Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

„Final 4“ oder vier Aufsteiger: NFV erhält weitere Anträge

Die vom NFV präferierte Lösung für einen Saison-Abbruch im Fußball bekommt Konkurrenz. Kreischef Martin Fischer geht dennoch von einer großen Mehrheit aus.

Artikel teilen:
Gibt's doch noch neue Aufstiegs-Shirts? Egestorf-Langreder war 2016 mit Christoph Beismann in die Regionalliga aufgestiegen. Letztes Jahr ging es runter in die Oberliga. Foto: dpa / Zwing

Gibt's doch noch neue Aufstiegs-Shirts? Egestorf-Langreder war 2016 mit Christoph Beismann in die Regionalliga aufgestiegen. Letztes Jahr ging es runter in die Oberliga. Foto: dpa / Zwing

Von einem laufenden Countdown zu sprechen, wäre vielleicht etwas überdramatisiert. Aber: Der außerordentliche Verbandstag des Niedersächsischen Fußballverbandes (NFV) nähert sich immerhin in langsamen Schritten. Am 27. Juni um 10.00 Uhr – also am übernächsten Samstag – steht das Treffen der Funktionäre aus Niedersachsen an. Veranstaltungsort ist Barsinghausen, aber eine richtige Zusammenkunft wird es wegen der Coronavirus-Pandemie eher nicht geben – es muss digital gelöst werden.

„Die eingetretene Situation ist beispiellos“, heißt es in einem NFV-Schreiben. In der Tat: Der Abbruch der Saison 2019/20 soll beschlossen werden. Das Präsidium plädiert für die Wertung mit der Quotientenregelung – ohne Absteiger, mit Aufsteigern. Nun sind aber noch weitere Anträge bekannt geworden.

Einige Klubs wollen mehr Aufsteiger

Der MTV Treubund Lüneburg, nach Quotientenregelung Zweiter in der Landesliga Lüneburg und damit in der vom NFV präferierten Variante nicht aufstiegsberechtigt, orientiert sich in seinem Antrag an der Entscheidung des Fußball- und Leichtathletikverbandes Westfalen. Dort war beschlossen worden, dass neben dem „Quotientenmeister“ auch der Erste der Hinrundentabelle hochgehen darf, wenn dies auf zwei verschiedene Teams zutrifft. „Den Antrag stellen wir nicht nur für die Landesliga, sondern für alle Ligen. In der Vorrunde haben alle Mannschaften einmal gegeneinander gespielt. Dann sollte auch der Herbstmeister aufsteigen dürfen“, sagt Volker Harms aus der MTV-Fußballabteilung.

Auch der SSV Kästorf (3. in der Landesliga Braunschweig), der VfB Rot-Weiß Braunschweig (2. in der Kreisliga Braunschweig), der SV Wilhelmshaven (2. in der Bezirksliga II) und Inter Celle (2. in der 3. Kreisklasse Celle) beantragen Ausweitungen und/oder Modifizierungen der Aufstiegsberechtigungen.

VfL Oldenburg möchte in die Regionalliga

Ein etwas kurioserer Vorschlag kommt vom Kreisklassisten FC Germania Parsau aus dem Landkreis Gifhorn. Der Klub schlägt Final-4-Turniere der vier erst- und letztplatzierten Mannschaften einer Liga vor, um auf neutralem Platz Auf- und Absteiger zu ermitteln. Auch der TuS Berge setzt sich dafür ein, dass es einen Abbruch mit Auf- und Absteigern gibt.

Der FC Dynamo Lüneburg macht sich dagegen als einziger Antragssteller für eine Annullierung der unterbrochenen Saison 2019/20 stark. Drei Vereine haben unterdessen Anträge auf eine Fortsetzung der aktuellen Spielzeit nach der Corona-Pause eingereicht. Dies sind der SV Nienstädt, Kickers Vahrenheide und der TuS Sulingen, Tabellensechster in der Landesliga Hannover.

Einen gesonderten Antrag stellte Oberligist VfL Oldenburg. Er fordert, dass neben den bereits benannten Aufsteigern Borussia Hildesheim und Atlas Delmenhorst auch die weiteren Teams, die die Lizenz für die Regionalliga erhalten haben, aufsteigen dürfen. Die Profiteure wären hier der VfL sowie Germania Egestorf-Langreder.

„Das ist alles vorläufig.“NFV-Kreischef Martin Fischer zu den Anpassungen auf fussball.de

Auffällig ist, dass auf der Plattform fussball.de die Tabellen der Oberliga sowie der Landesliga Lüneburg bereits nach Quotienten berechnet werden. Gleiches gilt für die OM-Bezirksliga und die Kreisliga Vechta. Eine Direktion von der NFV-Spitze gab es dafür nicht. NFV-Kreischef Martin Fischer begründet die Veränderungen damit, „dass wir uns schnellstmöglich vorbereiten müssen“. Er betont: „Das ist alles vorläufig.“

Der Kreis Vechta wird seine sieben Stimmen dem Antrag des NFV-Präsidiums geben. Fischer, der mit wesentlich mehr Anträgen gerechnet hatte, registrierte in der Sitzung des Verbandsvorstands am Samstag eine „große Mehrheit für diesen Vorschlag“. Beim außerordentlichen Verbandstag wird zunächst über die Annullierung abgestimmt. Danach ist bereits die im Kreis Vechta präferierte Variante dran. Wenn mehr als 50 Prozent zustimmen, steht der Beschluss.

Sie wollen nichts verpassen, worüber das Oldenburger Münsterland spricht? Dann abonnieren Sie jetzt unseren Newsletter „Moin, OM!“. Er fasst für Sie das Wichtigste für den Tag auf einen Blick zusammen – immer montags bis freitags zum Start in den Tag.  Hier geht es zur Anmeldung

Das könnte Sie auch interessieren

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

„Final 4“ oder vier Aufsteiger: NFV erhält weitere Anträge - OM online