanz lief.

Lea Meyer landete bei der Sportlerinnenwahl auf Rang 2. Foto: PrepensLea Meyer landete bei der Sportlerinnenwahl auf Rang 2. Foto: Prepens

Wann die Leichtathleten wieder in den Wettkampfmodus wechseln, ist coronabedingt weiter völlig unklar. Alle kurzfristig geplanten Wettbewerbe in Dortmund - Hallenmeeting zur Vorbereitung der Meisterschaften - sowie die Hallen-DM der Mehrkämpfer in Halle an der Saale entfallen ersatzlos. Ebenso sind die Deutschen Jugendhallenmeisterschaften gestrichen. Alle Ausrichter bekommen - im Unterschied zur Fußballbundesliga - Probleme mit den Kommunen bezüglich der Covid-19-Zahlen.

Für Zehnkämpfer Torben Prepens vom TV Cloppenburg ist damit der Traum von der vierten Teilnahme an einer Deutschen Jugendmeisterschaft geplatzt. In Halle a. d. S. war der Siebenkampf fest eingeplant. Damit werden wahrscheinlich alle seine Startmöglichkeiten bis zum Beginn der Sommersaison entfallen.

Sprinterin Talea Prepens kann noch hoffen. Aktuell stehen die Deutschen Meisterschaften der Männer und Frauen im Februar in Dortmund noch auf dem Wettkampfplan. Die erforderlichen Vorbereitungswettbewerbe entfallen allerdings. Als Bundeskaderathletin hat sie jedoch den Anspruch auf Trainingsmöglichkeiten an allen Deutschen Olympiastützpunkten, trainiert aber eisern mit ihrem Bruder bei Kälte und Regen auf der heimischen Anlage in Cloppenburg.

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