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Falke Steinfeld gegen GW Mühlen: Es steht viel auf dem Spiel

Am letzten Spieltag der Fußball-Landesliga Staffel 2 steigt das brisante Gemeindederby. Mühlen hofft dabei auf die Qualifikation für die Meisterrunde. Wer am Sonntag ausfällt, lesen Sie hier.

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Kopfballduell im Hinspiel: Mühlens Jonas Pöhlking (links) gegen den Steinfelder Hendrik Brundiers. Foto: Wenzel

Kopfballduell im Hinspiel: Mühlens Jonas Pöhlking (links) gegen den Steinfelder Hendrik Brundiers. Foto: Wenzel

Für die Gastgeber geht's um eine bessere Ausgangslage für die Abstiegsrunde, für die Gäste um die Qualifikation für die Meisterrunde und damit um den vorzeitigen Klassenerhalt. Reichlich Brisanz also, die da im letzten VEC-Derby der Fußball-Landesliga Staffel 2 steckt. Und da es sich bei den beiden Kontrahenten auch noch um die Gemeinderivalen Falke Steinfeld und GW Mühlen handelt, steht einem kurzweiligen, spannenden Derby-Nachmittag am Sonntag um 14.00 Uhr eigentlich nichts mehr im Wege.

„Das Wetter soll ja gut werden. Ich denke, es gibt eine tolle Kulisse“, sagt Steinfelds Trainer Artur Zimmermann und berichtet vom Alltag in dieser Woche: „Beim Einkaufen, beim Tanken, in der Firma – überall wurde man auf das Derby angesprochen.“ Sein GWM-Amtskollege Andreas Hinrichs kann das nur bestätigen: „Das Derby ist Thema Nummer eins im Dorf.“

Fans, die zu Fuß oder mit dem Rad zum Falken-Stadion kommen können, sollten dies auch bitte tun, so die Gastgeber. Und: Neben dem Pkw-Parkplatz am Stadion stehen auch die Parkplätze an der Don-Bosco-Schule und am Freibad zur Verfügung. Am Einlass gilt die 3G-Regel, die Nachweise sollten griffbereit sein, damit's zügig geht. Für die kleinen Fans wird eine Hüpfburg aufgebaut.

„Wir spüren keinen Druck. Für Mühlen steht mehr auf dem Spiel.“Steinfelds Trainer Artur Zimmermann

Zum Sportlichen: „Wir spüren keinen Druck“, erklärt Zimmermann: „Für Mühlen steht mehr auf dem Spiel.“ Falke nimmt aktuell elf Punkte mit in die Abstiegsrunde – es könnten noch zwölf oder 14 werden, falls man dem TV Dinklage den Weg in die Meisterrunde bereiten würde. „Wir haben auf jeden Fall eine Ausgangslage für die Abstiegsrunde, die alle Chancen bietet“, sagt Zimmermann: „Jetzt wollen wir das Derby genießen und ein gutes Spiel machen.“

Falke, das am vergangenen Samstag bereits einen richtigen Stresstest hatte und bei der 1:3-Niederlage in Schüttorf inklusive 80-minütiger Unterzahl „wertvolle Wettkampfhärte“ (Zimmermann) sammelte, muss jedoch auf drei fest eingeplante Spieler verzichten. Halil Ablak ist nach seiner zweiten Roten Karte der Saison – die erste gab es bei der 2:4-Niederlage im Hinspiel in Mühlen – nur Zuschauer. Und Andreas Zimmermann, als Sechser Herz und Gehirn des Falke-Spiels, fällt ebenso wie Kevin Schmietendorf mit einer Corona-Infektion aus. „Das schmerzt schon“, sagt Artur Zimmermann und ergänzt mit Blick auf seinen Bruder, der alle 17 Spiele durchgespielt hat: „Andy ist für uns im Zentrum brutal wichtig. Wir müssen gucken, wie wir das lösen.“

Dass unter der Woche mit Fynn Dauny ein weiterer Spieler seinen Abgang in Richtung Bevern verkündete, hat Zimmermann zur Kenntnis genommen: „Es ist ordentlich gelaufen. Er ist ein guter Junge. Ich vertraue darauf, dass er weiter für Falke Gas gibt.“ Der Coach räumt in dem Zusammenhang ein, dass der Umbruch im Sommer „vielleicht ein bisschen größer ausfällt“. Aber jetzt zählt nur Mühlen – und die Abstiegsrunde.

Mühlen hat anderes im Sinn, die Meisterrunde. Im Fernduell mit Dinklage soll Platz vier ins Ziel gebracht werden. Hinrichs sagt über das Spiel am Sonntag: „Die Bedeutung ist immens groß, das weiß auch jeder. Es geht um den vorzeitigen Klassenerhalt, um die VEC Nummer eins in der Liga. Es steht eine Menge auf dem Spiel.“ Und Hinrichs betont: Die Drucksituation sei motivierend, nicht lähmend. Aus Sicht der Grün-Weißen gilt: Ein Sieg reicht definitiv für Platz vier, ein Remis könnte zu wenig sein oder aber auch reichen, und bei einer Niederlage darf der TVD in Bad Rothenfelde nicht gewinnen. Man werde über die Zwischenstände des TVD informiert sein, so Hinrichs, „aber wir wollen unser Spiel spielen“.

Dass Steinfeld schon ein Liga-Spiel absolviert hat, sei „ein kleiner Vorteil“ für Falke, sagt Hinrichs: „Aber das will ich nicht so hoch hängen. Wir hatten ja am Sonntag auch einen guten Test.“ Gemeint war das Spiel gegen Oberligist TuS Bersenbrück (1:4) mit starker erster Halbzeit. Zum Personal: Tom Olberding (Corona), Vincent von Lehmden und der in der Hinserie starke Leo Westermann (beide verletzt) fallen aus. Aber dank der Winter-Neuzugänge Peter Sieve, Jan Leiber und Marcel Schillmöller sei man „breit aufgestellt“, sagt Hinrichs, der unter der Woche eine „besondere Dynamik im Training“ spürte. Kein Wunder: Es ist ja das Gemeindederby.

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