Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

Frisia-Sieg dank spätem Doppelpack

Bezirksliga-Derbys: Goldenstedt schlägt Lüsche, Osterfeine gewinnt bei Oythe II mit Köpfchen und Holdorf spielt 1:1 gegen Amasyaspor.

Artikel teilen:
Kampf am Mittelkreis: Steffen Wilkens, zweifacher Goldenstedter Torschütze, hier im „Knie-Duell“ gegen den Lüscher Ole Ostendorf. Foto: Schikora 

Kampf am Mittelkreis: Steffen Wilkens, zweifacher Goldenstedter Torschütze, hier im „Knie-Duell“ gegen den Lüscher Ole Ostendorf. Foto: Schikora 

Drei der insgesamt 72 VEC-Derbys in der Bezirksliga sind am Wochenende über die Bühne gegangen. Mittendrin waren Frisia Goldenstedt, BW Lüsche, SV Holdorf, Amasyaspor Lohne, SW Osterfeine und VfL Oythe II. 

Frisia Goldenstedt - BW Lüsche 3:1

Frust und Erleichterung – so konnte man die beiden Gefühlswelten der Fußball-Bezirksligisten BW Lüsche und Frisia Goldenstedt nach dem Ende dieses VEC-Derbys unterscheiden. Frisia siegte mit 3:1 (0:0) bei den Lüschern, kam aber erst spät zu den Siegtreffern. Im Lüscher Lager stand die Erkenntnis, auch in langer Unterzahl gut mitgehalten zu haben. Zu guter Letzt stand man aber mit leeren Händen da.

Dabei ging es in der ersten Halbzeit eher beschaulich zur Sache. „Beide Mannschaften waren noch nicht so im Wettkampfmodus“, berichtete BWL-Sprecher Arno Suding. Goldenstedts Trainer Jörg Peuker sah hingegen eine einseitige erste Halbzeit und meinte: „Wir haben zu wenig aus den Chancen gemacht und hatten ein wenig Sorge, dass sich das in der zweiten Hälfte rächt.“ Ein einschneidendes Ereignis aus Sicht der Gastgeber war die Gelb-Rote Karte für Spielertrainer Michael Schaubert, der zunächst für eine Schwalbe verwarnt wurde und dann für ein Foul im Mittelfeld vom Platz gestellt wurde (38.).

Die Gäste versuchten im zweiten Abschnitt, Ball und Gegner weiter laufen zu lassen und kamen dann durch Steffen Wilkens (55., Abstauber nach Schuss von Lars Feder) zur 1:0-Führung. Doch das gab Frisia keine Sicherheit. Lüsche hatte durch Andre Schrandt (51.) und Jochen Thobe (67.) zwei Möglichkeiten, ehe der Ausgleich durch ein unglückliches Eigentor von Tobias Feldhaus fiel (80.). Letztendlich gelang Goldenstedt dann der entscheidende Doppelschlag: Erneut Wilkens hämmerte einen langen Ball aus der Drehung unter die Latte (88.) und Joker Thorben Köhler brachte den Sieg mit dem 3:1 unter Dach und Fach (90.). Bei den Lüschern fehlten am Ende nach langer Unterzahl die Kräfte. Frisia-Coach Peuker fand den Sieg „auf jeden Fall verdient“.

SV Holdorf - Amasyaspor Lohne 1:1 

Zum Saisonstart ist noch etwas Sand im Getriebe: Die Bezirksliga-Fußballer des SV Holdorf mussten sich gegen Amasyaspor Lohne mit einem am Ende gerechten 1:1 (0:0)-Unentschieden zufrieden geben. Nach der 0:3-Niederlage gegen SF Lechtingen im Pokal am letzten Wochenende warten die ambitionierten Holdorfer noch auf ein Erfolgserlebnis nach der langen Corona-Zwangspause.

In der ersten Halbzeit übernahmen die Holdorfer zunächst das Kommando und erspielten sich drei gute Torgelegenheiten. Piet Risse (8.), Safet Dzinic (15.) und David Brüwer (20.) schafften es aber nicht, die Hausherren in Front zu bringen. Daraufhin wurden die Gäste Mitte des ersten Durchgangs immer stärker und besaßen durch Stürmer Ahmet Yilmaz zwei Großchancen (35./40.).

Nach dem Pausentee kam der kleine HSV wiederum besser aus der Kabine. Erneut waren es Risse, Dzinic und Brüwer, die ihre Möglichkeiten nicht im Lohner Gehäuse unterbringen konnten. HSV-Sturmspitze Dzinic köpfte in der 63. Minute auf Flanke von Marco Soares dann aber doch zur 1:0-Führung ein. Vorausgegangen war eine tolle Holdorfer Kombination. Die auf den Lohner Rückstand folgende Einwechslung des pfeilschnellen Alper Yilmaz ließ das Derby dann noch einmal kippen. Yilmaz marschierte von der Mittellinie bis in den Holdorfer Sechzehner und zog schließlich das Foul von Holdorfs Innenverteidiger Roman Aumann. Obendrein gab es für Aumann die Gelb-Rote Karte. Den darauf folgenden Elfmeter versenkte Amasya-Neuzugang Henning Tönnies (72.).

Die Gäste machten mit einem Mann mehr weiterhin Druck, wurden aber nur noch bei zwei halbwegs gefährlichen Standardsituationen zwingend. Auf der Gegenseite vergab noch einmal Holdorfs Piet Risse.

VfL Oythe II - SW Osterfeine 0:4

Hohes Pressing, viele Chancen und vier Tore: Fußball-Bezirksligist SW Osterfeine ist mit einem 4:0 beim Reserveteam des VfL Oythe in die Saison gestartet und hat für ein Ausrufezeichen gesorgt. „Das war ein hochverdienter Sieg“, sagte SWO-Spielertrainer Mehmet Koc. Sein Gegenüber Julian Gieseke pflichtete ihm bei: „Es hätte sogar noch deutlich höher ausfallen können.“

Von Beginn an machten die Südkreisler im VEC-Derby Druck, spielten mit Zug auf das gegnerische Tor und pressten aggressiv gegen den Ball. „Das war eine überragende erste Halbzeit“, verdeutlichte Koc. Doch lange belohnten sich die Osterfeiner nicht für ihre Vorstellung. Oythes Schlussmann Marvin Welp hielt seinen Kasten sauber. „Der hat ein paar Sachen überragend rausgeholt“, sagt Koc. Beim Kopfballtor des SWO-Spielertrainers (34.), das aus einer Kombination resultierte, war er dann aber geschlagen.

Bei Standards wurde es gefährlich: Oythes Torwart Marvin Welp streckt sich gegen SW Osterfeine. Foto: SchikoraBei Standards wurde es gefährlich: Oythes Torwart Marvin Welp streckt sich gegen SW Osterfeine. Foto: Schikora

Nach der Pause wurde es kurz hitzig: Der zuvor eingewechselte Steffen Grave sah nach einer Beleidigung des Gegenspielers die Rote Karte (51.). Osterfeine war in Überzahl und nutzte die größeren Räume für weitere Angriffe, die immer häufiger zu Eckbällen führten.

Das missfiel Oythes Trainer Gieseke. „Das war nicht unser Plan. Die haben groß gewachsene Spieler und das wurde dann auch leider bitter bestraft.“ Die Osterfeiner Treffer zwei und drei resultierten jeweils aus Ecken. Frederic Lampe (61.) und Lukas Decker (77.) nickten die Bälle ein. Den Schlusspunkt setzte Maximilian bei der Hake direkt im Anschluss: Mehmet Koc spielte das Leder flach in die Mitte, bei der Hake beförderte es mit einem strammen Schuss genau in den Knick (78.).

„Alles, was wir uns in der Vorbereitung vorgenommen haben, konnten wir leider nicht umsetzen“, ärgerte sich Julian Gieseke über den verpatzten Start.

Der neue Newsletter für Friesoythe. Immer am Donnerstag das Wichtigste aus der Eisenstadt in ihrem Postfach. So verpassen Sie nichts mehr.  Jetzt hier kostenlos anmelden

Das könnte Sie auch interessieren

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

Frisia-Sieg dank spätem Doppelpack - OM online