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Frust in New York: Julia Middendorf scheitert in der ersten Runde

Das Tennis-Talent aus Dinklage unterlag der 15-jährigen Amerikanerin Clervie Ngounoue bei den US Open der Junioren mit 3:6 und 3:6. Jetzt ruhen ihre Hoffnungen auf dem Doppel.

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Aus in der ersten Runde: Julia Middendorf in New York. Foto: Jürgen Hasenkopf

Aus in der ersten Runde: Julia Middendorf in New York. Foto: Jürgen Hasenkopf

Nach einer Stunde und 21 Minuten, nach 141 ausgespielten Punkten, sagte der Schiedsrichter auf Court No. 9 im „Billie Jean King National Tennis Center“ in Flushing Meadows einen Satz, den Julia Middendorf so gar nicht hören wollte: „Game, set and match Ngounoue.“ Fünf Wörter, die die 18 Jahre alte Dinklagerin noch mal bis ins Mark trafen. Denn in diesem Moment war klar: Die „US Open Junior Championships“ in New York, für Julia Middendorf das dritte und zugleich letzte Junior-Grand-Slam-Turnier, waren für die Spitzenspielerin des TV Visbek beendet – zumindest, was den Einzel-Wettbewerb angeht.

Julia Middendorf kassierte am Montagnachmittag Ortszeit in New York in der ersten Runde des Wettbewerbs „Girl's Singles“ eine 3:6, 3:6-Niederlage gegen die 15 Jahre alte Amerikanerin Clervie Ngounoue und musste damit wie schon bei den French Open in Paris im Juni bereits nach dem ersten Match die Segel streichen. In Wimbledon im Juli hatte sie ihr Auftaktmatch gewonnen, um dann in Runde zwei verletzt aufgeben zu müssen.

Julia Middendorf zeigte sich nach ihrer Premiere im Stadtteil Queens „total enttäuscht“, es sei „bitter gelaufen“. Und sie ergänzte: „Wenn ich eine Chance hatte, hab' ich sie einfach nicht genutzt.“ Eine Anspielung auf ihre vier Breakbälle, die sie allesamt vergab. „Meine Gegnerin hat im ersten Satz gleich ihre erste Breakchance genutzt. Und ihr erstes Break im zweiten Satz war unglücklich für mich. Der Hartplatz in New York ist unfassbar schnell. Wenn du da ein Break kassierst, wird's schwierig“, erklärte Julia Middendorf. Clervie Ngounoue schaffte insgesamt drei Breaks.

Power mit der Vorhand: Julia Middendorf in ihrem Erstrundenspiel bei den US Open in New York. Foto: Jürgen HasenkopfPower mit der Vorhand: Julia Middendorf in ihrem Erstrundenspiel bei den US Open in New York. Foto: Jürgen Hasenkopf

Ansonsten war es ein enges Match, bei den Gewinnschlägen lagen beide gleichauf (16:16), bei den „unforced errors“, also den nicht erzwungenen Fehlern, hatte Julia Middendorf sogar weniger (22:28). Bei den entscheidenden Punkten hatte das junge US-Talent aber die Nase vorn. „Schade“, sagte Julia Middendorf und sprach von einer „wichtigen Erfahrung“. Und weiter: „Ich muss versuchen, bei den entscheidenden Punkten einfach aktiver und aggressiver zu spielen.“

Julia Middendorf war am Freitagabend Ortszeit in New York gelandet und hatte am Sonntag lediglich eine einstündige Trainingseinheit zur Vorbereitung. Im Spiel selbst war's dann „super heiß“ mit einer „extrem hohen Luftfeuchtigkeit“.

Die Dinklagerin hofft nun, dass es im Doppel an der Seite von Mara Guth besser läuft. Das DTB-Duo, das Ende Juli bei der U-18-EM in Klosters/Schweiz den Doppel-Titel gewonnen hatte, ist in New York an Nummer sieben gesetzt. Nach einem Freilos in Runde eins steht am Mittwoch das erste Match an.

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