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Falke Steinfeld plant einen Umweg mit ein

Die Landesliga-Fußballer stehen vor ihrem dritten Jahr im Weser-Ems-Oberhaus. Es knirscht noch ein wenig im Gebälk.

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Falke Steinfeld: Hinten von links&nbsp;&nbsp; Betreuer Klaus Rusche, Denis Häberle, Lukas Themann, Louis Lahrmann, Bruno Korbion, Georges Arthur Baya Baya und Physiotherapeut Mats Deters.<br>Mitte von links Claas Langhorst, Andreas Zimmermann, Julian Pille, Johannes Kuhlmann, Joshua Heyer, Kevin Schmietendorf, Michael Michaelis und Maxim Repinetchii.<br>Vorne von links Trainer Artur Zimmermann, Ali Kurt, Oliver Schlundt, Constantin Nieberding, Michael Pöhlking, Halil Ablak und Paul Kosenkow. Foto: Wenzel

Falke Steinfeld: Hinten von links   Betreuer Klaus Rusche, Denis Häberle, Lukas Themann, Louis Lahrmann, Bruno Korbion, Georges Arthur Baya Baya und Physiotherapeut Mats Deters.
Mitte von links Claas Langhorst, Andreas Zimmermann, Julian Pille, Johannes Kuhlmann, Joshua Heyer, Kevin Schmietendorf, Michael Michaelis und Maxim Repinetchii.
Vorne von links Trainer Artur Zimmermann, Ali Kurt, Oliver Schlundt, Constantin Nieberding, Michael Pöhlking, Halil Ablak und Paul Kosenkow. Foto: Wenzel

Die Ausgangslage ist klar: Platz vier in der Hinrunde wäre der Grundstein für den Klassenerhalt. Weil man dann in der Meisterrunde und damit unabsteigbar wäre. Wenn das nicht klappt, muss es in der Rückserie mit der zweiten Chance in der Abstiegsrunde mindestens Rang fünf sein. Das sind die zahlenmäßigen Vorgaben für die Landesliga-Fußballer von Falke Steinfeld vor der Saison 2021/22.

Trainer Artur Zimmermann hat das Ziel Klassenerhalt im Visier, wobei er den Umweg über die Abstiegsrunde in Kauf zu nehmen bereit ist. „Ein vierter Platz in unserer Staffel nach der Hinrunde ist Stand jetzt unrealistisch“, sagt der frühere Junioren-Nationalspieler ganz offen.

Der 37-Jährige hat dabei die Probleme, die sich in der Vorbereitung und hinsichtlich der Bewältigung der Pandemie-Folgen ergeben haben, im Blick. Auch wenn er zu bedenken gibt, dass man ja nicht genau wisse, wie es hier bei den Konkurrenten aussehe.
Der Falke-Trainer geht bereits in seine fünfte Saison mit der Steinfelder Ersten. Es ist sein drittes Jahr in der Landesliga, wobei man einschränken muss, dass davon bisher noch keine Spielzeit zu Ende gebracht worden ist. Der schwachen Bilanz in der im Frühjahr 2020 abgebrochenen Saison 2019/20 mit Platz 16 (ohne Abstieg) stand ein guter Einstieg in die früh gecancelte Serie 2020/21 mit drei Siegen, zwei Unentschieden und zwei Niederlagen gegenüber.

Er weiß, wann er runter muss: Steinfelds Abwehr-Stütze Jan Schockemöhle. Foto: SchikoraEr weiß, wann er runter muss: Steinfelds Abwehr-Stütze Jan Schockemöhle. Foto: Schikora

Für Artur Zimmermann ist jetzt erst mal die Hoffnung da, dass es wieder kontinuierlich Spiele gibt. Nach der zähen Vorbereitung mit zahlreichen Ausfällen gelte es allerdings, die ersten Pflichtpartien für ein weiteres Einspielen der Mannschaft zu nutzen. „Im Testspiel gegen Rulle hatten wir nur noch 12 von 24 Leuten dabei“, schaut Zimmermann auf die holprige Vorbereitung zurück.

Zwei Testspiele wurden zwischenzeitlich abgesagt. Gleich im ersten Auftritt beim Holdorfer McDonald's- Cup zog sich der aus Brinkum geholte Keeper Lars Goebel eine schwere Ellenbogen-Verletzung zu; er fällt monatelang aus. Es war der Auftakt für eine anhaltende Misere. Gut, dass das Steinfelder Torwart-Eigengewächs Bernd Büscherhoff als Ersatz für Constantin Nieberding bis zu seiner Abreise zum Studienort Wien für einige Wochen zur Verfügung steht. Zimmermann: „Dafür müssen wir dankbar sein.“

Ganz am Anfang der Vorbereitung hat der Coach erkannt, dass 50 Prozent der Mannschaft mit der passenden Fitness aus der langen Pause gekommen waren; bei den anderen 50 Prozent war das so nicht der Fall. Und das Zusammenführen dieser beiden Stränge war mühsam – auch das langsame Steigern des Pensums.„Der Saisonstart kommt ein bisschen früh für uns“, glaubt der Falke-Trainer. Im Kader gibt es bei jeweils fünf Ab- und Zugängen zahlenmäßig keine Veränderung. Auch qualitativ sieht Artur Zimmermann sein Team auf Vorjahresniveau.


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Neu dabei sind ausschließlich junge Leute, wobei die vier A-Junioren langsam an die Herren-Landesliga herangeführt werden sollen. „Die A-Jugendlichen hatten es während Corona ja richtig schwer, sie haben ein Jahr verloren“, stellt Artur Zimmermann fest. Gerade in einer wichtigen Entwicklungsphase gelte es nun, mit der nötigen Geduld weiterzuarbeiten. Aber auf einen wuchtigen Angriffsspieler wie Fynn Dauny, der mit Bruno Korbion aus der Lohner Regionalliga-A-Jugend gekommen ist, will der Coach schon bauen. Dauny soll den eh starken Sturm mit dem unverwüstlichen Kapitän Paul Kosenkow (36) und Georges Baya Baya (19) weiter beleben: „Fynn macht das gut nach der langen Pause.“

Der Falke-Coach generalisiert: „Das Spiel nach vorne ist unsere Stärke. Da haben wir gute und schnelle Jungs.“ Wichtig sei es, hinten sicher zu stehen. Hier wünscht sich Zimmermann die Stabilität aus den ersten Spielen der Kurz-Saison 20/21: „Da waren wir stabil, und da müssen wir wieder hin.“

Artur Zimmermann und Co. vor knackigem Start

Von den zwischenzeitlich ausgefallenen Spielern muss es vor allem Trainer-Bruder Andreas Zimmermann – zentraler Spieler im Falke-Gefüge – wegen einer Bänderdehnung im Knie langsam angehen lassen. Der stellvertretende Kapitän Jan Schockemöhle ist nach seiner Zwangspause schon weiter und wird in der Innenverteidigung fest eingeplant. „Ich weiß ja, dass er seine Fitness hat“, sagt Zimmermann.

Grundsätzlich glaubt der Steinfelder Mannschafts-Verantwortliche, „dass wir uns jeden Punkt gegen jeden Gegner schwer erkämpfen müssen“. Er appelliert auch an die Zuschauer, bei ausbleibendem Erfolg nicht ungeduldig zu werden. Zimmermann ist sicher, dass auch bei den Gegnern Abstriche zu sehen sein werden: „Ich glaube, dass es am Anfang schon Niveauverluste geben wird.“ Dabei ist der Saisonstart mit den Partien gegen den VfL Oythe, beim VfR Voxtrup, gegen den SV Holthausen/Biene und beim SC Melle schon anspruchsvoll. Aber sicher ist: Bei Falke ist man trotz des Problembewusstseins nicht bange.


Kader Falke Streinfeld

  • Abgänge: Steffen Schönhöft (SV Holdorf), Lukas Otto (MTV Hondelage), Sebastian Deike (Amasyaspor Lohne), Lukas Timphaus (Falke Steinfeld II), Marcel Phillippi (TuS Dielingen).
  • Zugänge: Lars Goebel (TV Brinkum), Fynn Dauny, Bruno Korbion (beide A-Jugend BW Lohne), Johannes Kuhlmann, Ali Kurt (A-Jugend SG Steinfeld/Mühlen).
  • Tor: Constantin Nieberding (27), Lars Goebel (20).
  • Abwehr: Denis Häberle (22), Joshua Heyer (20), Jan Schockemöhle (25), Johannes Kuhlmann (18), Bruno Korbion (18), Julian Pille (19).
  • Mittelfeld: Maxim Repinetchii (32), Lukas Themann (23), Hendrik Brundiers (24), Claas Langhorst (20), Andreas Zimmermann (31), Oliver Schlundt (20), Louis Lahrmann (19), Kevin Schmietendorf (18), Mazlum Sünün (26), Halil Ablak (26).
  • Angriff: Georges Arthur Baya Baya (19), Paul Kosenkow (36), Ali Kurt (18), Kai von der Assen (20), Fynn Dauny (18) Michael Michaelis (19).
  • Trainer: Artur Zimmermann (37), seit der Saison 2017/18.
  • Saisonziel: Klassenerhalt.
  • Meistertipp: SV Holthausen/Biene, SC Melle, Fr. Wilhelmshaven.

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