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Freese vollzieht Rücktritt vom Rücktritt

Bei den Handballerinnen von SFN Vechta gibt es eine überraschende Wendung.

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Macht doch weiter: Handball-Trainer Kai Freese. Foto: Müller

Macht doch weiter: Handball-Trainer Kai Freese. Foto: Müller

Am Montagabend wurde die überraschende Kehrtwende auch praktisch vollzogen. Erst wurde die Mannschaft informiert, im Anschluss daran leitete Kai Freese dann auch gleich wieder das erste Training. Und setzte damit in die Tat um, was er und Abteilungsleiter Jörn Borchardt wenige Tage zuvor besprochen hatten: Nur vier Wochen nach seinem unerwarteten Rücktritt aus privaten Gründen kehrt Kai Freese ebenso überraschend auf den Posten als Trainer der Drittliga-Handballerinnen von SFN Vechta zurück.

„Wir freuen uns, dass Kai sich noch mal für den Handball in Vechta entschieden hat“, teilte Jörn Borchardt mit und ergänzte: „Damit haben wir für die Mannschaft, das Trainerteam und die Handballabteilung die beste Lösung gefunden.“ Der Abteilungsleiter gab zu, dass sich die Suche nach einem Nachfolger schwierig gestaltet habe. Er habe „viele Gespräche mit geeigneten Kandidaten“ geführt. Aber: „Da der Zeitpunkt vor bzw. in der Vorbereitung auf die nächste Saison lag, sind bereits viele Trainer an Verträge gebunden. Außerdem kam die Unsicherheit aufgrund der Corona-Pandemie dazu und es wurde schnell klar, dass es keine einfache Lösung geben wird.“

Man habe dann mit dem Co-Trainerteam nach einer Lösung gesucht. „Und bei diesen Gesprächen kristallisierte sich eine Wunschlösung heraus, die eine Rückkehr von Kai Freese als Trainer bevorzugte. Da wir immer engen Kontakt zu Kai hatten, konnten die Gespräche einfach und direkt geführt werden und wir haben Kai überzeugt, seine erst kürzlich getroffene Entscheidung zu revidieren.“

Der Coach soll künftig in verschiedenen Bereichen entlastet werden

Der 46-jährige Freese, der SFN vor fünf Jahren übernommen hatte, hatte sein Amt erst vor vier Wochen niedergelegt. „Ich bin zurückgetreten, weil ich eine Pause brauche, und das ausschließlich aus privaten Gründen“, hatte Freese damals erklärt und von einer „Entscheidung pro Familie“ gesprochen. Zum jetzigen Sinneswandel sagte Kai Freese: „Ich habe lange mit Jörn gesprochen und er hat mir einen Vorschlag gemacht, wie ich mehr Entlastung bekommen kann.“

So soll der Coach künftig vor allem in den Bereichen Sponsorenbetreuung und Scouting mehr Unterstützung bekommen. Auch bei Behördengängen oder wenn es darum geht, für eine Spielerin eine Wohnung zu besorgen, soll die Arbeit auf mehrere Schultern verteilt werden. Freese zeigte sich auch von Jörn Borchardts Engagement beeindruckt: „Jörn hat sich sehr um mich bemüht und hat nicht locker gelassen.“ Der Coach betonte aber, seine Entscheidung sei „keine Mitleidsnummer“, weil der Verein keinen geeigneten Nachfolger gefunden habe. „Wenn ich so etwas mache, dann muss ich voll dahinter stehen“, sagte Freese.

Von seiner Familie holte sich Freese das Okay für die Rückkehr

Auch von seiner Familie habe er sich das Okay für die Rückkehr in den Trainerjob geholt. „Die Familie steht dahinter“, sagt der Vater zweier Kinder im Grundschulalter. Genug Zeit für die Saisonvorbereitung mit seiner Mannschaft wird Freese wohl trotz seiner vierwöchigen Auszeit haben. „Ich gehe davon aus, dass die Saison erst nach den Herbstferien beginnen wird. Also Ende Oktober“, sagt der SFN-Coach. Derzeit warten er und die SFN-Abteilung gespannt auf die Einteilung der Drittliga-Staffeln. Vechta will unbedingt in die Nordstaffel eingeordnet werden.

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