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Falke Steinfeld will Mission Impossible vermeiden

Am Sonntag ist das Schlusslicht im Landesliga-Kellerduell gegen BW Hollage gefragt. Der TV Dinklage will gegen den SV Bevern derweil den Höhenflug fortsetzen.

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Akrobatisch: Steinfelds Nick Baron (links) muss gegen Hansa Friesoythe auf artistische Höchstleistungen zurückgreifen, um den Ball anzunehmen. Foto: Wenzel

Akrobatisch: Steinfelds Nick Baron (links) muss gegen Hansa Friesoythe auf artistische Höchstleistungen zurückgreifen, um den Ball anzunehmen. Foto: Wenzel

Falke Steinfeld - BW Hollage. Den Abstand auf die Nichtabstiegszone bis zur Winterpause auf sechs Punkte reduzieren – dieses Ziel setzte Falke Steinfelds Trainer Artur Zimmermann seiner Mannschaft nach dem OM-Duell in der Fußball-Landesliga gegen Hansa Friesoythe. Am Sonntag können die Falken gegen BW Hollage (14.00 Uhr) die ersten drei von möglichen neun Punkten ergattern. Nach Hollage gibt es noch ein Auswärtsspiel in Bad Rothenfelde und ein Heimspiel gegen den FC Schüttorf.

„Das ist möglich“, sagt Zimmermann vor dem Duell des Tabellenletzten gegen den Drittletzten: „Wir müssen die gute Leistung aus den vergangenen Spielen bestätigen.“ Bis Oktober waren die Falken für die restlichen Teams ein garantierter Punktelieferant. Seitdem hat sich Steinfeld gefangen und mit Punktgewinnen gegen Melle, GW Mühlen und dem Sieg gegen Frisia Wilhelmshaven zu einem unangenehm zu spielenden Landesliga-Gegner entwickelt. Trotz des Aufwärtstrends beträgt der Abstand zum rettenden Ufer vor dem Wochenende neun Punkte, weswegen sich Falke einen Ausrutscher gegen Hollage nicht leisten kann. Zimmermann: „Wenn wir gegen Hollage verlieren, sind wir wieder zu weit unten drin.“ Eine Rettung würde dann einer Mission Impossible gleichen.

Gegner Hollage weist derzeit einen ähnlichen Trend auf wie Falke. Die Gäste siegten zuletzt 1:0 in Voxtrup und erkämpften sich zuvor gegen den ungeschlagenen Tabellenführer Holthausen/Biene einen Punkt (1:1). „Die Ergebnisse zeigen, dass sie sich stark verbessert haben“, sagt Zimmermann: „Ich bin gespannt.“ Anfang August trennten sich beide Teams 0:0. Diesmal wird laut dem Falke-Trainer „die Mannschaft mit mehr Glück gewinnen – und die mehr in das Spiel investiert“.

Personaltechnisch muss Steinfeld noch auf einige Akteure verzichten: Hendrik Brundiers und Oleksii Mazur sind nach Verletzungen wieder ins Training eingestiegen, für ein Comeback wird es laut Zimmermann aber nicht reichen. Paul Roggenkamp (Leiste) wird am Sonntag ebenfalls fehlen.

TV Dinklage - SV Bevern. Die Landesliga-Kicker des TV Dinklage schweben derzeit auf einer Welle des Erfolgs: „Besser kann es nicht sein“, erzählt Trainer Stefan Arlinghaus vor dem Heimspiel am Samstag (15.00 Uhr) gegen den SV Bevern. Gegen den FC Schüttorf (3:2) feierte der TVD vergangene Woche seinen vierten Sieg in Serie und zog dadurch sogar an Gegner Bevern in der Tabelle vorbei. Ein fünfter Streich der Dinklager wäre laut Arlinghaus „einfach Wahnsinn“.

Dass der SV Bevern aber keine Laufkundschaft ist, ist dem Trainer durchaus bewusst: „Sie sind stark, sie haben individuell starke Leute“, so Arlinghaus und stützt sich dabei auf die eigenen Erfahrungen aus dem Hinspiel. Im August gab es im Duell der beiden Teams keinen Sieger. Dinklage rettete dank eines späten Treffers von Lasse Barz einen Punkt aus Bevern – der Endstand lautete 1:1. Das Spiel sei laut Arlinghaus mit der kommenden Begegnung aber nicht vergleichbar: „Damals hatten wir personelle Probleme“, verrät der Trainer, „es herrschte bei uns viel Leerlauf.“ Mit ein bisschen Glück „hätten wir das Spiel aber gewinnen können“, meint Arlinghaus, „doch das ist jetzt alles vorbei. Es wird ein ganz anderes Spiel werden.“

Das liegt vor allem an der aktuell bestechenden Form der Dinklager. „Wir sind gut im Rhythmus drin“, sagt Stefan Arlinghaus. Auch das Glück ist derzeit auf der Seite des TVD: Gegen Schüttorf drehte Dinklage einen 1:2-Rückstand in der Nachspielzeit noch in einen Sieg – wie damals in Bevern war erneut Lasse Barz der späte Siegtorschütze. „Wenn wir das Glück heute haben, dann ist was drin“, meint Arlinghaus.

Das Spiel gegen Bevern ist die zweite Partie eines harten TVD- Restprogramms im Jahr 2022. Bis zur Winterpause folgen zwei Auswärtsspiele beim Tabellenzweiten SV Wilhelmshaven und beim Tabellenführer SV Holthausen/Biene an den beiden nächsten Freitagen. „Die Jungs sind heiß“, verrät Arlinghaus, der sich kein konkretes Ziel für die kommenden Aufgaben gesetzt hat: „Wir wollen so viele Punkte holen wie möglich“, so der Coach.

GW Mühlen - SV Bad Rothenfelde. Der jüngste 3:0-Erfolg gegen den VfL Wildeshausen war Balsam für die Seelen der Landesliga-Fußballer von GW Mühlen. Mit zwei Siegen aus den letzten drei Spielen „sollten wir aus der jüngsten Ergebniskrise raus sein“, meint Mühlens Trainer Andreas Hinrichs. Spätestens mit einem Sieg im Heimspiel gegen den SV Bad Rothenfelde (Sonntag, 14.00 Uhr) sollte dies der Fall sein. „Wir wollen noch ein paar Punkte sammeln, damit wir entspannt auf die Winterpause zugehen können“, sagt Hinrichs.

Es ist der Auftakt in die Rückrunde der Landesliga – im Hinspiel teilten sich beide Teams nach einem torlosen Remis zum Saisonauftakt die Punkte. Hinrichs beschreibt Bad Rothenfelde als „eine abgezockte, routinierte Mannschaft“. Gegen die kompakte Defensive der Gäste „müssen wir erst mal Lösungen finden“, fügt der Coach hinzu. Die Effizienz vor dem Tor war zuletzt einer der Hauptgründe für Mühlens Tief. „Jetzt haben wir in den letzten Spielen aber wieder Tore geschossen“, merkt Hinrichs an. Gleich neun Treffer konnten die Mühlener Fans in den letzten zwei Heimspielen sehen. Es läuft wieder im Münsterland-Stadion. „Wir spielen gerne zuhause. Der Platz hier ist in einem ordentlichen Zustand“, erzählt Hinrichs. Ein Fakt, der bei den schlechter werdenden Witterungsbedingungen nicht zu vernachlässigen ist.

Im Kollektiv: Mühlens Spieler beim Torjubel. Foto: WenzelIm Kollektiv: Mühlens Spieler beim Torjubel. Foto: Wenzel

Auf dem Rasen wird demnächst Mühlens Constantin Westermann wieder zu sehen sein. Nach langer Verletzungspause steht das Comeback des Mannschaftskapitäns kurz bevor. Hinrichs verrät, dass Westermann am Sonntag erst mal auf der Bank Platz nehmen wird, ein Startelfeinsatz vor der Winterpause aber nicht auszuschließen ist. „Er ist super wichtig für uns“, lobt Hinrichs seinen Kapitän: „Er ist ein Antreiber, der immer vorneweg marschiert.“ Fragezeichen stehen hingegen noch hinter den Einsätzen von Marcel Schillmöller, Jonas Pöhlking (beide krank) und Markus Stukenborg (dicker Knöchel).

SV Holthausen/Biene - VfL Oythe. Sie galten lange als die durchmarschierende Übermacht in der Landesliga. Doch diesen Status haben die Fußballer des SV Holthausen/Biene zuletzt trotz ihrer weiterhin komfortablen Tabellenführung durch ihre beiden Remis in Hollage und gegen Bad Rothenfelde (jeweils 1:1) verloren. Genau dieser Umstand ist es, der beim VfL Oythe für Hoffnung sorgt. Am Sonntag um 14.00 Uhr ist die Mannschaft von Trainer Daniel Roth am Biener Busch zu Gast – und sie rechnet sich beim Primus schon etwas aus.

Roth schickt aber zunächst einmal eine Warnung voraus: „Man darf sich von ihnen nicht in die Breite und in die Tiefe ziehen lassen. Sonst nehmen sie dich schnell auseinander und es kann nach einer halben Stunde schon 0:2 stehen.“ Der Oyther Fokus liegt daher zunächst einmal darauf, der 60-Tore-Offensive mit einem stabilen Konstrukt zu begegnen. „Erst mal wollen wir so lange wie möglich hinten die Null halten – und dann Nadelstiche setzen. Auch das ist möglich“, sagt Roth, der mit seinem Team die letzten drei Spiele verloren hat.

Die personelle Situation ist bei den Oythern allerdings alles andere als verheißungsvoll. Am Sonntag fehlen Sebastian von Merveldt, Markus Lübberding (beide Urlaub), Justus Stärk (gesperrt), Janek Jacobs, Lorenz Holzenkamp, Luka Luniku und Tim Kröger (alle verletzt). Kai Winkler konnte krankheitsbedingt noch nicht trainieren, sodass die Torwartfrage noch geklärt werden muss. Felix Schneppe (Hüfte) wackelt zudem leicht.

Frisia Wilhelmshaven - SV Holdorf. Viel zu lachen gab es bei den Fußballern vom SV Holdorf zuletzt nicht. Der Landesliga-Aufsteiger hat seine letzten sechs Spiele allesamt verloren und steckt als Tabellenvorletzter tief in der Abstiegszone. Dazu konnte Trainer Jan Kreymborg durch Verletzungen und Sperren nur auf einen Bruchteil seines Kaders zurückgreifen. Damit die trübe Stimmung beim nächsten Auswärtsspiel bei Frisia Wilhelmshaven (Sonntag, 14.00 Uhr) nicht weiter anhält, versucht Jan Kreymborg gute Laune in Holdorf zu installieren. Am Freitagabend ging es für die Mannschaft in die heimische Soccerhalle. „Einfach, um etwas Spaß zu haben“, sagt Kreymborg.

Der Coach konnte innerhalb der Woche bereits eine positive Einstellung bei seinen Spielern beobachten. „Wir sind motiviert“, so Kreymborg, der sich bis Weihnachten drei bis vier Punkte erhofft: „Wir fahren frohen Mutes nach Wilhelmshaven, um wieder in die Erfolgsspur zu finden.“ In der Erfolgsspur war Holdorf beim 3:1-Sieg im Hinspiel gegen Frisia Wilhelmshaven. „Da war Frisia aber noch nicht eingespielt“, merkt Jan Kreymborg an.

Der Coach wird bei der Reise an den Jadebusen unter anderem ohne Thomas Mikulskij (Nasen-OP), Stefan Moormann (Knöchelverletzung) und Lukas Bollmann (Kapselriss im Finger) auskommen müssen. Dafür kehren Steven Bentka, David Brüwer und Andrej Homer nach ihren Spielsperren zurück.

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