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Freude bei SFN: Luca Vodde, Tina Schwarz und Svenja Ruhöfer bleiben an Bord

Kurz vor dem Re-Start in der 3. Liga verkündete Vechtas neuer Handballtrainer Christoph Nisius die gute Nachricht. Torfrau Aleksandra Sach ist dagegen nicht mehr dabei. Lesen Sie hier, warum nicht.

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Sie spielen auch in der nächsten Saison für SFN: Luca Vodde, Tina Schwarz und Svenja Ruhöfer. Foto: Nisius

Sie spielen auch in der nächsten Saison für SFN: Luca Vodde, Tina Schwarz und Svenja Ruhöfer. Foto: Nisius

Christoph Nisius hat viel zu tun in diesen Wochen. Eine neue Mannschaft kennenlernen und einen neuen Verein. Die Kaderplanung für die nächste Saison vorantreiben, die nächsten Gegner per Video studieren und nebenbei auch noch dreimal pro Woche das Training leiten. „Was ich derzeit an Telefonaten führe, das habe ich in meiner Trainerlaufbahn so noch nicht erlebt“, sagt der 38-Jährige. Aber er beschwert sich nicht. Im Gegenteil: „Es macht unfassbar viel Spaß“, sagt er.

Kurz vor Weihnachten trat der gebürtige Lübecker bei den Drittliga-Handballerinnen von SFN Vechta die Nachfolge des langjährigen Trainers Kai Freese an, der kurz zuvor beurlaubt worden war. Seither bereitet er die Mannschaft auf den Re-Start vor. Am Samstag (17.30 Uhr) erwartet SFN vor leeren Rängen den VfL Oldenburg II.

Für Vechta ist es das erste Punktspiel seit der 29:34-Niederlage bei der HG Owschlag am 11. Dezember – und das erste Pflichtspiel unter dem neuen Trainer.

Der Neue bei SFN Vechta: Trainer Christoph Nisius beim Testspiel in Garrel. Rechts Tina Schwarz. Foto: Gabi MüllerDer Neue bei SFN Vechta: Trainer Christoph Nisius beim Testspiel in Garrel. Rechts Tina Schwarz. Foto: Gabi Müller

Wenige Tage vor dem Neustart konnte Nisius, der einen Vertrag bis 2023 besitzt, am Dienstag eine erste gute Neuigkeit verkünden – oder besser gesagt gleich drei: Die Leistungsträgerinnen Luca Vodde, Tina Schwarz und Svenja Ruhöfer werden auch in der nächsten Saison für SFN spielen. Nach Gesprächen mit Abteilungsleiter Jörn Borchardt und Nisius gaben die drei jetzt ihre Zusagen für ein weiteres Jahr. Die Zukunft von Luca Vodde und Tina Schwarz war aus beruflichen und privaten Gründen ungewiss gewesen.

Umso mehr freute sich Nisius, dass alle drei an Bord bleiben. „Ich bin glücklich, dass uns drei tragende Säulen auf und neben dem Spielfeld erhalten bleiben“, sagte er: „Die drei gehören zu den Topspielerinnen der 3. Liga.“ Weitere Zusagen will der Verein in Kürze verkünden. B-Lizenz-Inhaber Nisius wünscht sich zudem „drei bis fünf“ Neuzugänge. „Ich hätte gerne einen 16- oder 17-Mann-Kader“, sagt er. Handlungsbedarf sieht er vor allem auf Rechtsaußen – und im Tor.

Denn vor dem Neustart hat Nisius auch zwischen den Pfosten eine neue Baustelle. Torfrau Aleksandra Sach, erst im vergangenen Sommer verpflichtet, ist in ihre Heimat Polen zurückgekehrt und wird nicht mehr für SFN spielen. Der Grund: Die 25-Jährige will sich nicht gegen Corona impfen lassen. Nisius sucht nun für die nächste Saison eine neue Torfrau. In der laufenden Spielzeit sollen Carolin Tiedeken (20) und Rike Kühling (23) die bisherige Nummer eins im Tor ersetzen.

Zurück in Polen: Aleksandra Sach. Foto: MüllerZurück in Polen: Aleksandra Sach. Foto: Müller

Der Verein muss sich zudem nach neuen Co-Trainern umsehen. Nach dem Rücktritt von Marc Clausing, Jakob Kasperlik und Ewa Wozinska, die nach der Beurlaubung Kai Freeses ihre Ämter niedergelegt hatten, schließt Nisius auch eine vereinsinterne Lösung nicht aus. „Die Gespräche laufen“, verrät er.

Im medizinischen Bereich hat sich der Drittligist bereits neu aufgestellt. Mannschaftsärztin ist ab sofort die langjährige SFN-Leistungsträgerin Steffi Kläne, die heute als Ärztin in der Unfallchirurgie/Orthopädie im Krankenhaus in Diepholz arbeitet.

Als Physiotherapeut konnte der Verein Max Hecht gewinnen, der in Vechta das MedMax-Therapiezentrum in der Oldenburger Straße betreibt.

Zwei Testspiele hat Nisius mit seinem neuen Team bereits bestritten – gegen den Liga-Rivalen BV Garrel gab es ein 30:30 und ein 26:27, wobei die Ergebnisse nebensächlich waren, zumal in beiden Spielen die Müller-Schwestern und im zweiten auch Tina Schwarz fehlten. Ein dritter geplanter Test gegen den Oberligisten SG Friedrichsfehn fiel aus.

Nisius' erster Eindruck war positiv. „Wir haben auch einige neu einstudierte Sachen umgesetzt“, sagt er. In Sachen Torabschluss sieht er allerdings noch Luft nach oben. „Da müssen wir fünf bis zehn Prozent an Effektivität drauflegen“, sagt er.

Die Abschlussschwäche der SFN-Damen hatte schon seinem Vorgänger Kai Freese viel Kopfzerbrechen bereitet – und sie war ein Grund dafür, dass Vechta (13:11 Punkte) in dieser Saison schon einige Zähler liegen ließ.

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