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Freistellung erst einmal sacken lassen

Die Ex-Cloppenburgerin Imke Wübbenhorst spricht über den Verlust des Trainerpostens in Lotte. Ihr liegen bereits Anfragen vor. Sie kann sich aber auch eine Rückkehr in den Schuldienst vorstellen.

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Schluss mit Lotte: Imke Wübbenhorst hat ihren Posten als Trainerin bei den Sportfreunden in der Fußballregionalliga West verloren.Foto: picture alliance/dpaGuido Kirchner

Schluss mit Lotte: Imke Wübbenhorst hat ihren Posten als Trainerin bei den Sportfreunden in der Fußballregionalliga West verloren.Foto: picture alliance/dpaGuido Kirchner

Es ist gerade einmal ein paar Tage her, dass Imke Wübbenhorst ihren Job beim Fußballregionalligisten Lotte verloren hat. Am Montag stellten die Sportfreunde die 32-Jährige frei. Damit endet ihr erste Engagement als Fußballlehrerin nach nur wenigen Monaten. Im Sommer hatte Wübbenhorst die höchste Lizenz, die der Deutsche Fußballbund für Trainer und Trainerinnen zu vergeben hat, erworben.

Der Rauswurf schmerzt die ehemalige Übungsleiterin der Zweitligafrauen und Oberligamänner des BV Cloppenburg: „Es ging mir schon einmal besser, aber ich komme zurecht.“ Erst einmal ist die gebürtige Ostfriesin in ihre Heimatstadt Aurich zurückgekehrt und lässt die ganze Geschichte sacken. Fest steht aber für sie: „Ich habe mir nichts vorzuwerfen und immer alles dafür gegeben, dass sich die Mannschaft entwickelt und besser wird. Sicherlich habe ich auch Fehler.“

Gleichwohl verweist sie darauf, dass besagte Entwicklung der Mannschaft sehr wohl zu erkennen sei, auch wenn die Sportfreunde nur eines ihrer letzten sieben Spiele gewonnen haben. „Wir sind besser geworden, nur haben die Ergebnisse nicht gepasst. Nehmen wir nur einmal das 0:2 zuletzt gegen Essen. Das Spiel durften wir nie verlieren. Wir haben das Problem, dass wir unsere Chancen nicht gut genug genutzt haben“, sagt Wübbenhorst. „Für Außenstehende mag die Freistellung keine Überraschung sein, wir haben aus 19 Spielen nur 13 Punkte auf dem Konto. Aufgrund der Leistungen in vielen Spielen und mit ein bisschen mehr Glück hätten wir aber auch zehn Zähler mehr haben können.“

"Es haben sich viele Personen gemeldet"Imke Wübbenhorst

Umso mehr freut die 32-Jährige der zahlreiche Zuspruch, den sie in den vergangenen Tagen erfahren hat. „Es haben sich so viele Personen gemeldet, die mir ein tolles Feedback gegeben haben. Das hat mich sehr gefreut und beeindruckt. Vor allem, weil sehr viele Fachleute – wie etwa Scouts und Vereinsfunktionäre – darunter waren, die meine Arbeit auch einschätzen und beurteilen können und sehen, welche Fortschritte die Mannschaft gemacht hat.“

Zu den Umständen ihrer Entlassung möchte sich Imke Wübbenhorst derzeit nicht äußern. Zur Vertretung ihrer Interessen hat sie sich einen Rechtsbeistand gesucht. Und in der Zwischenzeit bleibt für sie genug Gelegenheit, sich Gedanken zu ihrer beruflichen Zukunft zu machen. Die Chance, in den Schuldienst zurückzukehren, besteht für die ausgebildete Lehrerin ebenso wie die, ihre Trainerinnenlaufbahn fortzusetzen. Ohne ins Detail zu gehen, lässt Imke Wübbenhorst durchblicken, dass es bereits kurz nach ihrer Entlassung in Lotte erste Anfragen gegeben hat.

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