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Franka Poniewaz will ihren Ex-Klub ärgern

Die Volleyballerinnen des VfL Oythe reisen am Sonntag zu Bayer Leverkusen. Derweil hat Trainer Zoran Nikolic die Hoffnung auf eine bessere Personalsituation.

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Freut sich auf Familie und Freunde: Franka Poniewaz (Mitte), hier im Spiel gegen den BBSC Berlin. Foto: Schikora

Freut sich auf Familie und Freunde: Franka Poniewaz (Mitte), hier im Spiel gegen den BBSC Berlin. Foto: Schikora

Wenn Franka Poniewaz am Sonntagmorgen in den Bus steigt, wird es für die Volleyballspielerin des VfL Oythe eine Reise in die Vergangenheit. Der Frauen-Zweitligist fährt nach Nordrhein-Westfalen zu Bayer Leverkusen. Los geht's in der Ostermann-Arena um 16.00 Uhr.

Angst vor der großen Halle – immerhin 3500 Zuschauer können in Zeiten ohne Corona-Pandemie Platz nehmen – hat Franka Poniewaz keine. Logisch, denn von 2013 bis 2018 spielte die Außenangreiferin selbst in Leverkusen und sammelte schon in jungen Jahren reichlich Zweitliga-Erfahrung. „Es ist immer sehr schön, wiederzukommen“, sagt Franka Poniewaz.

Nach wie vor kennt sie noch die allermeisten Bayer-Spielerinnen – die einen noch aus der Jugend, andere bereits aus ihrer Anfangszeit in der 2. Bundesliga. Zudem hat sie dort im Rheinland noch viele Freunde, die die VfL-Kapitänin genauso wie ihre Eltern am Sonntag in der Halle unterstützen werden. „Das wird schön sein“, freut sich Franka Poniewaz. Aktuell sind laut der Webseite von Bayer Leverkusen 750 Zuschauer zugelassen, es gilt die 2G-plus-Regel.

Franka Poniewaz sieht sich als Führungsspielerin

Nach fünf Jahren in Leverkusen wechselte Franka Poniewaz, heute 25 Jahre alt, zum VfL Oythe. Damals ist sie nach Osnabrück gezogen; über ihren Kontakt zu Christine Aulenbrock kam dann der Wechsel nach Oythe zustande. Mittlerweile bewohnt Franka Poniewaz mit ihrem Mann Bennet Poniewaz, ebenfalls Volleyball-Spieler, ein Haus in Bad Essen und pendelt zum Training nach Vechta.

Nach drei Jahren beim VfL Oythe und acht Jahren Zweitliga-Erfahrung sieht sich Franka Poniewaz als Führungsspielerin – auch angesichts ihrer jungen Mitspielerinnen. Sie sagt: „Alle wissen, dass man sich auf mich verlassen kann. Und ich weiß, dass ich mich aufs Team verlassen kann.“ Nichtsdestotrotz will die Außenspielerin „noch einen Ticken“ auf ihre bisherigen Leistungen drauflegen und variabler werden. „Besser geht immer“, sagt sie mit einem Schmunzeln.

Krankheitswelle macht Oythe zu schaffen

Die vergangenen Wochen waren für die Oyther Mannschaft keineswegs einfach. Seit Mitte Dezember plagt sich das Team mit Erkältungen, Grippefällen und Anfang des Jahres auch mit Corona herum. Der Höhepunkt der Seuchenwelle erreichte Oythe am vergangenen Spieltag. Mit Paulina Brys und Marian Mischo liefen gleich zwei stark angeschlagene Spielerinnen bei SCU Emlichheim (0:3) auf.

„Das Wichtigste ist jetzt, dass wir alle wieder fit werden und 13 Spielerinnen zur Verfügung haben“, sagt Franka Poniewaz. Danach könne man sich um die sportliche Misere des VfL kümmern.

In den letzten fünf Spielen gab's nur einen Sieg, ein 3:2 bei VCO Berlin. Oythe ist gehörig ins Wanken geraten, befindet sich aber dank einer starken Phase im November, als man vier Spiele in Serie gewann, nicht in Abstiegsnot. Franka Poniewaz geht mit der aktuellen Lage recht entspannt um: „Nervös werden wir nicht. Wir hatten auch vier richtige Brocken zum Start.“

Gegen Leverkusen "auch mal wieder Sätze gewinnen"

Recht hat sie: Sowohl RC Borken (1./0:3) und der SCU Emlichheim (4./0:3) als auch Leverkusen (2.) und der übernächste Gegner VC Stralsund (7.) haben mehr Punkte als Oythe auf dem Konto. Poniewaz sagt aber auch: „Trotzdem haben wir schlecht gespielt. Wir müssen gegen Leverkusen auch mal wieder Sätze gewinnen und ein gutes Spiel zeigen.“ Dann würde die Mannschaft wieder ein besseres Gefühl bekommen. Dass sei im Volleyball „sehr wichtig“, merkt sie an. Im Training stimme die Leistung, berichtet sie.

Ob alle Spielerinnen dabei sein können, entscheidet sich erst am Freitagabend, sagt Coach Zoran Nikolic. Die Krankensituation sei im Laufe der Woche „etwas besser“ geworden. So oder so gilt für Franka Poniewaz vor dem Duell mit ihrem Ex-Klub: „Leverkusen ist schlagbar“. Das habe man im Hinspiel trotz des 0:3 gesehen, zweimal fehlten nur drei Punkte zum Satzgewinn.

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