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Es fehlen personelle Alternativen

Auch nach dem zweiten Punktspiel der Saison 2020/2021 in der Dritten Liga West warten die Volleyballfrauen des TV Cloppenburg noch auf den ersten Punkt.

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Symbolfoto: dpa

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Gut eine Woche nach der 1:3-Niederlage zum Auftakt bei der Zweitvertretung des FCJ Köln ging auch die Heimpremiere daneben. Gegen den Zweitligaabsteiger SV Bad Laer verlor die Mannschaft von Trainer Tomislav Ristoski mit 0:3 (21:25, 24:26, 20:25).

So deutlich das Endergebnis ohne Satzgewinn auf den ersten Block auch aussehen mag, war für die Gastgeberinnen doch durchaus mehr drin. Eingangs des Matches lagen die Cloppenburgerinnen sogar mit 6:4 vorn, um dann allerdings flugs mit 7:12 ins Hintertreffen geraten. Doch davon ließ sich das kleine Aufgebot des TVC nicht beeindrucken. Auch, wenn Polina Bizhko nach ihrem kurzfristigen Abstecher in die ukrainische Heimat zum ersten Heimspiel der Saison wieder zur Verfügung stand, hatte Coach Ristoski wahrlich nicht die große Auswahl. Gerade einmal neun Spielerinnen konnte er einsetzen. Da war die Bankder Gäste mit zwölf Akteurinnen im Kader deutlich besser bestückt.

Aber Cloppenburg wehrte sich, schaffte nicht nur beim 16:16 den Ausgleich, sondern beim 19:18 auch wieder die Führung. Doch die sollte nicht lange halten. Am Ende setzte sich der SV wieder ab und nutzte nach 25 Minuten Spielzeit prompt den ersten Satzball zum 25:21.

Auch im zweiten Durchgang erwischten die Gastgeberinnen den etwas besseren Start. Über 3:0 gingen sie mit 6:3 in Front. Nur: Sie schafften es nicht, sich einen größeren Vorsprung zu erarbeiten. Mit viel Aufwand und Einsatz erkämpften sie sich immer wieder kleine Führungen (10:8, 13:11, 18:16), um diese dann mit leichten Fehlern wie Fehlangaben, technischen Fehlern und Abstimmungsproblemen viel zu leicht wieder herzuschenken. Nicht einmal ein 20:16, das Christine Tabeling mit einer kleinen Aufschlagserie herausholte, sollte reichen. Die nächsten vier Punkte gingen ruckzuck samt und sonders an Bad Laer – die Mannschaften bogen im zweiten Satz Kopf an Kopf in die Zielgerade ein. Daran sollte sich auch nichts mehr ändern. Ilona Dacevic „schenkte“ den Gäste mit eine einem verschlagenen Service den Satzball. Diesen wehrte der TVC zwar noch ab, aber bei der nächsten Gelegenheit bekam das Ristoski-Team einen Aufschlag von Laura Seete nicht unter Kontrolle – mit 24:26 war auch der zweite Durchgang futsch.

Dieser Satzverlust schien den Cloppenburgerinnen den Stecker gezogen zu haben. Sara
Szmuks Angabenserie führte zu einem 8:0 für Bad Laer, es drohte ein Debakel. Aber auf Seiten des TVC erwachte der Kampfgeist: Nach dem verheerenden Start in diese Etappe fing sich das Heimteam. Beim 12:12 hatte es gleichgezogen, um sofort den Punkt zum 13:12 und damit erstmaligen Führung nachzulegen. Kuriose Randnotiz: Beim Stande von 9:8 für die Gäste hatten beide Teams bereits ihre beiden Auszeiten für den Satz verbraucht

Die Aufholjagd indes kostete zuviel Kraft und Konzentration. Spätestens in der Endphase des dritten Satzes machten sich die fehlenden personellen Alternativen bemerkbar. Zwei Fehlaufgaben beim 19:22 und 20:23 sind dafür bester Beleg. Als Ilona Dacevic mit ihrem Angriffsschlag im Gästeblock hängenblieb, war der 3:0-Sieg für den SV Bad Laer perfekt.

„Man hat es deutlich gesehen. Ich habe zu wenig Möglichkeiten, um zu wechseln“, befand Trainer Tomislav Ristoski. „Dann unterlaufen uns einfach in den entscheidenden Situationen die Fehler. Kämpferisch aber kann ich meiner Mannschaft überhaupt keinen Vorwurf machen. Vor allem, wie sie im dritten Satz nach dem 0:8 noch zurückgekommen ist, war stark.“

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