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Für Mühlens Handballerinnen wird die Luft immer dünner

Trotz Fan-Unterstützung kassierte der Oberligist gegen Wilhelmshaven die sechste Niederlage in Serie. Auch der TV Dinklage verlor - und erlebte dabei auch noch einen Verletzungsschock.

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Freie Sicht zum Tor: Mühlens Madeline Matos Ferreira beim Wurf, links: Antonia Richter. Foto: Wenzel

Freie Sicht zum Tor: Mühlens Madeline Matos Ferreira beim Wurf, links: Antonia Richter. Foto: Wenzel

GW Mühlens Handballerinnen entfernen sich in der Oberliga immer weiter vom rettenden Ufer. Auch der TV Dinklage wartet mittlerweile seit vier Spielen auf einen Sieg.

GW Mühlen - Wilhelmshavener HV  19:27

Im ersten Heimspiel vor Fans seit langer Zeit zeigte Mühlen Kampfgeist, doch das reichte gegen den Titelkandidaten nicht. „Wenn du in einer Halbzeit sechs Tore wirfst, kommst du gegen so ein Topteam für den Sieg nicht in Frage“, stellte Mühlens Trainer Thomas Kowalski mit Blick auf den 6:11-Pausenrückstand fest.

Während die Abwehr einen ordentlichen Job machte, lief vorne kaum etwas zusammen – trotz einer starken Leistung von Antonia Richter. „Wir haben nicht gut abgeschlossen, aber auch keine guten Chancen generiert“, berichtete der Coach. Nach der sechsten Niederlage in Serie sprach er zudem von einer „kapitalen mentalen Blockade“ und forderte: „Wir müssen versuchen, unabhängig von der Tabelle zu spielen.“

Immerhin: Von den restlichen sieben Spielen bestreitet Mühlen fünf zu Hause. Zudem hat GWM jetzt zwei Wochen Zeit, sich auf das nächste Heimspiel am 27. März gegen Schlusslicht TV Neerstedt vorzubereiten.

Das einzige realistische Szenario, den Abstieg noch zu vermeiden, ist für Thomas Kowalski ohnehin, den drittletzten Platz vor der HSG Bützfleth und Neerstedt zu verteidigen. „Ziel muss sein, die beiden hinter uns zu lassen. Und dann müssen wir hoffen, dass es vielleicht bei zwei Absteigern bleibt“, sagt Kowalski.

Tore: Paula Zerhusen (5), Antonia Richter (5/1), Antonia Böckmann, Luzia Kühling, Madeline Matos Ferreira (je 2), Emmi Bloemen, Louisa Schuh (je 1), Isabelle Bolles (1/1).

Hollenstedt - Dinklage  31:26

Die Leistung stimmte, dennoch war es ein Samstagsausflug zum Vergessen für den TVD. Die Dinklagerinnen reisten ohne ihre Top-Torschützin Anne Fangmann sowie ohne Lisa Brüning, Jacko Gottkehaskamp, Theresa Thomann und Torfrau Emma Scheper an – und dann verletzte sich kurz vor der Halbzeit auch noch Lisanne Dießel, die zum ersten Mal seit längerer Zeit wieder dabei war. Sie knickte ohne Fremdeinwirkung um und zog sich nach einer ersten Diagnose einen Außenbandriss sowie eventuell auch einen Bruch zu.

„Dies brachte leider einen Bruch in unser Spiel, da uns die Alternativen vor allem im Rückraum fehlten“, berichtete Trainerin Maike Bocklage. So fiel ihr Team nach der Pause (10:12) auf 10:15 und 14:22 zurück. Der Grund waren zu viele technische Fehler und schlechte Abschlüsse gegen Hollenstedts Torfrau. Immerhin zeigte Dinklage Moral und verkürzte noch einmal auf 25:29 (58.).

Überhaupt war nicht alles schlecht, fand Maike Bocklage. „Trotz allem war es eine gute Leistung meiner Mannschaft“, sagte sie. Ein Sonderlob zollte sie der einzigen Torfrau Andrea Möhlmann, die mit vielen schönen Paraden eine höhere Niederlage verhinderte.

Zudem feierte die A-Jugendliche Johanna Herzog ihr Debüt in der Ersten. „Sie hat ihre Sache im ersten Einsatz super gemacht“, sagte Maike Bocklage.

Am Samstag (19.30 Uhr) kommt nun der Tabellenfünfte MTV Tostedt in den TVD-Sportpark. Maike Bocklage gibt sich kämpferisch: „Nun heißt es, Kopf hoch und wieder neu angreifen, um in der Tabelle nicht weiter durchgereicht zu werden.“

Tore: Lena Kampers (6/4), Milena Dießel (4), Pia Kreutzmann, Marlene Reinke, Lena Fortmann, Melanie Fröhle (je 3), Leonie Kohorst (2), Johanna Herzog, Lisanne Dießel (je 1).

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